Kulturmitte – Essenskultur

15 03 2017

Außergewöhnliche Bürger bei Peter Pane in Hamburg Winterhude

In letzter Zeit sprießen immer mehr Läden aus dem Boden, die gesundes aber dennoch schnelles Essen anpreisen. Seien es nun „gesunde“ Burger wie bei Peter Pane oder Eat with Heart, oder Wraps wie bei Immergrün oder Dean&David. Essen, vor allem was man isst, rückt immer mehr in den Mittelpunkt. Ernährt man sich nun vegan oder vegetarisch, gluten- oder zuckerfrei, oder lässt man jegliche Milchprodukte weg?!

Was sind eigentlich die beliebtesten bzw. momentan bekanntesten Ernährungsweisen? Und was steckt hinter ihnen? Ein kleiner (subjektiver) Überblick.

Die pescetarische Ernährungsweise

Beginne wir mit den Pescetariern. Diese Ernährungsform ist wohl vielen unbekannt, bezeichnet aber lediglich Personen, die sich ohne Fleisch ernähren aber dennoch Fisch essen. Daher wohl auch der Name, von latein „piscis“- Fisch. Also im Grunde gemäßigte Vegetarier.

Die vegetarische Ernährungsweise

Bleiben wir gleich bei den Vegetariern. Die vegetarische Ernährungsweise ist wohl den meisten geläufig, die Unterteilungen wohl eher nicht. Das Wort vegetarisch kommt übrigens von dem englischen Wort „Vegetarian“, was eine Wortzusammensetzung aus „vegetable“ also „Gemüse“ und   „-arian“ was so viel wie „eine Überzeugung haben“ bedeutet, ist.

Es gibt die ovo-lacto-vegetarische Kost, hier werden auch Eier, Eierprodukte sowie Milch und Milchprodukte verzehrt. Das ist wohl die Definition, wie der Großteil diese Ernährungsweise versteht, zumindest habe ich das immer so getan.

Dann gibt es die lacto-vegetarische Kost, hier werden Milch und Milchprodukte verzehrt werden.

Dementsprechend gibt es die ovo-vegetarische Kost, wo Eier und Eierprodukte verzehrt werden.

Und zuletzt die streng vegetarische bzw. vegane Ernährung, womit wir schon die der nächsten Ernährungsweise sind.

(Ja unter diesem Punkt hätte man auch noch die Frutarier nennen können, aber wir wollen ja nicht übertreiben.)

Die vegane Ernährungsweise

Veganismus ist eigentlich nicht nur eine Ernährungsweise sondern ein „Lifestyle“, wie man so schön sagt.

Veganer verzichten in ihrer Ernährung auf jegliche Produkte tierischen Ursprungs, aber auch im Alltag wird keine Kleidung aus Wolle getragen oder Taschen aus Leder. Auch Schmuck aus Horn oder Elfenbein wird abgelehnt.

Es existiert noch eine „extremere“ Form des Veganismus: Der Roh-Veganer.

Bei dieser Ernährungsweise werden Rohkost und Veganismus verbunden, das bedeutet, es werden zusätzlich keine Lebensmittel zu sich genommen, die über 48°C (hier sind sich nicht alle Quellen einig, aber die Temperatur liegt um diesen Dreh) erhitzt wurden.

Die Motivation für diese Lebensweise ist, wie auch oft bei den Vegetariern, die Haltungs- und Lebensbedingungen von Tieren.

Etliche Bücher zum vegetarischen und veganen Kochen

Die „Frei-von“ Ernährungsweise

Frei von Milch, Laktose, Milchprodukten, frei von Zusatzstoffen, frei von Gluten und Weizen, frei von Zucker. Es gibt inzwischen x Ernährungsweisen, die den Verzicht von bestimmten Komponenten empfehlen.

Hierbei haben alle ihre Vor- aber vielleicht auch Nachteile, das muss man für sich selbst wissen, nachdem man sich intensiver mit diesen Ernährungsweisen auseinander gesetzt hat.

Die Idee hinter dem Entfernen bestimmter Lebensmittel aus seinem Ernährungsplan besagt, dass bestimmte Lebensmittel bzw. -bestandteile gewisse Krankheiten o. Ä. auslösen. Von schlechter Haut bis zur Depression ist alles dabei. Oftmals fehlt zwar der wissenschaftliche Nachweis, was jedoch nicht unbedingt besagt, dass dies totaler Quatsch ist.

Die Paleo Ernährungsweise

Eines unserer Bücher zur Paleo Ernährung

Der Name dieser Ernährungsweise ist eine Kurzform für das Paläolithikums, die Altsteinzeit. Daher wird diese Ernährungsweise auch oft Steinzeit-Ernährung oder auch -Diät genannt. Denn man ernährt sich wie die Menschen in dieser Zeit. Also von Gemüse, Obst, Nüssen und Samen, Fleisch und Fisch, Eiern und gesunde Fetten.

Es entfallen hingegen verarbeitete Lebensmittel, die erst durch Ackerbau und Viehzucht entstanden sind. Also Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Zucker, stark verarbeitete pflanzliche Fette sowie künstliche Zusatzstoffe.

Die Idee hinter dieser Ernährungsweise ist, dass diese Ernährung zu unseren Genen passt. In der Evolution hat sich der menschliche Körper genau dieser Ernährungsweise angepasst und verträgt dadurch oftmals unsere heutigen, hochverarbeiteten Lebensmittel nicht oder nur schlecht.

Die Clean Eating Ernährungsweise

Clean Eating ist, wenn man so will, Paleo ähnlich, aber es legt viel Wert auf das bewusste Essen und ist weniger streng.

Beim Clean Eating ist man eher viele kleine Portionen als drei große Mahlzeiten am Tag und trinkt zwischen zwei und drei Litern (stilles) Wasser. Auf Alkohol, Softdrinks und jegliche Säfte sollte verzichtet werden. Man achtet ebenfalls darauf, dass man wenig Salz zu sich nimmt, vor allem keines mit „Rieselhilfen“, also chemisch raffiniertes Salz. Auch auf raffinierten Zucker sowie künstliche Süßstoffe und auf Zusatzstoffe wird bei dieser Ernährungsweise verzichtet.

Stattdessen achtet man darauf viele gute Fette, also ungesättigte Fettsäuren wie in Avocado oder Nüssen zu sich zu nehmen.

Zusätzlich sollte man Obst und Gemüse nach Saison kaufen und darauf Wert legen, Eiweißquellen mit komplexen Kohlenhydraten zu kombinieren.

Wie ernähren Sie sich? Welche Ernährungsweise wäre so gar nichts für Sie?

Pauline Kölsche


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