Kulturmitte – Buch vs. Verfilmung

13 09 2017

Viele Bücher werden heutzutage verfilmt. Doch wie oft beklagen sich Fans des Romans im Nachhinein über die schlechte Umsetzung auf der Kinoleinwand? Deswegen möchte ich heute ein paar der seltenen Verfilmungen vorstellen, die tatsächlich der Buchvorlage gerecht werden, oder sie vielleicht sogar übertreffen.

 

Rubinrot: Ein deutscher Roman, der zu Abwechslung mal eine sehr gelungene und hochwertige Verfilmung mit sich brachte. Die Kostüme sind fabelhaft und ergeben zusammen mit den perfekt gewählten Drehorten wunderschöne Bilder. Wer spannende Zeitreisen und eine wirklich süße Romanze mag, dem ist dieser Film nur zu empfehlen (aber natürlich erst, nachdem das entsprechende Buch gelesen wurde).

 

Der Hobbit und Der Herr der Ringe: Diese zwei gigantischen High-Fantasy Buchreihen wurden natürlich auch irgendwann verfilmt und gehören mittlerweile zum klassischen Filmrepertoire. Die epischen Schlachten sehen auf der großen Leinwand gleich noch viel epischer aus. Die elbischen Gesänge hören zu können, fügt noch ein ganz eigenes Feeling zum Literaturgenuss hinzu und der Drache, der den Schatz der Zwerge bewacht, wurde äußerst lebensecht animiert. So lebensecht, dass ein erwachsener Mann neben mir im Kinosaal erschrocken aufsprang, als der Drache per 3D-Effekt auf uns zu flog.

 

Sherlock Holmes: Zu Sherlock Holmes gab es schon viele Verfilmungen und mein persönlicher Liebling ist die BBC-Serie „Sherlock“. Nie haben Schauspieler besser in eine Rolle gepasst, als Benedict Cumberbatch in Sherlock Holmes und Martin Freeman in John Watson. Das moderne London, die spannenden Kriminalfälle in Filmlänge, ein langer roter Faden, schockierende Plot Twists und der geniale Verstand von Holmes. Was wünscht man sich mehr?

 

Narnia: Bei Narnia spalten sich die Geister. Manche finden die Verfilmungen ganz schrecklich und andere lieben sie. Ich gehöre zu Letzteren. Vieles wurde einfach richtig gemacht. Aslan als mächtiger Löwe mit dunkler Stimme, die vier Geschwister perfekt gecastet, all die wunderlichen Wesen und wunderschönen Orte in Narnia. Es ergibt ein märchenhaftes Gesamtbild. Musikalisch hinterlegt musste selbst ich zwischendurch das ein oder andere Tränchen verdrücken.

 

Harry Potter: Ich glaube zu dieser Reihe muss man nicht viel sagen. Jeder kennt sie und jeder liebt sie. Magisch, wunderbar und inzwischen ein Klassiker der Literatur und Filmindustrie. Wer aber nur die Filmreihe gesehen hat und die Bücher nicht kennt, rate ich dringend dies nachzuholen. Obwohl beide Varianten sehr gelungen sind, fehlen viele Details und Dialoge des Originals im Film.

 

Das Lied von Feuer und Eis: Keine Serie ist aktuell von größerer Beliebtheit, als Game of Thrones. Leser der Romanvorlage wissen, dass die Serie in vielen Aspekten einen vollkommen anderen Handlungsstrang entworfen und Geschehnisse verändert hat. Aber das macht die ganze Geschichte noch um einiges spannender (und auch frustrierender)! Für mich war es immer ein Wunsch Daenerys mit ihren Drachen in Lebensgröße sehen zu können und glauben Sie mir – es lohnt sich!

 

Der Marsianer: Dieser Film ist eines der Einzelexemplare, das mir sogar besser gefallen hat, als die Buchvorlage. Die einsame und konfliktbeladene Stimmung auf dem Mars konnte durch visuelle Bilder und Musikhinterlegung perfekt eingefangen und sogar perfektioniert werden. Filmtechnisch unglaublich hochwertig produziert und mit Matt Damon in der Hauptrolle ein wirklich beeindruckendes Endergebnis. Der Film ist praktisch ein Kunstwerk für sich.

 

Tribute von Panem: „Ich melde mich freiwillig!“ Jedem, der die Filmreihe kennt, hängt dieser Ausruf von Katniss (wunderschön gespielt von Jennifer Lawrence) noch immer in den Ohren. Die Dystopie wurde auf der Leinwand inhaltlich verkürzt, aber mit hoher Qualität produziert. Den ganzen Film über ist die eigene Anspannung so groß, das man das Gefühl bekommt selbst in der Arena um sein Leben zu kämpfen.

 

All diese Bücher und Filme können natürlich hier in der Stadtbibliothek ausgeliehen werden. Lesen Sie erst das Buch oder schauen Sie gleich den Film? Und haben Sie sich auch schon einmal über eine schlechte Buchadaption aufgeregt?

lka


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