„Also, was machen wir als Nächstes?“

16 03 2017

Was haben Alice im Wunderland, The Big Lebowski, Grand Budapest Hotel, Whiplash, Kingsman: The Secret Service, Guardians of the Galaxy und MIB I, II und III gemeinsam?

Richtige Antwort: Sie gehören zu unseren Lieblingsfilmen.

Disneys Alice im Wunderland mit der zauberhaften Mia Wasikowska und Johnny Depp in den Hauptrollen ist ja weithin bekannt und bereits ein moderner Klassiker. Der Dude aus The Big Lebowski ist ein Held meiner Jugend, die Guardians of the Galaxy sind eine bessere Comicverfilmung aus dem Marveluniversum, die Kingsmen entsprechen wohl dem, was heute allgemein mit Zeitgeist beschrieben wird und die MIB sind einfach nur cool. Das Grand Budapest Hotel wiederum is a class of its own und etwas völlig anderes. Man muss schon gehörig überlegen, welchem Genre man diesen witzigen und kurzweiligen Film zuschlagen will. Und Whiplash ist einfach nur genial und völlig zu Recht mit drei Oscars ausgezeichnet worden. Vielen gilt er als einer der besten Filme des Jahres 2014.

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Kulturmitte – Weiberfastnacht, Rosenmontag, Aschermittwoch und die Fastenzeit

1 03 2017

In letzter Zeit war so einiges los, was sowohl Feste als auch Feiertage angeht. Und auch in Zukunft geht es weiter! Heute ist Aschermittwoch und damit Beginn der Fastenzeit. Doch was genau für Bräuche verfolgen wir da eigentlich? Was ist die Geschichte hinter den Bräuchen? Und ist Fasten wirklich nur etwas für strenggläubige Christen?!

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Kulturmitte – Weltkulturerbe Hamburg

22 02 2017

Hamburg meine Perle! Hamburg ist einfach eine tolle Stadt, da kann man sagen was man will. Und Hamburg ist Weltkulturerbe.

Naja nicht ganz Hamburg, aber Hamburg hält UNESCO Weltkulturerbe bereit: Die Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit dem Chilehaus.

Um diese soll es in der heutigen Kulturmitte gehen… und um noch ein bisschen mehr! Schließlich kommen jetzt im Frühling (ja trotz des anhaltenden Schmuddelwetters wird es so langsam Frühling) einige lange Wochenenden auf uns zu und die kann man super mit einem Trip in die Hansestadt Hamburg verbringen.

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Kulturmitte – Der VW-Bulli wird 70 Jahre alt!

8 02 2017

Es ist Februar, so langsam werden die Temperaturen wieder angenehmer und die Sehnsucht nach dem Sommer wächst.

Diesen Sommer gibt es ein ganz besonderes Highlight in Wolfsburg: vom 03. bis zum 06. August wird der 70. Geburtstag des VW-Bullis gefeiert!

Bulli Summer FestivalVeranstaltungsort für das 1. Bulli Summer Festival ist der Allerpark. In den vier Tagen des Festivals werden rund 40.000 Gäste und hunderte VW-Bullis, von T1 bis T6, erwartet.

Veranstalter des Festivals ist mitunter Paul Peine, für manche vielleicht schon bekannt, denn er organisiert seit vielen Jahren mit seinem Team das Midsummer Bulli Festival Fehmarn auf der Insel Fehmarn.

Midsummer Bulli FestivalAuch der Leiter des Marketing bei VW-Nutzfahrzeuge, Ramsis Moussa, ist begeistert: „Wir freuen uns auf vier Tage mit den Bullifans. Denn sie sind es, die das Fahrzeug zu dem gemacht haben, was es heute ist: Kult in der sechsten Generation.“

Damit es natürlich auch ein richtiges Festival (das hier ist übrigens die Homepage von dem Festival) wird, ist einiges geplant: Live Musik, die Band Fools Garden ist bereits gebucht, aber auch lokale Bands können sich melden, Vorträge rund um den Bulli, Kulinarik, Spiel- und Sportprogramm und Prämierungen der Bullis in verschiedenen Kategorien.

Die Kategorien sind Folgende:

  • schönster T1 bis T6, schönster LT
  • weiteste Anreise
  • individuellstes Fahrzeug
  • bester Sound
  • Power Pokal (höchste PS Zahl)
  • schönster Hippie Bus

Ich bin sehr gespannt auf den Hippie Bus und auf den Power Pokal. Und Sie?

Ein weiteres Highlight findet am letzten Tag des Festivals statt: ein Bulli Konvoi von Wolfsburg nach Hannover auf der A2 ist geplant. In Hannover werden seit 1956 Bullis produziert.

An diesem Konvoi wollen wir, also meine Familie und ich, ebenfalls mit unserem T6 Panamericana teilnehmen. Darauf freue ich mich besonders! Bullis fahren wir schließlich seit ich denken kann.

Das Wort Bulli entstand übrigens wohl aus einer Kombination von Bus und Lieferwagen, diese Eigenschaften sollte der T1 haben. Andere wiederum behaupten, dass Bulli sich auf das „bullige“ Erscheinungsbild der ersten VW-Bus-Front bezieht.

Was auch immer den Begriff Bulli hat entstehen lassen, Tatsache ist, dass VW den Begriff erst seit 2007 offiziell verwenden darf. Vorher gehörten die Rechte an dem Begriff der Firma Kässbohrer Geländefahrzeug AG, anlässlich des 60. Geburtstags des Bullis verkaufte die Firma die Rechte aber an VW.

Damit sie auch gut vorbereitet das „1. Bulli Summer Festival“ erleben können, hier ein kurzer Abriss zur Geschichte:

Die Idee für den Bulli wird dem niederländischen VW-Importeur Ben Pon senior zugeschrieben, er hatte im Werk „Plattenwagen“, umgebaute Käfer, gesehen, welche zum Transport genutzt wurden.

1947 der Typ 2, also der erste Bulli wird entwickelt

1948 wird der Bulli erstmals als Prototyp gebaut

1950 die serienmäßige Herstellung startet

1950 bis 1967: Produktion T1, als Typ A und Typ B

März 1956 die Produktion wird von Wolfsburg nach Hannover verlagert

1967 bis 1979: Produktion T2, als Typ A, Typ AB und Typ B

1979 bis 1990: Produktion T3

1992 auch die Produktion von T3s als Behördenfahrzeuge und Syncros in Österreich wird eingestellt

2003 Sommer dieses Jahres wird auch die Produktion des T3s als Microbus und Caravelle für den afrikanischen Markt eingestellt

1990 bis 2003: Produktion T4

1996 bis 2003: Produktion T4b (nach „Großer Produktaufwertung“)

2003 bis 2009: Produktion T5

2009 bis 2015: Produktion T5, erstes Facelift

2015 bis heute: Produktion T6, entstanden durch ein umfangreiches Facelift des T5s

Wenn Sie sich noch weiter auf das Festival einstimmen wollen, leihen Sie sich doch ein paar Bücher zu dem Thema aus, „Das VW Camper Kochbuch“ oder der Bildband „VW Bus. Die ersten 50 Jahre“ sind sehr zu empfehlen!

Ich freue mich auf den Sommer!

Pauline Kölsche

P.S. Welcher Bulli ist denn Ihr Liebling? Meiner ist der T2 sowie der T6.

Informationen stammen mitunter von der WAZ-online, der Promobil und Wikipedia.





Jubiläen – The Soviet Photobook

6 02 2017

2017 ist das Jahr der Jubiläen. Beispiele gefällig?: Fünfhundert Jahre Martin-Luther-Thesenanschlag, 70 Jahre Marshallplan, 60 Jahre Sputnik, 50. Todestag Ernesto Che Guevaras, 40 Jahre Deutscher Herbst und der 20. Todestag der unvergessenen Lady Di. Natürlich berücksichtigten wir einige dieser Ereignisse im Zuge neuer Medienanschaffungen. So fanden beispielsweise die Biographie Der Mensch Martin Luther der Oxforder Geschichtsprofessorin Lyndal Roper, Che Guevaras Kubanisches Tagebuch und Butz Peters 1977 : RAF gegen Bundesrepublik Einzug in unsere Bücherregale. Wir jedoch möchten den Brückenschlag zu einem ganz anderen Jubiläum wagen, indem wir uns einem prachtvollen Bildband zur Geschichte der Sowjetunion – The Soviet Photobook – anlässlich der Oktoberrevolution widmen.

Schon eher historisch als politisch: Oktoberrevolution

Schon eher historisch als politisch: Oktoberrevolution

Englischsprachig, opulent und ergiebig thematisiert er die sowjetische Historie der Jahre 1920 bis 1941. Der NDR verpasste dem Koloss von einem Buch in einer sehr wohlwollenden Kritik bereits das Etikett „Standardwerk für Historiker und Design-Studenten“. Da wir das Rad nicht neu erfinden möchten und an dieser Stelle auf weitere Fotos verzichten wollen, geben wir hiermit allen interessierten Leserinnen und Lesern dieses Artikels der Einfachheit halber den Link des Steidl-Verlages an die Hand, der mit einer eigenen Slideshow dieses tolle Werk bewirbt.

Sieb/RB





Kulturmitte – Dein „abgefahrenstes“ Silvestererlebnis?

4 01 2017

„Was war Dein unvergesslichstes Silvester?“ Eine Frage, die am Neujahrstag plötzlich bei mir aufleuchtete, nachdem wir nach langer Zeit wieder einmal einen Silvesterabend in vertrauter Zweisamkeit verbrachten. Eigentlich, so mein Gedanke, müsste ich mir die ganzen Silvester- und Neujahrstage meines bisherigen bewussten Lebens noch einmal in Erinnerung rufen, um dann die „highlightigsten“ für mich auszuzeichnen.

"Abgefahren" an Silvester 1996 in Tokio

„Abgefahren“ an Silvester 1996 in Tokio

Was war Dein highlightigstes Silvester bisher?

Gesagt, getan! Das Ergebnis: die meisten Feiern verbrachte ich in kleiner Runde, gemütlich am Tisch sitzend bei Raclette oder Fondue und um Mitternacht das Feuerwerk bewundernd. Einige Male, aber eher selten, war ich auch aktiv pyrotechnisch unterwegs.

Manchmal schloss sich an das Feuerwerk draußen drinnen in der warmen Stube noch eine frühmorgendliche gute Gesprächsrunde an – aber genauso oft hatte ich einfach zu viel getrunken und dementsprechend begann das neue Jahr später am Tag und in grauer, von Böllerresten verschmutzter Umgebung.

Wolfsburg und Hallig Oland

Einige „besondere“ Silvesterabende waren:

  • mein erstes Silvester hier in Wolfsburg, als ich von Grippe und den Renovierungsarbeiten in der neuen Wohnung schwer gezeichnet, schon weit vor Mitternacht erschöpft ins Bett fiel und das später rumpelnde Feuerwerk draußen nur noch als ganz weit entfernten Schall wahrnahm
  • ein Aufenthalt auf Hallig Oland, wo wir das neue Jahr gemeinsam mit ca. „4“ weiteren Halligbewohnern auf dem Deich begrüßten.

War ich an meinen ersten Silvesterabend hier in Wolfsburg aus den genannten Gründen unfähig, irgendetwas zu veranstalten, so wäre es auf Hallig Oland gar nicht möglich gewesen, aktiv zu werden. Es war da einfach nichts! Täglich einmal  bei Kälte, Wind und Schnee um die Hallig laufen, dauerte 1 Stunde und deckte meinen Fitnessbedarf voll und ganz.  Aber genau so hatten wir es damals auch gewollt!

Das Bibliothesteam im Goethe-Institut 1996: Frau Klauser, Frau Kano, Herr Yoshitsugo und ich, der Praktikant

Das Bibliotheksteam im Goethe-Institut 1996: Frau Klauser, Frau Machida, Herr Yoshitsugo und ich, der Praktikant

Tokio, sein U-Bahn-Netz, das Goethe-Institut und mein neues Zuhause

Mein bisher „abgefahrenstes“ Silvester  erlebte ich 1996 in Tokio, wohin ich meinen „Lebensmittelpunkt“ damals für 9 Monate verlegt hatte, um u.a. auch im Informationszentrum des Goethe-Instituts ein Praktikum zu absolvieren. Ich kann nicht mehr genau rekonstruieren, was der Auslöser war, glaube aber, dass die folgende Aktion dadurch ins Rollen kam, dass mein Tag sowieso schon von 2 Stunden Zug fahren geprägt war: morgens 1 Stunde mit der Bahn hin zum Goethe-Institut in Akasaka und abends dann dieselbe Strecke wieder zurück nach Hause.

Schön übersichtlich: Tokios U-Bahn-Netz

Schön übersichtlich: Tokios U-Bahn-Netz (Quelle: Wikipedia)

Das Goethe-Institut liegt mitten in Tokio unweit der kanadischen Botschaft und des Kaiser-Palastes und mein damaliges Zuhause war ein kleines  1-Zimmer Apartment in Yabe / Sagamihara-shi in der Kanagawa-Präfektur.

Für den täglichen Arbeitsweg und darüber hinaus besaß ich ein Monatsticket und irgendwann muss mir die Strecke  Yabe – Akasaka wohl zu eintönig geworden sein. Ich wollte mehr, mehr von Tokios U-Bahn-Netz!

Das Monatsticket gab es her und da am  31. Dezember 1996 eh nichts anderes anlag, entschloss ich mich, mal das gesamte U-Bahn-Netz Tokios abzufahren.

Ja, ihr habt richtig gehört: ich wollte das gesamte U-Bahn-Netz Tokios „abfahren!“ Vielleicht nicht jeden Halt und jede Station nachhaltig verinnerlichen, aber doch so, dass ich ein Gefühl für die Umrisse des Netzes bekäme – so hätte ich mein Ziel damals formuliert!

Ein bestechender Gedanke! Damals auf jeden Fall! Heute kann ich darüber wirklich nur lachen. Tokio ist mit seinen fast 10 Millionen Einwohnern  so unendlich riesig, also über 3 Mal so groß wie Berlin, wie sollte man da das gesamte U- Bahn-Netz  an einem Tag durchfahren können. Und ich würde noch ergänzen: warum sollte man das überhaupt wollen?

Neujahr in Shin-Kiba - gerade noch rechtzeitig! 

Am 31. Dezember 1996 startete ich mittags gegen 13 oder 14 Uhr, was für das vor mir liegende Event auf jeden Fall zu spät war. Dann fuhr und fuhr ich, was das Zeug hielt. Die Stationsschilder, an denen ich um- oder ausstieg, dokumentierte ich mit der Kamera: Akebonobashi, Ogawamachi, Ichigayanakonocho, Waseda, Jinboucho….

Viel mehr als dass ich fuhr, um-, aus- und wieder einstieg, kann ich aus der Distanz von 20 Jahren gar nicht mehr sagen. Was ich aber gestehen muss: ich habe mein Ziel leider nicht erreicht! Natürlich nicht!

Keine Ahnung, wieviel Prozent des gesamten Streckennetzes ich überhaupt schaffte. Kurz vor Mitternacht erreichte ich die Station Shin-Kiba, die auf einer künstlichen Insel am Nordrand der Bucht von Tokio liegt. Und da stieg ich angesichts der fortgeschrittenen Zeit aus. Die Bahnsteige und der Bahnhof waren fast wie leer gefegt.  Als ich gerade den Bahnhofsvorplatz erreichte, ging das Feuerwerk richtig los.

Und da stand ich nun, allein im dunklen Shin-Kiba, was soviel wie „neues Holzlager“ heißt und hatte das Silvesterfeuerwerk ganz für mich allein. Das hatte ich mir nach der Fahrerei aber auch verdient, zumindest bildete ich mir das ein.

Irgendwann nach Mitternacht machte ich mich dann vollkommen entspannt auf den Nachhauseweg. Vielleicht nutzte ich die direkte Verbindung, vielleicht fuhr ich aber auch noch einen Schlenker durch das nächtliche Tokioter U-Bahn-Netz…Wer weiß!?

Was ist Euer schönstes Silvester bisher? Schreibt es doch unten in die Kommentare! 

Uwe Nüstedt





Kulturmitte-Theaterbesuch bei Schillers „Die Räuber“- Zum Davonstehlen?!

5 10 2016

Nachdem überall in Wolfsburg und auch bei uns in der Stadtbibliothek Plakate hingen, die für das Theaterstück „Die Räuber“ warben und ich schon lange nicht mehr im Theater gewesen bin, ließ ich mich davon überzeugen, dieses Stück zu besuchen.
Also, dank unserer zentralen Lage, mal schnell in der Mittagspause zum „Theaterpavillion“ gegangen und Karten für die Premiere gekauft.

Schillers „Die Räuber“ habe ich während meiner Schulzeit gelesen, was natürlich mein Interesse an dem Stück enorm steigerte, genau wie die Aussage, es wäre ein multimediales Theaterprojekt, da ich mir einerseits nicht so richtig etwas darunter vorstellen konnte, aber mir andererseits davon eine moderne Umsetzung erhoffte.

Die Räuber

Das Plakat, womit das Stück beworben wird

Vorweg ein paar grundliegende Informationen zu dem Stück.
„Die Räuber“ wurde von Friedrich Schiller geschrieben und erschien 1781, es ist als klassisches Drama anzusehen, welches die Rivalität zwischen zwei Brüdern behandelt, ein Familienkonflikt also, der sich aber zu einem gesellschaftlichen Konflikt entwickelt.
Franz, der zweitgeborene, fühlte sich zeitlebens benachteiligt und probiert deswegen durch Intrige zu erreichen, dass er das Erbe seines Vaters Grafen Maximilian von Moor erhält, und nicht sein Bruder Karl.
Um dies zu erreichen, fälscht Franz einen Brief, in dem von dem schlechten Benehmen Karls berichtet wird. Daraufhin beschließt der enttäuschte Vater, Karl zu enterben. Als Karl davon erfährt, sitzt er mit seinen Freunden zusammen in einer Kneipe und sie beschließen eine Räuberbande mit Karl als Anführer zu gründen.
Ziel der Bande ist es, (vermeintliches) gesellschaftliches Unrecht zu rächen.

Letztendlich, wie es typisch ist für ein Drama des Sturm und Drangs, kommen die Personen in immer stärkere Konflikte (mit ihrem Gewissen) und probieren diese Konflikte auf unterschiedliche Weise zu lösen.

Die Schauspieler

Die Schauspieler, mittig Karl von Moor und Amalia, links von Amalia, Franz von Moor, umgeben von der Räuberbande

Das Theaterstück wurde wie bereits erwähnt als multimediales Theaterprojekt beworben und das trifft es auch ganz gut.
Das erste, was einem auffiel, war die riesige Leinwand, die über der Bühne hing. Ließ man seinen Blick dann auf die Bühne schweifen, entdeckte man mehrere Greenscreens und Kameras inklusive Kameramännern. Möglich wurde diese Inszenierung erst durch den kürzlichen Umbau und Renovierung des Wolfsburger Theaters und die damit verbundene moderne Technik.

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Eine Leinwand wurde über der eigentlichen Bühne befestigt

Sinn des Ganzen:

Während man die Schauspieler auf der Bühne sieht, werden diese gefilmt und in Echtzeit mit vorgedrehten Szenen verbunden. Möglich wurde dies mithilfe einer Kooperation mit Servus TV und dem Landestheater Salzburg, sowie Regisseur Matthias Hartmann. Dadurch erschien auf der Leinwand ein Spielfilm.
Ich muss sagen: Mega cool!
Neben der Inszenierung, rein technisch gesehen, war auch die schauspielerische Umsetzung großartig. Einerseits spielten Größen wie Friedrich von Thun und Burgschauspieler Oliver Stokowski sowie Harald Serafin mit, andererseits standen Schauspielstudenten des Mozarteums auf der Bühne und ein Schauspieler gab zwischendurch immer wieder den „Erzähler“ wodurch man auch bei ein wenig eingestaubten oder keinem Wissen gut in dem Stück und der Handlung mitkam.

Mein Fazit:
Absolut sehenswert! Die moderne Umsetzung, die Schauspieler, das Gesamtbild einfach nur toll! Zusätzlich war an der Premiere Friedrich von Thun anwesend und auch die Schauspieler ließen sich nach dem Stück im Foyer blicken.

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Wir ließen uns es nicht nehmen ein Foto mit Friedrich von Thun zu schießen. (Leider bin ich nicht mit auf dem Foto, da ich hinter und nciht vor der Kamera stand)

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Auch ein Autogramm von Friedrich von Thun in das Programm Heft erhielten wir.

Falls Sie nun auch Interesse haben dieses Stück zu sehen, nur zu, es gibt noch Karten und Termine (21.10 19.30, 22.10 15.00), einfach mal hier vorbeischauen oder bei der Theaterkasse gegenüber von der City Galerie.

Man merkt: auch das Theater wird moderner, genau wie wir, die sich ja auch immer stärker mit modernen Medien beschäftigen.
Und wenn sie dann sowieso schon in der Innenstadt sind, können Sie ja auch gleich noch bei uns vorbeischauen, um sich das Buch „Die Räuber“ auszuleihen. Damit sind Sie dann bei der Theater Aufführung der Experte.

Pauline Kölsche