Kulturmitte – Ab in die Steinzeit

3 05 2017

Haben Sie Lust auf einen Ausflug in der Umgebung? Etwas, was man sowohl bei gutem als auch bei schlechtem Wetter genießen kann? Für Groß und Klein geeignet?

Dann besuchen Sie doch mal das Paläon in Schöningen! Ich berichte gerne von meinem Besuch.

Das Paläon ist ein Forschungs- und Erlebniszentrum, welches wunderschön, wenn auch ein wenig abseits, gelegen ist. Grund für diese Lage ist der Braunkohle-Abbau in unmittelbarer Nähe. Denn hier wird bzw. wurde nicht nur Braunkohle abgebaut, sondern auch Rettungsgrabungen durchgeführt. Hier fand der Archäologe Dr. Hartmut Thieme 1994 die bekannten Schöniger Speere gemeinsam mit etlichen Wildpferde Knochen.

Der Fund mehrerer vollständig erhaltener Holzartefakte aus der Altsteinzeit ist eine Weltsensation, mit einem Alter von etwa 300.000 Jahren sind sie die bisher ältesten erhaltenen Jagdwaffen der Menschheit.

Des Weiteren kann man in Schöningen den Spuren des Homo heidelbergensis auf den Grund gehen, nachvollziehen wie und wo unser Vorgänger gelebt und gejagt hat.

Mein erster Eindruck vom Gebäude: Oh hier haben sich die Architekten vom Phaeno und der Auto Uni zusammengesetzt. Auch drinnen setzte sich dieser Eindruck fort: viel unverputzter Beton und Fenster in unmöglichen Formen.

Seinen Weg beginnt man in der zweiten Etage, hier befinden sich die Dauerausstellung und die Sonderausstellung. Die Sonderausstellung war über Säbelzahnkatzen. Ja es heißt Katzen, Tiger sind aus einer anderen Linie entstanden.

Diese fand ich sehr schön, alles war anschaulich erklärt, viele Bilder und auch ausgestopfte Tiere zum Betrachten (das hört sich so makaber an, war es aber nicht). Besonders toll: es gab eine Station die die Kieferkraft verdeutlichte. Hier musste man zwei Griffe zusammendrücken, die V-förmig angebracht waren, und es wurde einem die Kraft in Kilogramm angezeigt. Ich kam auf rund 120 kg, was wohl gar nicht so schlecht ist, da ich Männer sah, die es im Vergleich auf „lediglich“ 140 kg brachten.

Gegen die Raubkatzen war diese Kraft aber geradezu lachhaft.

Nach der Sonderausstellung ging es dann in die Dauerausstellung. Hier war es erstmal deutlich heller und alles ganz anders aufgebaut.

Man erfuhr auch hier viel über die Funde in Schöningen und konnte viel ausprobieren. Zum Beispiel wurde an eine Wand eine Karte des Gebietes angeworfen und man konnte, mit Hilfe einer Fußleiste, bestimmte Funde, wie Tierknochen, Speere etc. aufleuchten lassen.

Hiernach ging es in den ersten Stock, wo sich die Labore befinden, wo man alleine forschen kann. Diese ließen wir aber relativ schnell hinter uns, da uns der Hunger trieb.

Das Restaurant bzw. Bistro ist ebenfalls empfehlenswert, es bietet Gerichte aus Lebensmittel aus regionalem Anbau, frisch und mit Liebe zubereitet, an.

Nach der Stärkung ging es dann auf das Außengelände. Zurzeit ist dort das Sommercamp aufgebaut, wo man Speerwerfen und Bogenschießen ausprobieren kann.

Des Weiteren wohnen vier Przewalski Pferde auf dem Gelände und nachdem wir dann den Rundlauf über das Gelände beendet hatten (wo es auch wieder viele Mitmach-Möglichkeiten gab) ging es in einer schönen Dörfer-Tour wieder Richtung Heimat.

Also wenn die langen Wochenenden kommen: Besuchen Sie doch mal das Paläon!

Pauline Kölsche


Aktionen

Information

One response

30 07 2017
Sabrina

Wir haben auch im Mai das Paläon besucht und den ersten Eindruck zum Gebäude kann ich nur bestätigen. Mit Kindern ist besonders das Sommercamp eine Attraktion https://sabrina-wohlfeil.de/de/blog/2017/07/30/steinzeit/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: