Kulturmitte – Das Planetarium und 10.000 VW Golf

19 04 2017

Jeder Wolfsburger kennt das Planetarium. Wir haben schon einige Artikel bezüglich des Planetariums hier auf unserem Blog veröffentlicht. Zentral gelegen an der „Kulturmeile“ Wolfsburg, zwischen Theater, CongressPark, Kunstmuseum und Alvar-Aalto-Kulturhaus ist es das perfekte Objekt für eine Kulturmitte.

Wussten Sie schon, dass das Planetarium mithilfe von VW Golfs finanziert wurde? Oder dass man sich im Planetarium trauen lassen kann?

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Die drei ??? im Planetarium

24 10 2016

Es ist schon wieder Montag, doch kein Grund betrübt zu sein, denn wir haben einen Freizeit Tipp für euch.

Im November und Dezember können wir uns auf Die drei ??? im Planetarium Wolfsburg freuen.

unbenannt

Copyright: Franckh-Kosmos Verlags GmbH & Co, KG, Titelillustration: Sylvia Christoph

Vorgeführt wird das Hörspiel „Das Grab der Inka-Mumie“. Geschaffen wird eine drei-dimensionale Klang-Atmosphäre im Planetarium.

Der Fall:
„Aus dem unterirdischen Schrein der Familie Paredes wurde eine Mumie gestohlen! Sofort machen sich Justus, Peter und Bob auf, das Rätsel hinter diesem Diebstahl aufzuklären. Wer steckt dahinter – und vor allem: Was hat der Täter mit seiner Beute vor? Bei ihren Ermittlungen treffen „Die drei ???“ auf geheimnisvolle Gestalten, die anscheinend nichts Gutes im Schilde führen. Oder will sie jemand nur auf eine falsche Fährte locken?“

Die Termine findet ihr hier -> http://www.planetarium-wolfsburg.de/131.0.html#c1560

Das Buch habe ich schon gelesen und fand es sehr spannend, also werde ich mir die drei ??? auf jeden Fall anhören!

Wenn ihr euch weitere Fälle der drei Detektive anhören/durchlesen wollt, kommt doch auch bei uns in der Stadtbibliothek Wolfsburg vorbei. 🙂

Marle Düring





Mehr Licht!? bei „Geist Gehirn Kunst“ – Stadtbibliothek, Planetarium und Kunstmuseum laden ein zur diesjährigen Veranstaltungsreihe

14 04 2014

Die seit über zehn Jahren in Wolfsburg und Umgebung bekannte Wissenschaftstrilogie „Geist und Gehirn“ wird in diesem Jahr am 7. (Kunstmuseum), 14. (Planetarium) und 21. Mai (Stadtbibliothek im Aaltohaus) jeweils mittwochs um 19 Uhr stattfinden.

Die Veranstalter sind neben der Stadtbibliothek Wolfsburg und der International Partnership Initiative (I. P. I), den Initiatoren der Reihe, das Wolfsburger Planetarium und seit letztem Jahr auch das Kunstmuseum Wolfsburg. Auf Grund der inhaltlichen Erweiterung um den künstlerischen Blickwinkel heißt die Veranstaltungsreihe, die im Jahr 2002 als „Geist und Gehirn“ gegründet wurde, nun „Geist Gehirn Kunst“.

Das diesjährige Motto von „Geist Gehirn Kunst“ lautet Mehr Licht!? Diese Worte soll Johann Wolfgang von Goethe auf seinem Sterbebett gesprochen haben. Was bedeutet Licht aus philosophischer und naturwissenschaftlicher Sicht für uns heute? Das Motto bietet wieder Anlass für spannende Betrachtungen aus verschiedenen Perspektiven und kontroverse Diskussionen. Dr. Dirko Thomsen, Volkswagen AG, führt durch die Reihe.
Den Auftakt macht das Kunstmuseum Wolfsburg am Mittwoch, 7. Mai 2014. Ausgehend von der vor einigen Jahren eigens für Wolfsburg geschaffenen Lichtinstallation „Bridget’s Bardo“ des amerikanischen Künstlers James Turrell werden Dr. Björn Egging, Kurator am Kunstmuseum Wolfsburg, und der Berliner Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Hartmut Böhme das breite Spektrum des Lichts in der Kunst analysieren.

Hartmut Böhme

Hartmut Böhme

Welche Auswirkungen die so genannte Lichtverschmutzung auf uns Menschen haben kann, wird eine Woche später, am Mittwoch, 14. Mai, Thema im Planetarium sein. Mit Hilfe moderner Projektionsstechnik demonstriert Isabell Schaffer, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Planetarium Wolfsburg, wie die nächtliche Erhellung insbesondere in Ballungsräumen das Erlebnis des klaren Sternenhimmels beeinträchtigen kann, bevor Dr. Wilhelm Martin, ehemaliger wissenschaftlicher Leiter des Planetarium, zur offenen Diskussion einlädt.

André Stern

André Stern

Um Helle Köpfe geht es zum Abschluss der Reihe am Mittwoch, 21. Mai in der Stadtbibliothek. Der Darmstädter Medienpädagoge Prof. Dr. Franz-Josef Röll und der Autor und Freibildungsexperte André Stern („Und ich war nie in der Schule!“) richten einen Lichtstrahl auf die aktuellen Fragestellungen der derzeitigen Bildungsdebatte: Wie wollen wir unsere Kinder zukünftig ins Leben gehen lassen, und warum und wie ist selbstgesteuertes Lernen auch mit dem Web 2.0 nötig und möglich?

Franz-Josef Röll

Franz-Josef Röll

Der Eintritt beträgt 8 Euro pro Veranstaltung (ermäßigt 6 E.). Anmelden kann man sich für die jeweiligen Veranstaltungen bei der Stadtbibliothek (Tel. 05361-282530, stadtbibliothek@stadt.wolfsburg.de), dem Kunstmuseum (Tel. 05361-26690), dem Planetarium (Tel. 05361-8999320, info@planetarium-wolfsburg.de) und in der KulturInfo im Aaltohaus (Tel. 05361 28-1575, kulturinfo@stadt.wolfsburg.de). Allgemeine Informationen zur Reihe gibt die Stadtbibliothek unter der Telefonnummer 05361-28-2857.

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„Von der Möglichkeit des Unvorstellbaren“ / Geist und Gehirn 2012 – der Auftakt im Planetarium

3 05 2012

Gestern Abend startete der Veranstaltungszyklus „Geist und Gehirn“, eine Kooperation von Stadtbibliothek und I.P.I. (International Partnership International) nun endlich in eine weitere Runde, dieses Mal im Planetarium Wolfsburg Geist und Gehirn 2012 im Planetarium - die Pforten öffnen sich
Das Gesamtmotto der Reihe „Die Evolution des Raumes“ untergliedert sich in drei Unterthemen, die an drei Abenden mit verschiedenen Referenten an drei unterschiedlichen „kuturellen Orten“ der Stadt behandelt werden (weitere am 9. im Aaltohaus und am 16. Mai in der Städtischen Galerie).  Den Auftakt gestalteten der Hausherr des Planetariums und Astrophysiker Dr. Wilhelm Martin und der junge Theologe und Alttestamentler aus Göttingen, Dr. Izaak J. de Hulster von der Georg-August-Universität.

Dr. Wilhelm Martin (links) und Dr. Izaak de Hulster (rechts)

Kulturdezernent Thomas Muth eröffnete den Auftakt-Abend mit dem Thema „Raum in der Physik – Raum im Glauben“

Kulturdezernent Thomas Muth

bevor Dr. Dirko Thomsen von der Volkswagen AG in die Vorträge des Abends einführte

Dr. Dirko Thomsen (links) neben Dr. Wilhelm Martin

Nachdem Martin eindruckvoll anhand des  Sternenhimmels an der Kuppel des  Planetariums in die Tiefen des Raumes  und die Zusammenhänge von Raum und Zeit eingeführt hatte, stellte de Hulster den Raum im Glauben dar und spannte einen Bogen von altorientalischen mesopotamischen Raumvorstellungen bis hin zur Gestaltung von Kircheninnenräumen in der Gegenwart. Auch de Hulster griff auf die technischen Möglichkeiten des Planetariums zurück, sodass man sich – eingehüllt in ein Himmelsuniversum – gut vorstellen konnte, dass es eine Nahtstelle zwischen Naturwissenschaft und Glauben geben muss. So wurden auch keine widerstreitenden Positionen, sondern unterschiedliche Blickwinkel oder Funktionen des Raumes vorgestellt und diskutiert.





Welcome to Wolfsburg – gut zu wissen, dass es die „Public Library“ gibt

17 07 2014
Willkommenstag

Auch für den Julius-Club wurde noch einmal kräftig die Werbetrommel gerührt

Volkswagen hatte am 11. Juli ausländische Mitarbeiter aus 23 Ländern und ihre Familien mit einem Willkommenstag im Planetarium in Wolfsburg begrüßt.  Beim Willkommenstag erhielten sie einen Überblick über Schul-, Kultur-, und Gesundheitsangebote in der Stadt.

Auch die Stadtbibliothek, dort angekündigt als „Public Library“  war mit einem Messestand vertreten. Flyer in verschiedenen Sprachen – Englisch, Spanisch und Französisch waren hier am meisten gefragt – boten Informationen zu allen Angeboten der Stadtbibliothek.

Ob Bilderbuchkino, Kamishibai  und Bücherzwerge für die Kleinsten, E-Ausleihe, die auf Tablets und E-Readern präsentiert wurde oder Library-Pressdisplay (ca. 2000 ausländische Zeitungen online) und Medien in verschiedenen Sprachen in der Spanischen Bibliothek in der Stadtteilbibliothek Westhagen oder der Zentralbibliothek – die Bibliothek hat eine Menge für ausländische Mitbürger zu bieten und hatte entsprechend viel zu zeigen. Da reichte der Platz am Stand kaum aus, um die Vielfalt der Möglichkeiten, die Besucher und Kunden der Stadtbibliothek haben, darzustellen.

Zum Willkommenstag waren nicht nur die ausländischen Mitarbeiter und deren Familien erschienen, sondern auch  Serviceanbieter und Multiplikatoren aus der Region, mit denen sich interessante Informationsgespräche ergaben.

Schwieger, Stadtbibliothek





„Geist Gehirn Kunst 2014“ – Abschluß in der Stadtbibliothek mit André Stern und Franz-Josef Röll – ein begeisternder Abend mit Visionen

22 05 2014

50 Gäste im Hörsaal des Aaltohauses und 30 im Hallenbad-Kino erlebten gestern einen sehr inspirierenden Tag, der ganz im Zeichen der Bildung und des Lernens stand. Im Rahmen von Geist Gehirn Kunst 2014 war der dritte und letzte Abend der Veranstaltungsreihe von Stadtbibliothek, Kunstmuseum, Planetarium und I.P.I. in diesem Jahr der Zukunft der Bildung gewidmet. Am Nachmittag zeigten wir mit Unterstützung unserer Bibliotheksgesellschaft und in Kooperation mit dem Hallenbad den Film „Alphabet“ und am Abend um 19 Uhr waren dann zwei richtig helle Köpfe zu Gast in der Stadtbibliothek im Aaltohaus.

Bibliotheksleiterin Petra Buntzoll eröffnet....

Bibliotheksleiterin Petra Buntzoll eröffnet….

Es war sehr spannend und ergreifend, die beiden Referenten zu sehen und zu hören, die für ihre Sache „brannten“. Professor Dr. Franz-Josef Röll als Soziologe und Medienwissenschaftler, der anhand seiner Biografie (kaufmännische Ausbildung, danach Promotion auf dem zweiten Bildungsweg) verdeutlichte, wie man die eigenen Potenziale auch abseits gängiger Bildungswege und -vorstellungen entfalten kann („Mit 24 konnte ich erhebliche Teile eines SPIEGEL-Artikels nicht verstehen, mit 30 habe ich Adorno gelesen!“) und  André Stern, der sich ohne jemals eine Schule besucht zu haben, spielerisch die Welt aneignete.

Professor Röll: Pädagogik der Navigation - selbstgesteuertes Lernen mit neuen Medien

Professor Röll: Pädagogik der Navigation – selbstgesteuertes Lernen mit neuen Medien

Und so kreiste auch die sich anschließende Diskussion oft um das Thema „Schule“. Was lernen wir in der Schule? Ist unser derzeitiges Bildungssystem  überhaupt geeignet, den individuellen Lernprozess von Kindern und Jugendlichen aktiv zu fördern oder werden tatsächlich nur die Vorstellungen und Erwartungen von Schule und Gesellschaft an die Schüler überprüft und bewertet? Und was bedeutet das für die Kreativität, die wir als Kleinkinder noch haben, die in den Folgejahren dann oft massiv eingeschränkt und ausgedünnt wird.

André Stern: Ökologie des Lernens - damit die Bildungslandschaft wieder blühtAndré Stern

André Stern: Ökologie des Lernens – damit die Bildungslandschaft wieder blüht

Röll und Stern gingen auch in der Abschlussrunde  mit dem Moderator Dr. Dirko Thomsen gut aufeinander ein und ergänzten sich. Da wo der eine – Stern – von seinen eigenen Erfahrungen berichtete und zwangsläuifig reduzierte, konnte der andere – Röll – strategisch weiter ausführen und einordnen, was entwicklungspsychologisch im Hintergrund passiert.

Dr. DirkoThomsen moderiert...

Dr. Dirko Thomsen, Volkswagen AG, moderiert…

 

Ein lehrreicher Abend auch für den Aufbau- und Entwicklungsprozeß der Wolfsburger Bildungslandschaft, da Begriffe wie lebenslanges-, informelles  und interinstitutionelles Lernen durch dieses beiden Akteure ganz konkret mit Leben gefüllt wurden.

 

Uwe Nüstedt

 

Hier weitere Fotoimpressionen vom Abend:

Vorbesprechung

Vorbesprechung

 

André Stern - Interaktion

André Stern – Interaktion

 

 

 

Franz-Josef Röll steht Rede und Antwort

Franz-Josef Röll steht Rede und Antwort

 

 

 

Diskussion mit dem Publikum

Diskussion mit dem Publikum

 

 

 

 

 





„Helle Köpfe“ – ein Abend zur Zukunft der Bildung / Film „Alphabet“ im Hallenbad

12 05 2014

Freibildungsexperte André Stern („Und ich war nie in der Schule“) und Darmstädter Medienpädagoge Prof. Dr. Franz-Josef Röll zu Gast in der Stadtbibliothek Wolfsburg

Im Rahmen der Reihe „Geist Gehirn Kunst 2014“ geht es am Mittwoch, 21. Mai, 19 Uhr  (Hörsaal 1, Alvar-Aalto-Kulturhaus, Porschestr. 51) darum, wie wir unsere Kinder zukünftig ins Leben gehen lassen wollen und warum und wie selbstgesteuertes Lernen auch mit dem Web 2.0 nötig und möglich ist.

Mit dem Darmstädter Medienpädagogen Prof. Dr. Franz-Josef Röll und Autor und Freibildungsexperte André Stern („Und ich war nie in der Schule!“) werden dann zwei wirklich „helle Köpfe“ einen Lichtstrahl auf die aktuellen Fragestellungen der derzeitigen Bildungsdebatte richten.

Um 15 Uhr am 21. Mai zeigen wir im „Hallenbad – Kultur am Schachtweg“ in Wolfsburg den Film „Alphabet“ von „We feed the world“-Regisseur Erwin Wagenhofer.

In diesem Dokumentarfilm ist André Stern einer der Akteure. Der Film widmet sich der Frage, was die Schule mit unseren Kindern macht. Und er sieht in Bildung den Schlüssel zu einer anderen Gesellschaft.

Hier ein Auszug aus dem Programm:

Pädagogik der Navigation – selbstgesteuertes Lernen mit Neuen Medien – Vortrag Prof. Dr. Franz-Josef Röll, Darmstadt

Unsere Mediengesellschaft befindet sich im Umbruch. Der bisher passive Konsument von Produkten und Dienstleistungen kann zum aktiven und mündigen Kommunikator werden. Die Web-2.0-Bewegung stellt die Partizipation der Nutzer in den Vordergrund. Kommunikationsformen wie Soziale Netzwerke (SNS) verkörpern eine neue Partizipationskultur, die nicht an reale Orte gebunden ist. Es ist zu vermuten, dass diese Entwicklung auch Auswirkungen auf die Pädagogik haben wird…. Die PädagogInnen der Zukunft werden weniger Vermittler von Wissen sein, eher werden sie zu Navigatoren, die zuständig sind für die Lernumgebung. Beispielhaft werden pädagogische Methoden vorgestellt, die sich der Herausforderung der digitalen Mediengesellschaft ressourcenorientiert nähern.

Franz-Josef Röll

Franz-Josef Röll

Damit die Bildungslandschaft wieder blüht – Ökologie des Lernens – Vortrag
André Stern, Paris

Wie wächst ein Kind unter den von der Hirnforschung als erstrebenswert dargestellten Bedingungen auf? Gibt es Lernen, Bildung und Erfolg abseits von Leistungsdruck? Was passiert, wenn man ein Kind ein Leben lang in seinem nativen Begeisterungszustand belässt? Wir haben darüber keine Kenntnisse aus erster Hand. André Stern war nie in der Schule, und seine Geschichte liefert Antworten auf diese Fragen. Eine Einladung zu weiteren Fragen und Reflexionen.

André Stern

André Stern

Anschließend Diskussionsmöglichkeit und Ausklang

Der Eintritt beträgt 8 Euro pro Veranstaltung (ermäßigt 6 E.). Anmelden kann man sich für die jeweiligen Veranstaltungen bei der Stadtbibliothek (Tel. 05361-282530, stadtbibliothek@stadt.wolfsburg.de), dem Kunstmuseum (Tel. 05361-26690), dem Planetarium (Tel. 05361-8999320, info@planetarium-wolfsburg.de) und in der KulturInfo im Aaltohaus (Tel. 05361 28-1575, kulturinfo@stadt.wolfsburg.de). Allgemeine Informationen zur Reihe gibt die Stadtbibliothek unter der Telefonnummer 05361-28-2857.

Uwe Nüstedt





Geist und Gehirn 2013 – „Die Evolution des Bewusstsein“ – ein Rückblick

1 06 2013

Erster Abend (15. Mai) – Bewusstseinsgenese im Planetarium

Den Auftakt im Planetarium bestritten der Astrophysiker Professor Dr. Dieter B. Herrmann aus Berlin und der Göttinger Theologe Professor Dr. Joachim Ringleben, die sich mit der Entstehung des Bewusstseins beschäftigten. Eröffnet wurde die Reihe von Oberbürgermeister Klaus Mohrs, der in seiner Ansprache darauf verwies, dass I.P.I. und Stadtbibliothek den Kreis der Veranstalter 2013 bereits zum zweiten Mal um andere kulturelle Einrichtungen in der Stadt erweitern.

Auftakt im Planetarium: (v.l.n.r.) Prof. Ringleben, Prof. Herrmann, Moderator Markus Kater v. d. Wolfsburger Nachrichten und Oberbürgermeister Klaus Mohrs

Auftakt im Planetarium: (v.l.n.r.) Prof. Ringleben, Prof. Herrmann, Moderator Markus Kater v. d. Wolfsburger Nachrichten und Oberbürgermeister Klaus Mohrs

Nachdem im letzten Jahr mit Stadtbibliothek, Planetarium und Städtischer Galerie die Runde zum ersten Mal erfolgreich ergänzt wurde, trat 2013 das Kunstmuseum an die Stelle der Städtischen Galerie. Als versierter Moderator konnte außerdem für alle drei Abende der Redaktionsleiter der Wolfsburger Nachrichten, Markus Kater, verpflichtet werden.

Während Professor Herrmann die 13,8 Milliarden Jahre währende Geschichte des Universums innerhalb von 20 Minuten referierte und dabei die relativ neue Full Dome-Technik des Planetariums zur Präsentation nutzte, hörten wir als zweiten Referenten den Göttinger Theologen Professor Joachim Ringleben, der lediglich mit einem handschriftlichen Manuskript ausgestattet (Vortragstext Prof. Ringleben), die These entwickelte, dass ein Bewusstsein ohne Sprache und demzufolge ohne die Möglichkeit, von sich selbst als einem Ich zu sprechen, nicht vorstellbar wäre. Das rief einige Tierliebhaber aus dem Publikum auf den Plan, die dadurch ihre Haustiere eines Bewusstseins beraubt sahen.

Oberbürgermeister Klaus Mohrs eröffnet "Geist und Gehirn 2013"

Oberbürgermeister Klaus Mohrs eröffnet „Geist und Gehirn 2013“

Die sich anschließende lebhafte Diskussion zwischen Referenten und Publikum war ein kleiner Vorgeschmack auf den folgenden Abend im Aaltohaus, den wir als Stadtbibliothek organisiert hatten, denn es ging lebhaft weiter!

Zweiter Abend (22. Mai) – Prima leben ohne Privatsphäre oder Verdummen 3.0?

Der zweite Abend war ein Abend wie gemacht für eine Institution der Wissensvermittlung, die eine Bibliothek ja ist. Dafür hatten wir zwei Referenten eingeladen, die unterschiedlicher nicht sein konnten: Markus Reiter, Medienberater aus Stuttgart, mit einer dezidiert kritischen Sicht auf die aktuellen Ausformungen des Internets und Christian Heller aus Berlin, der die Möglichkeiten des Netzes, insbesondere der Sozialen Netzwerke (Demokratisierung, Teilhabe an der Wissensproduktion, Open-Data etc.) positiv bewertete. Eröffnet wurde der zweite Abend im Aaltohaus von Geschäftsbereichsleiterin Kultur, Frau Dr. Schneider-Bönninger.

"Post-Literacy oder Post-Privacy"? Dr. Schneider-Bönninger eröffnet den zweiten Abend

„Post-Literacy oder Post-Privacy“? Dr. Schneider-Bönninger eröffnet den zweiten Abend

Reiters These, dass das Netz die soziale Selektion eher noch verschärfe, in dem sich eine digitale Elite herausbilde, die die Mehrheit der eher passiven Internetnutzer abhänge, konnte Christian Heller, der seinen Alltag sehr ausführlich online in einem selbst gestrickten Wiki dokumentiert, nicht direkt widerlegen.

Christian Hellers Wiki-Notizen Wolfsburg betreffend

Christian Hellers Wiki-Notizen Wolfsburg betreffend

Einigkeit herrschte dann darin, dass man sich nicht durch die großen Konzerne wie Google und Facebook entmündigen lassen, sondern auf freie Systeme setzen müsse. Auf die Frage, wie man möglichst viele Menschen zu aktiven Gestaltern der digitalen Gesellschaft machen könnte, antwortete Markus Reiter, die gesellschaftlichen Bildungsstrukturen müssten gestärkt und die Menschen zu eigenverantwortlichen, kritischen Anwendern gemacht werden.

Diskutieren mit Markus Reiter (li.) und Christian Heller (re.)

Diskutieren mit Markus Reiter (li.) und Christian Heller (re.)

Und Christian Heller plädierte als Verfechter von „selbstgebauten Lösungen“ dafür, sich Grundkenntnisse in Informatik anzueignen, „damit wir uns unser eigenes Facebook bauen können“.

Dritter Abend (29. Mai)– Kunst oder künstlich im Kunstmuseum?

Der abschließende Abend im Kunstmuseum war der Kunst bzw. dem Künstlichen gewidmet. Das Kunstmuseum hatte zu diesem Zweck Professor Dr. Rolf Pfeifer vom Labor für künstliche Intelligenz an der Universität Zürich nach Wolfsburg eingeladen, der sich gemeinsam mit Dr. Björn Egging, dem neuen Kurator am Kunstmuseum, mit der Frage beschäftigte, ob und inwieweit ein menschlicher, bewusster Geist unabdingbar für das Schöpfen eines Kunstwerkes sei.

Prof. Rolf Pfeifer, Leiter des Labors für künstliche Intelligenz an nder Uni Zürich

Prof. Rolf Pfeifer, Leiter des Labors für künstliche Intelligenz an der Uni Zürich

So zeigte Professor Pfeifer einige Beispiele von musizierenden oder sonstwie künstlerisch agierenden Robotern, die nach Pfeifers Auffassung demonstrieren, dass ein Gehirn, ein menschliches Bewusstsein, nicht zwangsläufig die Voraussetzung von künstlerischer Aktivität ist, sondern dass vielmehr der spezielle Aufbau und die Struktur des Bewegungsapparates im Zusammenspiel mit bestimmten Materialien Ergebnisse hervorbringt, die sich von der Kunst realer Menschen nicht unterscheiden lasse.

Neu im Kunstmuseum: Dr. Björn Egging

Neu im Kunstmuseum: Dr. Björn Egging

Dr. Egging brach immer wieder eine Lanze für die Einzigartigkeit eines human geprägten Konzeptes in der Kunst und eine Frage zum Ende der Diskussion „ob man sich denn vorstellen könnte, dass Roboter in einigen Jahren Ideen und Wertvorstellungen wie die der Französischen Revolution „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ hervorbringen könnten, zeigte, dass wir uns im Grunde auch nicht vorstellen mögen, dass der Mensch und sein Bewusstsein irgendwann nicht mehr den Stellenwert haben könnten, den wir gern als gesetzt annehmen.

Uwe Nüstedt





Geist & Gehirn 2013 – „Die Evolution des Bewusstseins“

3 05 2013

… Ring frei für Runde zwölf – der Verein I.P.I. und die Stadtbibliothek Wolfsburg  bieten seit 2002 mit ihrer jährlich stattfindenden Vortragsreihe „Geist & Gehirn“  Abendunterhaltung, die zum Nachdenken anregt.

Für konstruktiven Diskussionstoff ist auch 2013 gesorgt: Zwei renommierte Referenten aus so unterschiedlichen fachlichen Domänen wie Natur– und Kulturwissenschaften oder Theologie diskutieren ein kontroverses Thema. Ungefähr eine halbe Stunde erhält jeder der Vortragenden, um den Zuschauern seinen Standpunkt deutlich zu machen. Gegen Ende der Vorträge bleibt wie gewohnt Gelegenheit für Rückfragen und auch zum Dialog mit den Referenten.

In diesem Jahr widmet sich die Vortragsreihe der menschlichen Identität: An drei Mittwochabenden im Mai wollen das Planetarium, die Stadtbibliothek und das Kunstmuseum zusammen mit ihren Referenten versuchen, die „Evolution des Bewusstseins“ in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nachzuzeichnen; Karten erhalten Sie für jeweils 8 € an der Abendkasse.

1) Vergangenheit – Genese des Bewusstseins

Mittwoch, 15. Mai, 19 Uhr (Planetarium Wolfsburg)

PLANETARIUM

Den Anfang macht das Planetarium mit den Referenten Joachim Ringleben (li.) und Dieter Hermann (re.)

Bei der Auftaktveranstaltung zu Geist & Gehirn 2013 treffen Joachim Ringleben, Theologe, und Dieter Hermann, Diplom-Physiker, im Planetarium aufeinander. Die zwei Professoren erörtern nicht nur die Entstehung und Entwicklung des menschlichen Bewusstseins aus der Perspektive von Wissenschaft und Religion,  sondern diskutieren auch die Zusammenhänge mit dem menschlichen Gehirn sowie die mögliche Existenz von fremdem intelligenten Leben im All.

Wie entstand das menschliche Bewusstsein? In welchem Zusammenhang steht es zum Gehirn und inwieweit wird es von diesem beeinflusst?

2) Gegenwart – Post-Literacy oder Post-Privacy

Mittwoch, 22. Mai, 19 Uhr (Alvar-Aalto-Kulturhaus)

AAK

Die zweite Veranstaltung findet im Aaltohaus statt.  Die Vortragenden: Christian Heller (li.) und Markus Reiter (re.)

Das Internet – von den Einen geliebt und als Revolution des Informationswesens angepriesen, von den Anderen wiederum verteufelt und als Ende der herkömmlichen Printmedien verschrien. Was aber stimmt? Über dieses Thema lassen sich Markus Reiter, Journalist und Schreibtrainer, und Christian Heller, Webblogger und Medienpädagoge, bei der zweiten Veranstaltung im Alvar-Aalto-Kulturhaus aus.

Wie verändert das Internet unser Gehirn? Entspricht seine jetzige Form der aktuell höchsten Stufe unserer geistigen Möglichkeiten oder wird es die gesellschaftliche Kluft zwischen Privilegierten und Benachteiligten in der digitalen Gesellschaft weiter vergrößern?

3) Zukunft – Kunst und Künstlich

Mittwoch, 29. Mai, 19 Uhr (Kunstmuseum Wolfsburg)

KUNSTMUSEUM

Den Abschluss der Reihe bildet die dritte Veranstaltung im Kunstmuseum mit Rolf Pfeiffer (li.) und Björn Egging (re.)

Keine Frage, künstliche Intelligenz ist mit Sicherheit ein Thema der Zukunft. Mit Rolf Pfeiffer, Professor für Computerwissenschaften und Biorobotik, hat das Kunstmuseum einen Experten auf diesem Gebiet gewinnen können. Beim dritten und letzten G&G-Vortrag 2013 wird ihm Björn Egging, Kurator des Kunstmuseums, über die zukünftige Bedeutung von künstlicher Intelligenz für die freie Kunst auf den Zahn fühlen.

Welche neuen Formen von künstlicher Intelligenz gibt es und wo sind deren Schnittstellen zur Kunst? Welche Bedeutung hat freie Kunst in einem posthumanen Zeitalter?

Wir freuen uns auf drei spannende Abende. Diskutieren Sie mit uns und den Referenten über die verschiedenen Aspekte unseres Bewusstseins.

VJ & RB





Geist und Gehirn – dritter Teil „RAUMLABOR“ mit Mischa Kuball im Schloss

18 05 2012

Zum dritten und letzten Teil der Veranstaltungsreihe „Geist und Gehirn – Die Evolution des Raumes“ kamen am Mittwoch rund 50 Gäste im Gartensaal des Schlosses zusammen, um den Düsseldorfer Lichtinstallationskünstler Mischa Kuball zu hören. Das Motto des Abends lautete „RAUMLABOR“.

Mischa Kuball

Da die zweite Referentin des Abends, die Neuropsychologin Irene Daum, kurzfristig absagen mußte, sprach Kuball als einziger Referent des Abends zum Thema „Public Lab – Interventionen im öffentlichen Raum“

Kuball, der am 5. Mai seine Ausstellung „Public Preposition – Fieses Licht“ in der Städtischen Galerie eröffnete (noch bis 2. September), stellte einige seiner Projekte vor, die allesamt mit einem „Eingreifen“ in den öffentlichen Raum zu tun haben. Bei dieser Form der Intervention handelt es sich immer um Licht, spezielle Lichtinstallationen, die für eine andere, auch bewußtere Wahrnehmung des öffentlichen Raumes durch „seine Bewohner“ sorgen.

Mischa Kuball - performativer Vortrag

Die Reaktion auf die Lichtinstallationen stellte Kuball als einen daraus resultierenden sozialen und politischen Prozess dar. „Alles, was sich in der Stadt bewegt, ist öffentlich. Alle, die sich in der Stadt bewegen, sind öffentlich. Jede Geste in der Stadt ist politisch!“

Brigitte Digel von der Städtischen Galerie hatte in ihrer Einführung nochmals den roten Faden gespannt, der sich inhaltlich durch die „Geist-und-Gehirn“- Veranstaltungen 2012 schlängelte, angefangen vom Auftakt im Planetarium (Raum in der Physik / Raum im Glauben), über die „Lernwelten“ im Aaltohaus bis hin zum RAUMLABOR im Schloss. Digel beschrieb weiterhin das Selbstverständnis der Städtischen Galerie als „lebendiges Museum“ und moderierte im Anschluss die Fragen, die das Publikum stellte.

Brigitte Digel und Mischa Kuball

Was bleibt abschließend zu sagen? Ein großer Dank allen Referenten, die hier in den letzten Wochen schon desöfteren im Biblioblog erwähnt wurden, Herrn Dr. Wass und Frau Bock von I.P.I. (International Partnership Initiative), dem Planetarium Wolfsburg mit Dr. Wilhelm Martin, Nadine Sandke, Sascha Kriegel und Dirk Schlesier und der Städtischen Galerie mit Brigitte Digel und Professor Dr. Susanne Pfleger.

Performativ - haben Sie eine Botschaft?

Uwe Nüstedt