OFFENES SINGEN mit jiddischen Liedern in der Musikbibliothek am Montag

25 06 2014

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Zusätzlich zu den vier Regelterminen des Offenen Singens öffnet die Musikbibliothek am kommenden Montag, den 30. Juni um 19.00 Uhr erneut ihre Tore, um gemeinsam mit der Orthodoxen Jüdischen Gemeinde zu Wolfsburg e.V. zu einem Offenen Singen mit jiddischen Liedern einzuladen.

Bereits im letzten Jahr hatten wir im Rahmen von „Kein Raum für rechtes Gedankengut“ eine ähnliche Veranstaltung durchgeführt, die großen Anklang fand. Damals kamen Rabbiner Dr. Yakov Yosef Harety und seine Frau als Gäste, dieses Jahr sind sie Mitveranstalter. Dr. Harety wird die Lieder als Muttersprachler in original Jiddisch vortragen und moderieren. Im Anschluß besteht die Möglichkeit zu einem Gedankenaustausch bei einem Glas koscheren Wein. Der Eintritt ist natürlich wie immer frei.

Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zu der Ausstellung „Gemeinsam gegen Rechtsextremismus“ des Verfassungsschutzes Niedersachsen, deren Besuch auf Initiative der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN und IG Metall Wolfsburg seit dem 10. Juni 2014 im Gewerkschaftshaus in der Siegfried-Ehlers-Str. 2 zu sehen ist.

Fühlen Sie sich herzlichst eingeladen!

 

Kontakt:
Judith Slembeck
05361-282381





Ausstellungseröffnung „Gemeinsam gegen Rechtsextremismus“

16 06 2014

Nicht erst mit Gründung des Schulterschlusses der Wolfsburger Demokraten – Bündnis gegen Rechts wehren sich die Stadt Wolfsburg und ihre Bürger gegen rechtsextremistische Strömungen in der Gesellschaft. Durch den Kauf des Möbelhauses Alsdorff konnte die Einrichtung eines KdF-Museums durch NPD-Anhänger verhindert und durch den Einzug des ZDB (Zentrum für demokratische Bildung) am gleichen Ort ein klares Zeichen gegen Rechts gesetzt werden. Im vergangenen Jahr gab es zahlreiche Protestaktionen gegen den sog. „Tag der deutschen Zukunft“, u.a. auch die Veranstaltungsreihe „Kein Raum für rechtes Gedankengut“ der Stadtbibliothek Wolfsburg.

GGR

Am vergangenen Dienstag wurde unter großer öffentlicher Anteilnahme die Wanderausstellung „Gemeinsam gegen Rechtsextremismus“ des Niedersächsischen Verfassungsschutzes im Gewerkschaftshaus der IG Metall Wolfsburg eröffnet. Neben Oberbürgermeister Klaus Mohrs sprachen u.a. auch der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius und die Präsidentin des Niedersächsischen Verfassungsschutzes, Maren Brandenburger.

Die Ausstellung gibt vom 11. Juni bis zum 8. Juli 2014 mit Schautafeln und mithilfe zahlreicher multimedialer Elemente einen Überblick über derzeitige Erscheinungsformen und Werbestrategien der rechtsextremen Szene. Insbesondere rechtsextreme Musik spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle und wird in der Ausstellung entsprechend berücksichtigt.

Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Rahmenprogramm, bei dem auch die Musikbibliothek wieder vertreten ist. Aufgrund des großen Anklangs im letzten Jahr laden wir am 30. Juni 2014 um 19 Uhr erneut zum Offenen Singen von jiddischen Volksliedern ein. Diesmal kooperieren wir mit der Orthodoxen Jüdischen Gemeinde zu Wolfsburg e.V. Rabbiner Dr. Yakov Yosef Harety wird die Lieder moderieren. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei.

JiddischJudith Slembeck





Vortrag über Rechtsrock in der Musikbibliothek Wolfsburg – Letzte Veranstaltung der Reihe „Kein Raum für rechtes Gedankengut“

6 11 2013

Die Musikbibliothek lädt in Kooperation mit dem ZDB (Zentrum Demokratische Bildung Wolfsburg) am 20. November 2013 um 19 Uhr zu dem Vortrag „RechtsRock – Motor und Modernisierer des Neonazismus“ ein. Der Vortrag ist die zehnte und letzte Veranstaltung der Reihe „Kein Raum für rechtes Gedankengut“.

Der Referent Jan Raabe, Mitverfasser des Standardwerks „RechtsRock„, gilt als einer der führenden Rechtsextremismus- und Rechtsrock-Experten Deutschlands. Er wird mittels Sound- und Filmbeispielen einen Einblick in die Musik, die Lebenswelt und die Symbolik der extrem rechten Jugendkulturen geben.

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Musik stellt einen wichtigen Bestandteil des Lebens vieler Jugendlicher dar, auch von neonazistischen Jugendlichen. Das findet Ausdruck in rassistischen und antisemitischen Songtexten. Dabei hat der Sound längst die Skinheadszene verlassen: Neonazis spielen Hardcore, rappen oder covern bekannte Popsongs. Rund um den RechtsRock hat sich eine eigene Jugendkultur mit eigenen Medien, Treffpunkten, Events und Symbolen herausgebildet.

Längst hat die NPD erkannt, dass Jugendliche mittels Musik angesprochen werden können und verteilt kostenlose CDs und organisiert Konzerte. Längst existieren mit Bands wie Frei.Wild Übergänge der extremen Rechten in die Mitte der Jugendkultur.

Die Veranstaltung wird im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Judith Slembeck





„Zukunft braucht Erinnerung“ – Feierstunde der Orthodoxen Jüdischen Gemeinde e.V. zum Gedenken an die Reichskristallnacht am 9./10. November 1938 in der Musikbibliothek

30 10 2013

In der Nacht vom 9. auf den 10. November jährt sich zum fünfundsiebzigsten Mal die Reichskristall- bzw. Reichspogromnacht, in der aufgrund eines indirekten Befehls von Joseph Goebbels im gesamten Deutschen Reich jüdische Häuser, Geschäfte und Synagogen zerstört und verbrannt wurden. In dieser Nacht wechselten die Nationalsozialisten von einer Politik der gezielten Diskriminierung zu einer Politik der gezielten Verfolgung deutscher Juden, was in der Folge in den Holocaust und damit in den Tod von 5 – 6 Millionen europäischer Juden mündete.

„Wir werden nicht durch die Erinnerung an unsere Vergangenheit weise, sondern durch die Verantwortung für unsere Zukunft.“, sagte einmal der irische Schriftsteller George Bernhard Shaw. Verantwortung für unsere gemeinsame Zukunft zu übernehmen bedeutet gleichzeitig, die Erinnerung an unsere Vergangenheit zu wahren: Zukunft braucht Erinnerung!

Barsky4Aus diesem Grund lädt die Orthodoxe Jüdische Gemeinde e.V. am Sonntag, den 10. November um 12 Uhr in Kooperation mit der Stadtbibliothek Wolfsburg zu einer Feierstunde in die Musikbibliothek im Alvar-Aalto-Kulturhaus zu einem Konzert der belgischen Pianistin Lubov Barsky ein, die Werke von Mussorgsky, Tschaikovsky, Rachmaninov, Bizet, de Falla, J. Strauss und eigene Jazzimprovisationen zu Gehör bringen wird.

Der Eintritt ist frei.

Sonntag, 10. November
12 Uhr
Musikbibliothek (1. Stock)

Nähere Informationen:
Judith Slembeck (Musikbibliothek)
Tel.: 05361-282381





„Jazz & Crime“ – ein intimer Jazzabend in der Musikbibliothek

29 10 2013

IMG_4118Am Freitagabend öffnete die Musikbibliothek ihre Pforten für eine ganz besondere Veranstaltung: Jazz and Crime!

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Marianne Conradi und Axel Uhde lasen aus den beiden Jazz-Krimis „Auf der Suche nach Chet Baker“ und „Bird lives!“ des amerikanischen Schriftstellers und Schlagzeugers Bill Moody. Im Mittelpunkt der Kriminalromane steht der Jazzpianist Evan Horne, der nach einem Unfall seine Musikerkarriere abbrechen muß und mehr zufällig in eine detektivische Laufbahn stolpert.

Musikalisch umrahmte und untermalte Géza Gál (p, tp, flh) mit seinen „Braunschweig All Stars“ das Programm mit Titeln u. a. der Jazzlegenden Chet Baker und Charlie Parker, die auch in den Krimis eine tragende Rolle spielen. Die „Braunschweig All Stars“ waren Axel Uhde (voc, harm), Helge Preuß (g), Klaus Wittig (b) und Michael Brünig (perc). Sie beeindruckten mit stimmigen Arrangements und virtuosen Soli.

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Für die begeisterten Zuhörer gab es zuletzt in der völlig abgedunkelten Musikbibliothek als Zugabe eine unter die Haut gehende Coverversion von Stings „Moon over Bourbon Street“.

Das Jazzkonzert war die achte Veranstaltung der Reihe „Kein Raum für rechtes Gedankengut“. Übernächsten Freitag, am 8. November, geht es weiter mit Marie-Luise Linnemann, die einen Abend mit Chansons der 20er Jahre gestalten wird. Dazu dürfen wir uns auch auf ein Wiedersehen mit Géza Gál freuen, der sie am Klavier begleiten wird. Karten gibt es im Vorverkauf in der Musikbibliothek und in der Kultur-Info im Alvar-Aalto-Kulturhaus für 12 Euro (erm. 10 Euro).





„Chansons der 20er Jahre“ mit Marie-Luise Linnemann und Géza Gál – Neunte Veranstaltung der Reihe „Kein Raum für rechtes Gedankengut“

25 10 2013

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Die Musikbibliothek lädt am 8. November 2013 um 19.30 Uhr zu einem Chansonabend mit Marie-Luise Linnemann und Géza Gál ein. Die beiden Interpreten, die das Wolfsburger Publikum regelmäßig in enthusiastische Begeisterung versetzen, singen Chansons der 20er Jahre. Das neue Programm steht unter dem Motto „Meinen Hut behalt‘ ich auf!“.

Das deutsche Cabaret-Chanson hatte es in den Anfängen nicht leicht, da es gesellschaftlich nicht akzeptiert war. Deshalb konnte es sich erst zu Zeiten der Weimarer Republik zu einer eigenständigen Gattung entwickeln, die ihre Hochblüte im Berlin der 20er Jahre hatte.

Lange währte diese Blütezeit nicht, da die von jüdischen Komponisten und Textdichtern geprägte Cabaret- und Varieté-Szene bei den Nazis als „entartet“ galt und zerschlagen wurde. Viele bekannte Interpreten und Komponisten mussten ins Exil gehen, wurden ausgebürgert oder endeten im Konzentrationslager.

Das Konzert ist die neunte Veranstaltung der Reihe „Kein Raum für rechtes Gedankengut“.

Damen, die mindestens einen Hut- oder Kopfschmuck im Stil der 20er Jahre tragen, bekommen zur Begrüßung ein Glas Sekt gratis!

Karten gibt es im Vorverkauf in der Musikbibliothek und in der Kultur-Info im Alvar-Aalto-Kulturhaus für 12 Euro (erm. 10 Euro).





Jazz-Aquarelle von Joachim Pülm anläßlich des Jazzkonzerts „Jazz & Crime“ am 25. Oktober um 19.30 Uhr in der Musikbibliothek

14 10 2013

Puelm2Anläßlich des Jazzkonzerts „Jazz & Crime“ präsentiert der Wolfsburger Künstler Joachim Pülm vier Aquarelle der Jazzlegenden Chet Baker und Charlie Parker in der Musikbibliothek.

Joachim Pülm war schon immer ein großer Verehrer insbesondere von Chet Baker und fühlte sich inspiriert, markante Fotos des Künstlers als Aquarell umzusetzen. Die Bilder entstanden in den Jahren 2006 und 2007. Um für das Jazzkonzert auch Charlie Parker gerecht zu werden, ergänzte er im September kurz entschlossen seine Jazzaquarelle um ein Porträt des Saxophonisten.

AquarelleDie Bilder sind während der Öffnungszeiten in der Musikbibliothek zu sehen und natürlich auch während des Konzerts.

014Das Konzert findet am 25. Oktober um 19.30 Uhr in der Musikbibliothek statt. “Jazz & Crime” stellt die beiden Jazz-Krimis „Auf der Suche nach Chet Baker“ und „Bird lives!“ des amerikanischen Schriftstellers und Schlagzeugers Bill Moody vor. Im Mittelpunkt der Kriminalromane steht der Jazzpianist Evan Horne, der nach einem Unfall seine Musikerkarriere abbrechen muß und mehr zufällig in eine detektivische Laufbahn stolpert.

Zu den Texten spielen Géza Gál (p, tp, flh) und die Braunschweig All Stars ausgesuchte Jazztitel der beiden Jazzlegenden in eigenen Arrangements. Wolfsburger und Braunschweiger kennen Géza Gál als hervorragenden Jazztrompeter und -pianisten. Er versammelt mit Axel Uhde (voc, harm), Helge Preuß (g) und Klaus Wittig (b) einige der besten Jazzmusiker der Region um sich.

Axel Uhde rezitiert, unterstützt durch Marianne Conradi, die Textpassagen. Seine Stimme ist Hörern des Senders „Radio Okerwelle“ bestens bekannt u.a. aus den Sendungen Playback, Jazz et cetera und Region aktuell.

Das Jazzkonzert ist die achte Veranstaltung der Reihe „Kein Raum für rechtes Gedankengut“. Jazzmusik war in ihren Kindertagen zwar nicht nur in Deutschland verpönt als “minderwertige Musik einer minderwertigen Rasse”, aber im Dritten Reich suchte man sie sogar durch Maßnahmen wie den “Erlaß wider die Negerkultur für deutsches Volkstum”, lokale Jazzverbote in verschiedenen Städten oder das “endgültige Verbot des Niggerjazz für den ganzen deutschen Rundfunk” zu bekämpfen.

Karten gibt es im Vorverkauf in der Musikbibliothek und in der Kultur-Info im Alvar-Aalto-Kulturhaus für 15 Euro (erm. 13 Euro).

Judith Slembeck