Lutz van Dijk „Afrika – Geschichte eines bunten Kontinents“

30 09 2017

Donnerstag, 28.09.17

Das wird eine mega Veranstaltung!„, freute sich Annika Naber von der Volksschule auf den Abend, während langsam die ersten Gäste eintrudelten. Sie stand schon seit Januar in Kontakt mit Lutz van Dijk und war an der Organisation der Projekts maßgeblich beteiligt. Und sie behielt recht. Die Lesung war ein voller Erfolg. 91 Gäste verließen am Donnerstag das Kulturhaus mit leuchtenden Augen und dem ein oder anderen neuen Roman in der Tasche. Schon zu Beginn herrschte eine äußerst lockere und freundliche Atmosphäre. Herr van Dijk sprach mit alten Freunden, die extra für seine Lesung angereist waren. Auch Kinder und Jugendliche waren da und folgten dem Vortrag mit Interesse und Geduld.

Lutz van Dijk liest aus "Afrika - Geschichten eines bunten Kontinents"

Lutz van Dijk liest aus „Afrika – Geschichten eines bunten Kontinents“

Afrika – Geschichte eines bunten Kontinents“ beleuchtet unzählige Facetten des Kontinents und zeigt ein selbstbewusstes und optimistisches Afrika, wie man es aus anderen Erzählungen sonst nicht kennt. Er zitierte einen südafrikanischen Jungen: „Eure Nachrichten sind immer viel zu kurz. Wenn mal über Afrika berichtet wird, dann nur über Katastrophen und Kriege. Nie über die tollen Sachen.Weiterlesen →





Kamil Hemati – ein neues Gesicht in der Stadtbibliothek

16 01 2017

Ein neues Gesicht in der Bibliothek: um seine Deutschkenntnisse zu vertiefen, nutzt Kamil Hemati aus dem Iran unser Angebot schon seit letztem Jahr. Ab heute absolviert er ein dreimonatiges Praktikum hier bei uns im Lernzentrum der Bibliothek. Wir freuen uns sehr!

Erster Praktikumstag in der Bibliothek: Kamil Hemati mit Thomas Krumpholz

Erster Praktikumstag in der Bibliothek für Kamil Hemati (hier mit Thomas Krumpholz)

Kamil soll den deutschlernenden Flüchtlingen im Lernzentrum unser Sprachlernangebot besser vermitteln. Und dafür ist er mit seinen eigenen Lernerfahrungen bestens geeignet. Im Iran hat der studierte Soziologe zuletzt in ganz unterschiedlichen Bereichen gearbeitet: als Tischler, bei einem Schlüsseldienst und als Inhaber eines Geschäfts für Damenbekleidung. Thomas Krumpholz, Leiter der Zentralbibliothek, heißt Hemati herzlich willkommen und wir alle in der Bibliothek schließen uns dem an!





Kulturmitte: Frankfurter Buchmesse 2016 – „Messe-Rundgang“ durch die Medien

19 10 2016

Buchmesse live vor Ort zu erleben, ob in Leipzig und/oder in Frankfurt am Main, das ist immer wieder ein besonderes Medien-Erlebnis, eine sehr direkte, authentische Begegnung mit Büchern, Autoren, Verlagen und ihren Messeständen, Schwerpunkt-Themen, vielen Kulturen, geschäftigen Menschen aus aller Welt usw. verbunden  mit einzigartigen audiovisuellen (Hallen-)Eindrücken. Auch ein gut vorbereiteter Messetag ist anstrengend, aber vor allem aber sehr anregend,  einprägsam, einfach unvergleichlich.

Frankfurter Buchmesse 2016, Startseite, Zugriff 19.10.16

Frankfurter Buchmesse 2016, Startseite, Zugriff 19.10.16

Wer dieses Jahr nicht zur Buchmesse fahren kann oder möchte, findet auf der Messe-Homepage, in den großen überregionalen Zeitungen DIE ZEIT, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Süddeutsche, taz u.a. sowie DER SPIEGEL umfangreiche Messe-Beilagen bzw. mit einem 50-Titel-Kanon von „Die Bücher unserer Zeit“ der Spiegel-Kulturedaktion um Volker Weidermann. Von Salman Rushdies „Santanischen Verse“ aus 1988 werden für jedes Jahr bis 2015 mit Michel Houellebecqs „Unterwerfung“ die „50 wichtigsten Romane der Gegenwart“ im zeitgeschichtlichen Kontext vorgestellt. Die renommierte Neue Zürcher Zeitung bietet auch Messekultur (NNZ und NZZ am Sonntag können Sie via Bibliothekshomepage und PressReader mit gültiger Bibliocard und Passwort lesen!).

Buchmesse in den Medien
DIE ZEIT
titelt „Bücher zum Träumen“ am Donnerstag vor der Messe, bietet ihren Leserinnen und Lesern zur Frankfurter Buchmesse jedes Jahr ein eigenes „Magazin“. ZEIT LITERATUR, Nr. 43, Oktober 2016, „Ja, heißt ja!“ mit der „feministischen Künstlerin Ulrike Rosenbach“ auf dem Titelbild („Art is a Criminal Act“, Fotomontage aus 1969/70). Die Ausgabe widmet sowohl dem Gastland „Flandern und die Niederlande“ als auch seinem Autor „Arnon Grünberg auf dem Hofgut Hesterberg“ viel Aufmerksamkeit, S. 4-13.

Der Fokus liegt auf Schriftstellerinnen und Schriftstellern als „Spezialisten für Extremerfahrungen“, Inhalt, S. 3. Grünberg berichtet nicht nur von seinen Erfahrungen aus Afghanistan und Irak, sondern auch vom „ukrainischen Heiratsmarkt“, als „eingewiesener“ Patient aus der Psychiatrie und seiner Recherche in Schlachthöfen. Darüber hinaus werden Neuerscheinungen zu den Themen „Er killt den Tod“, „Zum Teufel“ und „Feminismus“ vorgestellt sowie „20 Bücher für den intellektuellen Smalltalk“ von dem ZEIT-Autorenteam um Ijoma Mangold besprochen.

DER SPIEGEL, Nr. 42 vom 15.10.16 mit 50 Romane-Kanon und DIE ZEIT, Nr. 43, 13.10.16, ihrer "Messeausgabe" inkl. ZEIT LITERATUR

DER SPIEGEL, Nr. 42 vom 15.10.16 mit 50 Romane-Kanon und DIE ZEIT, Nr. 43, 13.10.16, ihrer „Messeausgabe“ inkl. ZEIT LITERATUR

Die FAZ widmet am offiziellen Eröffnungs-Dienstag ihren Leitartikel „Die Buchmesse als der ehrliche Makler“ der großen Bücherschau. Andreas Platthaus stellt darin fest, dass „Bücher nicht mehr fürs Geschäft ausreichen“. Daher wird mit dem neuen Programmsegment „The Arts+“ die „Literatur ausgeweitet“, sollen neue Besucher mit künstlerisch-kreativen Formaten angezogen werden. Die Buchmesse ist längst vom „Handelsplatz zur Kontaktbörse im Publikationsgeschäft“ geworden.

Die Süddeutsche vom 18.10.16 macht in ihrer Messebeilage mit Illustrationen von der Shakespeare-Zeit bis heute neugierig. Für diese historische Zeitreise wählt sie z.B. das „First Folio“ von Shakespeare aus, das nach seinem Tod in Frankfurt präsentiert wurde. Man erfährt, dass Mexiko innerhalb von 14 Tagen für die Sowjetunion als „Ehrengast“ eingesprungen ist, Iran von 1989 bis 1999 wg. der Fatwa gegen Rushdie auf der Messe nicht vertreten war. Schon Luther nutzte 1520 den Messeplatz Frankfurt für seine Bibel. Politische Diskurse gehörten auch immer zur Messe. Nach Benno Ohnesorgs Tod wurde an den Springer-Ständen protestiert. „Goethes Copyright“, von ihm mit „39 Landesherren“ ausgehandelt, gehört ebenso zur SZ-Revue wie 1982 Helmut Schmidt ohne Kanzleramt. Den Medienwandel vom Buch zur Elektronik sollen US-Verlage 1993 „erzwungen“ haben. Langenscheidt bot erstmals Wörterbücher auf CD-ROM an. Dass Frankfurt lange Jahre gegenüber der berühmten Leipziger Messe unterlegen war und erst 1949 wieder an Bedeutung gewann, schließt diesen ungewöhnlichen Rückblick ab.

Die genannten Zeitungen liegen im Zeitungs- und Zeitschriftenlesesaal der Stadtbibliothek im Alvar-Aalto-Kulturhaus zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Lektüre aus.

Ehrengast Niederlande und Flandern
Zurück zur neuen Buchmesse. „Flandern & Niederlande“ mit dem Motto „Dies ist, was wir teilen“ sind die diesjährigen Ehrengäste, deren „Selbstdarstellungen“ auf der Messe in eigener Halle immer mit sehr viel Spannung erwartet werden. Hier kann man Geschichte und Gegenwart, Literatur und Kunst des jeweiligen Landes „im Original“ mit Lesungen, Mitmachaktionen usw. erleben. 1993 war der erste niederländische Gastauftritt. Also in diesem Jahr ein Wiedersehen mit Autoren, z.B. Cees Noteboom, Harry Mulisch, Margriet de Moor, Connie Palmen, Willem Hermans u.a. Der Kinder- und Jugendbuchautor Bart Moeyaert leitet den Gastlandauftritt. Noch mehr erfahren wir im Buchreport Jg. 47, Nr. 10, Oktober 2016, S. 36-40 mit einem „Branchenüberblick“.

Buchstäblich erfassen kann man all diese Zeitungen. Sie werden einem von den vielen Messerepräsentanten freundlich in die Hand gedrückt usw. Information auf Schritt und Tritt! Früher mit Verlagsprospekten, Taschen, Give aways vollgepackt als Zeichen eines erfolgreichen Messetages kann man sich heute die Messetour dank Internetauftritten etwas leichter gestalten.

Vom Deutschen Buchpreis bis zum Friedenpreis des Deutschen Buchhandels
Auf die Messe einstimmen konnte man sich mit dem Deutschen Buchpreis, mit dessen Longlist und der viel diskutierten Shortlist , so auch im letzten Literarischen Quartett von Volker Weidermann mit seinen „Berufskolleg/innen“, mit der Verleihung des „Deutschen Buchpreises“ via Livestream. Ebenso live konnte man am Dienstagabend die Vorstellung der Nominierten und die Dankesrede des mit großer Spannung erwarteten Preisträgers, Bodo Kirchhoff,  aus dem Kaisersaal am „Schirm“ verfolgen. Die Lesungen des Preisträgers und der Nominierten auf der Messe finden Sie http://www.deutscher-buchpreis.de/lesungen.
Wer Buchmessegespräche mit Autoren und Autorinnen im Fernsehen erleben möchte, muss sich meistens auf sehr späte Sendezeiten einstellen. Aber es gibt heute viele mediale Alternativen, Schriftstelle/rinnen und ihre Werke kennen zu lernen. Autorenbegegnungen, -gespräche und  Lesungen, wie man sie auf der Messe an den Verlagsständen und/oder im Frankfurter Römer, Literaturhaus Frankfurt, in Buchhandlungen, der Stadtbücherei Frankfurt und an vielen anderen Leseorten in Frankfurt und Umgebung erleben kann, z.B. das Lesefest Open Books, sind durch nichts zu ersetzen.
Besonders beeindruckend ist für mich fast immer der Messeabschluss in der Frankfurter Paulskirche mit der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels im letzten Jahr an Navid Kermani, 2016 an die Publizistin Carolin Emcke für ihr couragiertes Eintreten „Gegen den Hass“. „Mit der Sorge kommt die Blindheit“ wurde sie im letzten Spiegel-Gespräch (DER SPIEGEL, Nr. 42, 15.10.16, S. 136-138)  vorgestellt. Am kommenden Sonntag, 23.10.16, 10.45 Uhr wird die Verleihung in der ARD aus der Paulskirche übertragen. Reden der Preisträgerin, Laudatorin Philosophin Seyla Benhabib u.a. werden im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels  usw. veröffentlicht. Bücher der Autorin sind in der Stadtbibliothek vorhanden, ihr jüngstes steht in Kürze zur Ausleihe bereit.

Was bietet die Buchmesse noch?
Die Buchmesse ist neben der Neuheiten- und Verlagsschau aus dem In- und Ausland immer mehr eine Informations- und Bildungsmesse zu folgenden Fokus-Themen:

Frankfurter Buchmesse, Fokus-Thmen 2016 (Zugriff 19.10.16)

Frankfurter Buchmesse, Fokus-Thmen 2016 (Zugriff 19.10.16)

Selbstverständlich gibt es auch in diesem Jahr zahlreiche Angebote für Migranten mit „Bücher sagen Willkommen“ mit Ansprechpartnern, Angeboten, Medienlisten usw.

 

16-10-19-fbm-fokus-2016

Frankfurter Buchmesse 2016 mit zahlreichen Angeboten für Migrant/innen (Zugriff 19.10.16)

 

Wo ist was?
Die Startseite der Messe bietet den Einstieg für Ticket-Kauf, Registrierung, Ausstellerkatalog, Veranstaltungskalender usw. Ein interaktiver Hallenplan gibt erste Orientierung für Literaturabteilungen, Verlagssuche usw. Nach der Registrierung können sich Besucher ihren eigenen Messe-Besuchsplan zusammenstellen. Das ist sehr zu empfehlen. So kann optimal seinen eigenen Zeit- und Wegeplan gewinnen. Natürlich kann man sich bei genügend Zeit einfach durch die Hallen „treiben“ lassen … Sehr praktisch ist die kostenlose Buchmesse-App für mobile Endgeräte.

Dort finden Sie auch die wichtigen Treffpunkte für Autoren, Verleger, Journalisten, Buchhändler, Bibliothekare, FaMIs u.a. Fachleute aus der Medienbranche zum Cafétrinken, Austausch und/ oder einfach mal kurz Hinsetzen (nach den vielen Hallenkilometern und Steh-ins an den Verlagsständen beim Zuhören, Sehen, Stöbern usw.).

Sie können sich die Messe auch auf geführten Touren im Überblick (mit Anmeldung) zeigen lassen!

Entgehen lassen sollten Sie sich nicht die Ausstellungen mit den Büchern des Deutschen Buchpreises sowie die sehr sehenswerten „Schönsten (deutschen) Bücher“ der Stiftung Buchkunst . Bibliophile Kostbarkeiten zum Anschauen und „Begreifen“, ein nicht alltägliches Erlebnis für Bücherfreunde“.

Es gäbe noch viel hervorzuheben …

Ob Leipzig und/oder Frankfurt, dezentrale Bücherschauen natürlich nicht zu vergessen, gönnen Sie sich dieses einzigartige Literatur-Lese-Erlebnis!

Annette Rugen





Ferienaktion für Flüchtlingskinder in der Stadtteilbibliothek Fallersleben

7 10 2016

Eine spannende Woche liegt hinter uns. Zum ersten Mal haben wir im Rahmen des Projektes „Reise um die Welt“, eine Aktion der Stadtbibliothek Wolfsburg und dem Lüneburgischen Landschaftsverband e.V., eine Ferienaktion gestartet, die sich speziell an Kinder im Alter von 3-10 Jahren mit Migrationshintergrund und Sprachbarrieren richtet.

3 Tage lang haben wir spannende Aktionen mit Kindern aus dem Flüchtlingsheim aus Fallersleben in der Stadtteilbibliothek durchgeführt.

Am Dienstag drehte sich alles rund ums Thema Farben. Durch ein kleines Farb-Memory-Spiel machten wir uns mit den Farben und Begriffen vertraut. Welche Farben kennen die Kinder? Welche Farbe haben bestimmte Gegenstände? Was sind unsere Lieblingsfarben? Und was passiert eigentlich, wenn wir bestimmte Farben miteinander mischen?

Weiter ging es mit dem Bilderbuchkino von Zilly, der Zauberin, die mit Hilfe von Farben ein wunderschönes Haus zaubern konnte.

Und da das Thema Farben uns den ganzen Tag lang begleitet hat, sind wir natürlich auch selbst tätig geworden. Es sind wunderschöne Taschen entstanden, die die Kinder auch gleich mitnehmen konnten.

20161004_124459

Und weil im Anschluss noch etwas Zeit war, wurde noch die „Reise nach Jerusalem“ gespielt.

Am Mittwoch wurde es dann „Tierisch in der Bibliothek“. Mit dem Sandtheater und der Geschichte von Axel Scheffler „Wo ist Mami?“ begaben wir uns in das Reich der Tiere. Ein Äffchen, das seine Mama verloren hat und ein Schmetterling, der nicht genau weiß, wie die Mama des Äffchens eigentlich aussieht, der aber unbedingt helfen möchte. Eine wunderschöne Geschichte, die bei den Kindern für viel Gelächter sorgte. Mit laminierten Figuren und einem Kamishibai-Theater haben die Kinder die Geschichte anschließend nachgespielt. Und man muss sagen, trotz kleiner Sprachbarrieren, hat das super geklappt und es ist erstaunlich, wie schnell sich Kinder fremde Begriffe merken können.

Anschließend ging es ans Basteln. Wir verwandelten uns alle in gefährliche Dschungeltiere, indem wir Masken gebastelt haben. Und als die Zeit zum Aufbruch kam, gab es ganz laute Proteste: „Oh nein, noch einmal das Spiel „Reise nach Jerusalem“!“ Na bei so viel Protest, kann man ja nicht NEIN sagen.

Am Freitag drehte sich dann alles um die Jahreszeiten. Was passiert in den einzelnen Jahreszeiten? Wie verändert sich die Natur? Was kann man in den verschiedenen Jahreszeiten unternehmen? Welche Feste feiern wir hier in Deutschland?

Mit der Klanggeschichte „Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da“ wurde die Geschichte von den Jahreszeiten mit dem Kamishibai-Theater erzählt. Dazu wurde auch gesungen und getanzt. Kreativ sind wir natürlich auch gewesen: Es entstanden kleine süße Laubigel.

Zum Abschluss der Ferienaktion gab es noch eine kleine Überraschung für die Kinder. Zusammen haben wir köstliche Waffeln gebacken und die waren super lecker!!!





Lernzentrum im Bildungshaus: Stadtbibliothek und Volkshochschule setzen erste Konzeptidee um

6 10 2016

Die erste Konzeptidee des Bildungshauses ist umgesetzt. Damit entwickelt sich die Stadtbibliothek zu einem aktiven Lernort. Am Dienstag dieser Woche verwandelte sich die sogenannten Kunstecke in der Zentrale in ein Lernzentrum. Äußerlich hat sich damit allerdings nicht gravierend viel verändert. Neu hinzu gekommen ist z. B. ein speziell aufs Deutschlernen abgestimmter DaF (Deutsch als Fremdsprache) – Medienbestand.

Bibliotheksleiterin Petra Buntzoll und Zentralbibliotheksleiter Thomas Krumpholz freuen sich auf das neue Lernzentrum

Bibliotheksleiterin Petra Buntzoll und Zentralbibliotheksleiter Thomas Krumpholz freuen sich über das neue Lernzentrum

Ansonsten ist die ca. 90qm große Fläche des neuen Lernzentrums flexibel zu nutzen. Zum  Beispiel für Teilnehmer der Volkshochschulkurse – insbesondere auch der Deutschkurse, die hier neben den DaF (Deutsch als Fremdsprache)– Medien über 10 Notebooks mit aktueller MS Office-Software verfügen.

Die Laptops können mit einem gültigen Bibliotheksausweis kostenlos zur Nutzung im Lernzentrum ausgeliehen werden und sind eingerichtet mit einer umfangreichen Linksammlung zum Deutschlernen. Weiterhin lassen sich über die Notebooks Programme zum Sprachtraining und zum Grammatiküben nutzen.

"Neuheiten" im Regal: DaF (Deutsch als Fremdsprache)

„Neuheiten“ im Regal: DaF (Deutsch als Fremdsprache)

 





Die nächste Woche im Überblick

23 09 2016

Samstag, 24. September, 10 – 15 Uhr

Heute holen wir unsere Kellerschätze ans Tageslicht! Ab 10 Uhr können Interessierte bei uns im Bibliotheksantiquariat Aalto-Libri und davor, unter den Arkaden des Alvar-Aalto-Hauses, ausgesonderte Medien aus dem Bestand der Stadtbibliothek zu einem geringen Preis erwerben.

Ausgesonderte Medien zu kleinen Preisen

Ausgesonderte Medien zu kleinen Preisen

Angeboten werden Medien aus den Sachbereichen Geschichte, Politik, Zeitgeschichte, Naturwissenschaften und Technik. Zusätzlich gibt es wieder jede Menge Romane und Kinderbücher.

 

Montag, 26. September, 10 Uhr

#MyEscape – Stadtbibliothek zeigt Dokumentarfilm über die Flucht von Syrien nach Deutschland

#MyEscape möchte in Erinnerung rufen, was die Gründe sind, warum Menschen nach Europa flüchten und was sie dafür auf sich nehmen.

Der Dokumentarfilm tut dies auf besondere Weise – ausschließlich mit Bildern, die Menschen aus Afghanistan, Eritrea und Syrien selbst auf ihrer Flucht aufgenommen haben, und erklärenden Interviews mit ihnen.

Mohammad Ghunaim

Mohammad Ghunaim. Foto: fernsehbüro GmbH Berlin

Vorgeführt wird der Dokumentarfilm von einem der Protagonisten aus #MyEscape, Mohammad Ghunaim, seinem Bruder Abdullah und zwei weiteren Unterstützern. Ein Jahr nach dem Beginn ihrer Flucht aus Syrien machten sie sich gemeinsam mit dem Fahrrad auf den Weg von Preußisch Oldendorf nach Berlin, um den Dokumentarfilm an verschiedenen Stationen zu präsentieren.

Und so beschreibt der 25jährige Mohammad Ghunaim den Beginn seiner gefährlichen Reise von Syrien nach Deutschland: „Beim letzten Schritt vor der Grenze schlägt das Herz so, als ob die Zeit still steht. Du hörst dein Herz klopfen – aus Angst vor der Zukunft, vor dieser Entscheidung. Du denkst: „Geh zurück! Mache diesen Schritt nicht.“ Auch wenn diese Situation ein Jahr her ist, so begleiten diese Erfahrungen Mohammad noch heute.

(Zentralbibliothek im Alvar-Aalto Kulturhaus, Porschestraße 51, Tel. 05361-28-2546)

 

Dienstag, 27. September, 17-18 Uhr

„Erste Hilfe Onleihe“

Mit praktischer Hilfe können Medien der Onleihe auf Ihren eReader, bzw. auf ein Smartphone, Tablet, Notebook heruntergeladen werden.

Die Onleihe auf dem Tablet

Die Onleihe auf dem Tablet

Melden Sie sich dazu einfach an unter Tel. 05361-28-2546 an. Nächste Termine im Oktober:  18. und 25. Oktober.

(Zentralbibliothek im Alvar-Aalto Kulturhaus, Porschestraße 51, Tel. 05361-28-2546)

 

Donnerstag , 29. September, 19 Uhr

Peter Weiss‘  „Die Ästethik des Widerstands“ und welche Rolle das Bild „Der Streik“ für die Ausbildung seiner widerständigen Ästhetik spielt

Martin Rector aus Hannover gibt einen Einblick in Peter Weiss‘ dreibändigen Roman „Die Ästhetik des Widerstands“ (1975-1981)

In seinem Vortrag versucht Rector zu zeigen, welche Funktionen das in dem Roman beschriebene Bild „Der Streik“ des deutsch-amerikanischen Malers Robert Koehler (1850-1917) für die Herausbildung von Weiss´ Vorstellung von einer widerständigen Ästhetik gewinnt.

Rolf Schnitger liest „Der Streik“ aus „Die Ästhetik des Widerstands“. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Wolfsburger Bibliotheksgesellschaft mit der Stadtbibliothek.

Der Eintritt ist frei.

 

Prof. Martin Rector

Prof. Martin Rector

Geb. 1944, Studium der Klassischen Philologie, Germanistik und Politologie in Tübingen, Hamburg und Berlin, Promotion FU Berlin 1974, Habilitation 1978 Uni Hannover. Von 1988 bis 2009 Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Leibniz Universität Hannover. 1991 Gastprofessor in Madison-Wisconsin, USA. 2002-2014 Koordinator der Autoren-Lesereise „LiteraTour Nord.“ Sprecher der Jury des „Hölty-Preises für Lyrik der Landeshauptstadt und der Sparkasse Hannover.“






Aufgeschnappt: Bibliotheken sind bei Flüchtlingen beliebt

26 04 2016

Auf den hohen Beliebtheitsgrad deutscher Bibliotheken bei Flüchtlingen wies gestern der BIB (Berufsverband Bibliothek e.V.) mit einer kleinen Presseschau hin. Ob es nun die Ruhe in Bibliotheken bzw. die Ausstattung mit Lern- und Arbeitsplätzen und freiem Internetzugang ist oder aber Medien- und Lernangebote wie „Deutsch als Fremdsprache“ und Offene Bücherschränke in Flüchtlingsunterkünften, die Flüchtlinge nutzen – in den unten aufgeführten Veröffentlichungen von Südwestpresse, Rheinischer Post und Kölner Stadtanzeiger wird klar, dass Bibliotheken als zentrale Orte auch ein zentraler Ort für Flüchtlinge geworden sind.

Hier ein kleiner Hinweis auf einige unserer Angebote in Wolfsburg:

„Offener Bücherschrank“(<–klicken) 

Kostenfreie Angebote zum Lernen der deutschen Sprache (<– klicken)