Kulturmitte – Leipziger Buchmesse 2017: Was gibt es Neues?

22 03 2017

Besuche der Leipziger Buchmesse in den gläsernen Messehallen liegen für mich schon einige Jahre zurück. Ich kenne auch noch die alten Messehallen in der Innenstadt, Buchmesse mitten in der Stadt war schon etwas ganz Besonderes.
Die Frankfurter Buchmesse im Oktober jeden Jahres habe ich dagegen viel regelmäßiger besucht und die Veränderungen in Auftritt, (Bildungs-) Angebot, Gastland, Schwerpunktthemen usw. miterleben können.

Jetzt zieht es mich aber wieder in die sächsische Metropole. Vergleichen möchte ich die beiden herausragenden Buchmessen in Deutschland sowieso nicht.
Jede Messe hat ihre eigene Authentizität.

Leipziger Buchmesse, Zugriff 22.3.17

  • Was ist das Besondere an der Leipziger Buchmesse?
  • Was ist neu in diesem Jahr?

Die Leipziger Buchmesse steht für Literatur-Neuerscheinungen in „Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung“. Dafür wird der jeweilige Leipziger Buchpreis verliehen. Das kann der Besucher am Donnerstag, 23. März 2016, ab 16 Uhr direkt in der Glashalle miterleben oder im Livestream On Air mitverfolgen. Dabei ist die An-Spannung nicht nur bei den Nominierten quasi fühlbar. Welche Autoren und Bücher von der Fachjury ausgewählt wurden, können Sie hier nachlesen bzw. ansehen

Die von der Fachjury nominierten Autorinnen und Autoren für Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung im Überblick. Zugriff 22.3.17

Schwerpunkte der Leipziger Messe sind das Gastland Litauen mit seiner Literatur, Kultur, den Medien und Autoren usw.

Renommierte Tageszeitungen wie FAZ, Süddeutsche, taz widmen der litauischen Literatur am Vortag der Buchmesse entsprechende Artikel. Das Büchermagazin beschäftigt sich in seiner jüngsten Ausgabe ebenfalls mit dem Gastland und der Leipziger Buchmesse. „Literatur Spiegel“ und „ZEIT Literatur“ (mit „20 Titeln, über die derzeit gesprochen und gestritten wird …“) widmen den Frühjahrs-Neuerscheinungen zur Buchmesse eigene Ausgaben.

Auch in diesem Jahr spielen folgende Themen wieder eine wichtige Rolle in Medienpräsentationen, Veranstaltungen usw.:

  • Literatur,
  • Kinder und Jugend
  • Bildung und Wissen
  • Autoren & Leipzig
  • Europa21
  • Neu.denker
  • Buch und Grafik
  • Hörbuch und Film
  • Musik

Gerade in Leipzig finden sehr interessante Diskussionen, politische Diskurse usw. zu den gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Themen unserer Zeit statt. Neben Litauen rücken „Europa21“ und angrenzende Regionen mit vertretenen Autoren im Café Europa und den Europa Salons 1-6 in das berechtigte Interesse. Bei diesen (europäischen) Debatten kann man beim intensiven Zuhören seinen „Horizont erweitern“.

Die Leipziger Buchmesse ist seit langem Treffpunkt für Bildung und Lernen, Autorenbegegnungen mit Lehrern, Erziehern und Schülern.
Eine große Anzahl von Schulklassen erlebt hautnah Bücher, Medien und vor allem ihre Autoren, arbeitet sich durch Hallen und Stände. Damit ist diese Messe auch immer wieder ganz jung mit der Mediennutzung von morgen.

Vor allem ist Leipzig seit Jahren der originäre Treffpunkt und Erlebnisort für alle Cosplayer, Comic-Liebhaber und Manga-Enthusiasten. Der Buchreport stellt Neuheiten, Trends, Szene usw. in einer extra Ausgabe „Comic & Manga“ vor.

Höhepunkt in der Messewoche ist auch „Leipzig liest“, die vielen Lesungen und Events rund um Literatur und Medien an unzähligen Leseorten in der Messestadt.

Zu Leipzig gehören auch die Antiquariatsmesse

und der Familiensonntag mit Familienfrühstück.

Noch eine „Messeneuheit“ ist die Vorstellung der Neuland 2.0 mit 15 Startups rund um Medien, die von einer Fachjury ausgewählt wurden.

Die Bloggerszene ist selbstverständlich auch auf der Messe vertreten. Alles Weitere zu den Literaturblogs.

Auch diese Leipziger Buchmesse beschäftigen und überdauern wird das Thema, ob wir „mit Tablets und Smartphones anders lesen als im gedruckten Buch“. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 22. 3.17 beschäftigt sich in „Gedruckt oder digital“ mit der „Zukunft des Lesens“. Fridtjof Küchemann berichtet von diesbezüglichen Forschungsprojekten und welche Erfahrungen Schüler und Studenten beim mobilen Lesen und Lernen und dabei mit Büchern gemacht haben.

„Vertieftes Lesen“ und „kognitive Geduld entwickeln“  sind beim Bildschirmlesen wichtige,  künftige Bausteine. Merkfähigkeit und Nachhaltigkeit des Gedruckten behalten bisher auch bei jungen Menschen ihren Platz.

Ob gedruckt, physisch digital und/oder elektronisch sowie beim Zuhören, Ansehen und im Gespräch: Leipzigs „Medienwelten“ bieten unerschöpfliche Anregungen!
Ich freue mich darauf.

Annette Rugen


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