Kulturmitte – Abkühlung an heißen Tagen

28 06 2017

Der Sommer ist nun endlich konstant (von ein paar kleinen Ausnahmen abgesehen) da und erfreut uns mit warmen Temperaturen und viel Sonne. Da kommt doch eine kleine Abkühlung ganz recht. Aber diesmal in Form eines Buches. Also ab auf „Terassien“ oder „Balkonien“ mit einem kalten Drink und diesem Buch. Oder packen Sie es für Ihren Urlaub ein!

„White Zone – Letzte Chance“ von Katja Brandis

„Nicht abgeschlossen, diese Tür. Ich könnte einfach so gehen, wenn ich wollte. Halb erwarte ich, dass irgendjemand mich zurückreißt, mich anschreit, Ermahnungen auf mich niederprasseln lässt. Nichts. Martin hat recht, von hier kann man nicht fliehen. Nicht, wenn einem sein Leben lieb ist.“

In der Antarktis, 2030: Sechs vorbestrafte Jugendliche und ein Betreuer. Der Aufenthalt in einer abgewrackten Forschungsstation ist ihre letzte Chance, das Leben in den Griff zu kriegen. Was sie daraus machen führt sie an den Rand einer Katastrophe…

Bei diesem Buch wird es Ihnen eiskalt den Rücken runterlaufen. Aber nicht aufgrund eines plötzlichen Temperatursturzes, sondern wegen der Skrupellosigkeit dieser Utopie.

Aber beginnen wir erstmal ganz gesittet. Das Buch wird aus der Sicht der 17 –jährigen Crash (nicht 19 Jahre, wie auf manchen Internetseiten geschrieben wird) geschildert. Jedoch werden auch Passagen aus der Perspektive von anderen Charakteren geschildert. Crashs Perspektive überwiegt jedoch und besitzt auch am meisten Details.

Crash hat sich diesen Spitznamen durch ihre Vorstrafen verdient, Autos zu Schrott fahren. Wie es dazu kam, wird im Buch nach und nach geklärt.

Ich bin gut in das Buch reingekommen, (Kennen Sie diese Bücher wo man sich erstmal 50 Seiten reinlesen muss? Ja? Nervig! War hier nicht so.) es war spannend. Nach zwei Dritteln war jedoch die Lösung einer der größten Handlungsstränge absehbar, wodurch einiges an Spannung verloren ging und auch mein „Weiterlesen-Wollen-Gefühl“ abnahm.

Nachdem man aber dieses Tief überwunden hat, ging es spannend weiter bis zum Schluss.

Nettes Extra: Ein Glossar am Ende des Buches

Insgesamt hat das Buch doch so einige überraschende Wendungen, zumindest aus meiner Sicht. Schade fand ich, dass nicht alle Handlungen bzw. Andeutungen aufgelöst oder logisch beendet werden. Auch nach dem Epilog waren bei mir noch ein paar Fragen offen.

Dennoch ein gutes Buch, welches ein wichtiges, reales Thema behandelt: Den Schutz der Arktis. Es wird eine Utopie gemalt, wo die Arktis nicht mehr geschützt ist und die ist nicht erstrebenswert. Allein deshalb ist das Buch lesenswert!

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Lesesommer! (Apropos Lesesommer, hier geht es zum Julius Club)

Pauline Kölsche


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