Kulturmitte – Das Planetarium und 10.000 VW Golf

19 04 2017

Jeder Wolfsburger kennt das Planetarium. Wir haben schon einige Artikel bezüglich des Planetariums hier auf unserem Blog veröffentlicht. Zentral gelegen an der „Kulturmeile“ Wolfsburg, zwischen Theater, CongressPark, Kunstmuseum und Alvar-Aalto-Kulturhaus ist es das perfekte Objekt für eine Kulturmitte.

Wussten Sie schon, dass das Planetarium mithilfe von VW Golfs finanziert wurde? Oder dass man sich im Planetarium trauen lassen kann?

Das Wolfsburger Planetarium wurde am 1. Dezember 1983 eröffnet und zählt zu den zehn größten Planetarien Deutschlands.

Unter der 15 Meter großen Kuppel (im Durchmesser) finden rund 140 Personen Platz.

Hier wirft ein zentraler Projektor Sonne, Mond, Planeten und über 9000 Sterne unter das Kuppeldach, so dass für den Betrachter der realistische Himmelseindruck einer sternenklaren Nacht ohne Lichtsmog entsteht.

Finanziert und möglich wurde der Bau des Planetariums durch einen 1977 geschlossenen Vertrag zwischen der Volkswagen AG und der DDR. VW lieferte 10.000 Golf an die DDR und bekam dafür den Planetariumrohbau und einen Planetariumprojektor der Firma Carl Zeiss  im Wert von 1,5 Millionen DM.

Der Grundstein wurde 1981 gelegt, die Einweihung fand 1983 statt.

Das Planetarium war ein Geschenk anlässlich des 40. Gründungsjubiläums von dem Automobilkonzern an die Stadt.

Ursprünglich war geplant, ein Wasserbecken zu errichten, in dem sich die Kugel des Planetariums spiegelt, aus Kostengründen wurde dies jedoch bis heute nicht realisiert.

Der erste Planetariumprojektor war das Modell Spacemaster mit einer Mikrorechnersteuerung von dem Unternehmen Carl Zeiss. In seiner Laufzeit von 1983 bis 1996 absolvierte er rund 10.000 Vorführungen mit etwa 650.000 Besuchern.

1996 modernisierte man auf den Typ Starmaster. Dies war das erste Exemplar einer neuen Generation von Carl-Zeiss-Projektoren, ein Mittelplanetarium mit Faseroptik-Projektoren. Außerdem verfügt die Anlage gegenüber dem Vorläufermodell über Video- und Dia-Projektionssysteme sowie Digitalton.

Im Sommer 2008 erhielt der Kuppelraum eine neue Bestuhlung. Auch die Ausrichtung der Kuppel wurde hierbei verändert. Das Vorführpult, das in seiner Lage unverändert blieb, befindet sich nun im Osten, statt wie auf der Nordhalbkugel normalerweise üblich im Norden.

2010 rüstete das Planetarium auf die Fulldome-Projektionstechnik um und verfügt damit als erstes Planetarium der Welt über die entsprechende Technik von Carl Zeiss.

Im Jahre 2012 wurde dann mit Unterstützung Wolfsburg AG im Foyer ein Weltraumlabor eingerichtet. Hier können die Besucher an fünf in der Wand montierten Touchscreens und einem großen „Touchtisch“ Informationen über astronomische Themen und das Planetarium abrufen, ein Quiz spielen sowie das Sonnensystem und die Planeten selbstständig erkunden.

Das Konzept hierzu stammt von Volke Kommunikationsdesign, welche auch das Foyer damit ausbauten.

An jedem letzten Donnerstag eines Monats um 19:30 Uhr findet die Veranstaltung „Der Sternenhimmel – Live“ statt, bei dem zwei Moderatoren auf die Himmelsereignisse und Sternbilder des folgenden Monats eingehen.

Dabei werden sowohl der Starmaster als auch die Fulldome-Technik eingesetzt. Man darf jederzeit Fragen stellen, auf die dann eingegangen wird.

Zum weiteren Angebot des Planetariums gehören auch populärwissenschaftliche Vorträge zu astronomischen Themen.

Auf Wunsch des Oberbürgermeisters der Stadt Wolfsburg haben Schulklassen von Wolfsburger Schulen und Wolfsburger Kindergartengruppen bis auf Widerruf freien Eintritt zu den Schulveranstaltungen. Dies gilt seit dem 13. März 2010.

Wann waren Sie zuletzt in einem Planetarium?

Pauline Kölsche


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