Kein passendes Geschenk?

13 04 2017

Sind Sie spontan zu einem Geburtstag eingeladen?

In dem Buch „Das Geschenke-Bastelbuch“ von Nina Held und Yvonne Wagner werden Sie bestimmt eine nette Idee finden.

Von selbst gemachter Knete und Kreide über Kalender bis hin zu Vogelkeksen.

Besonders die Brownie-Mix Backmischungen sind super leicht und schnell zusammen gemixt.

D.Schmiedeke





Kulturmitte – Weihnachtsplätzchen… oder doch Kekse?

21 12 2016

Jetzt, wo Weihnachten bzw. Heilig Abend immer näher rückt, stellt sich die Frage: Haben Sie schon Kekse und/ oder Plätzchen gebacken?

Falls nein: hier kommen meine drei Lieblingsrezepte, zwei davon sind sogar leicht als vegane Variante umzusetzen.

Falls ja: egal, diese Kekse oder Plätzchen sind so lecker und schnell gemacht, die kann man auch jetzt noch backen.

Doch was ist denn nun der Unterschied zwischen Keksen und Plätzchen? Gibt es da überhaupt einen?

Ja es gibt einen!

Plätzchen:

In der Vergangenheit aßen Adlige gerne kleines Gebäck zu Kaffee und Tee. Diese Gebäckstücke wurden überwiegend zu Weihnachten hergestellt und mit Konfitüre, Schokolade, Marzipan und/ oder Nüssen verfeinert, sodass sie nicht sehr nahrhaft, wohl aber sehr zuckerhaltig waren. Dies waren und sind Plätzchen. Das Wort geht auf lateinisch „Plazenta“, was so viel wie „Kuchen“ bedeutet, zurück.

Auch heute wird süßes Hefebrot noch „Platz“ genannt. Und das süße Gebäck ist ein kleines Platz: Plätzchen.

Kekse:

Kekse sind aus Großbritannien zu uns auf das Festland gekommen. Wenn britische Reisende unterwegs waren, hatten sie eine bestimmte Sorte „Schiffszwieback“ dabei, sogenannter „English cake“. Dieser war sehr nahrhaft und lange haltbar. Im 19. Jahrhundert wurden die „English cakes“ von einem deutschen Kaufmann hergestellt und „English cake“ wurde „eingedeutscht“, es entstand der Keks.

Plätzchen sind also zuckrig und raffiniert, Kekse sind weniger süß und einfacher gehalten.

(Quelle: http://www.wdr.de/tv/wissenmachtah/bibliothek/kekse.php5)

Nun also zu den eigentlich Rezepten (für Weihnachtsplätzchen):

Zimttaler (vegan möglich):

Zutaten:

Für den Teig

250g Mehl

85g Zucker

1 Päckchen Vanille Zucker

175g Butter oder Margarine (falls vegan erwünscht)

Für das „Wälzen“

1 TL Zucker

½ TL Zimt

Alle Zutaten für den Teig zu einem glatten Teig verarbeiten und daraus zwei Rollen mit einem Durchmesser von etwa 3cm bis 4cm formen (je nach persönlichem Belieben, bei mir sind sie eher größer).

Die Rollen für mindestens 10 Minuten in Tiefkühler (zumindest die Variante mit Margarine, Butter wird ja auch im Kühlschrank fest).

Währenddessen den Zimtzucker herstellen und die durchgekühlten Rollen darin wälzen. Danach etwa 0.7 bis 1cm dicke Scheiben abschneiden (auch hier gilt, jeder wie er es am liebsten hat) und sie auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Achtung! Die Plätzchen wachsen ein wenig beim Backen!

Bei etwa 160°C Umluft (200°C Ober- und Unterhitze) rund 20 Minuten backen, aber immer schön ein wachsames Auge behalten!

Et voilà, die erste Runde leckerer Plätzchen ist fertig und das ganze Haus duftet wunderbar nach Zimt!

Lemon Curd Plätzchen:

Zutaten:

1 Vanilleschote (echte Vanille schmeckt einfach intensiver, Vanillezucker oder Vanilleextrakt, etc. geht aber auch, man muss mit dem arbeiten, was man hat)

½ Bio Zitrone (hier wird die Schale benötigt, aber Zitronenschale aus der Tüte geht ebenso)

200g Butter oder Margarine

75g Schmand

300g Mehl

50g Zucker

100g Lemon Curd (hier empfehle ich „smooth“ von „Chivers“, das bisschen mehr Geld zu investieren lohnt sich!)

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten und anschließend zu zwei Rollen mit einem Durchmesser von etwa 2,5cm formen und diese für mindestens eine Stunde kaltstellen (bei Margarine empfehle ich den Tiefkühler, bei Butter geht das natürlich auch, dann verkürzt sich die „Kalt-Stell-Zeit“ bei Margarine und Butter deutlich).

Den Backofen auf 160°C Umluft (180°C Ober- und Unterhitze) vorheizen und von den durchgekühlten Teigrollen etwa 0.5cm dicke Scheiben abschneiden und diese auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen.

Achtung! Die Plätzchen wachsen ein wenig beim Backen!

Alternativ kann der Teig auch ausgerollt und mit Ausstechern bearbeitet werden, hierbei nur darauf achten, dass immer zwei Plätzchen vom selben Motiv da sind, da die Plätzchen nach dem Backen geschichtet werden.

Die Plätzchen für etwa 8 Minuten backen. Nach dieser Zeit die Plätzchen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Nicht wundern, die Plätzchen sind nach dem Backen noch etwas weich, das gibt sich aber nach dem Abkühlen.

Die Hälfte der abgekühlten Plätzchen mit Lemon Curd bestreichen und danach ein zweites Plätzchen als Deckel platzieren. Wenn man möchte, können die Plätzchen noch mit Puderzucker bestäubt werden.

Et voilà, schon hat sich zu dem Zimtgeruch ein frischer Hauch Zitrone gesellt.

Vanille Kipferl (vegan möglich):

Zutaten:

2 Vanilleschoten (echte Vanille schmeckt einfach intensiver, ein bisschen mehr Vanillezucker oder Vanilleextrakt, etc. geht aber auch, man muss mit dem arbeiten, was man hat)

210g Butter oder Margarine (falls vegan erwünscht)

250g Mehl

70g Zucker

100g gemahlene Mandeln (falls man allergisch ist, kann man stattdessen andere gemahlene Nüsse oder Mehl nehmen)

Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten und walnussgroße Stücke abtrennen. Diese zu Monden biegen, damit die typische Kipferlform entsteht.

Anschließend werden die Kipferl auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilt. Achtung! Die Plätzchen wachsen ein wenig beim Backen!

Dieses wird für etwa 10 Minuten kaltgestellt.

Bei etwa 175°C Umluft (200°C Ober- und Unterhitze) rund 10 bis 12 Minuten backen, aber immer schön ein wachsames Augen behalten!

Die fertigen Vanillekipferl, wenn man möchte, noch mit Puderzucker bestäuben und et voilà, das ganze Haus duftet nach Weihnachten. 🎄

Falls sie weder das eine noch das andere wirklich anspricht, kommen Sie gerne vorbei, wir haben eine riesige Auswahl an grandiosen Backbüchern.

Viel Spaß beim Backen und guten Appetit!

Pauline Kölsche