Kulturmitte – Weiberfastnacht, Rosenmontag, Aschermittwoch und die Fastenzeit

1 03 2017

In letzter Zeit war so einiges los, was sowohl Feste als auch Feiertage angeht. Und auch in Zukunft geht es weiter! Heute ist Aschermittwoch und damit Beginn der Fastenzeit. Doch was genau für Bräuche verfolgen wir da eigentlich? Was ist die Geschichte hinter den Bräuchen? Und ist Fasten wirklich nur etwas für strenggläubige Christen?!

Beginnen wir mit Weiberfastnacht.

Die Weiberfastnacht, auch Altweiberfasching, Altweiberfastnacht oder Altweiber genannt, bezeichnet den Übergang vom Sitzungs- zum Straßenkarneval und ist immer am Donnerstag vor Aschermittwoch.

Im Stadtteil Beuel der Stadt Bonn wird von den Frauen traditionell die „Beueler Weiberfastnacht“ gefeiert. Der Ursprung hiervon findet sich im Jahr 1824. Am Donnerstag vor Aschermittwoch ruhte die Arbeit in den Wäschereien und die Frauen erkämpften sich 1824 eine Teilnahme am bis dato rein männlichen Karneval. Auch heute noch werden oftmals die Rathäuser im Rheinland und in Westfalen von den Frauen nach dem Umzug erstürmt, so dass es zu einer symbolischen Machtübernahme kommt.

Nun weiter zum Rosenmontag. Dieser ist vor allem im Rheinland der Höhepunkt der Karnevalszeit und wird mit einem Rosenmontagsumzug gefeiert.

Lebt man in einer „Karnevalshochburg“ wie Köln, Düsseldorf oder Mainz kann man sogar das Glück haben, dass man frei bekommt. Ein gesetzlicher Feiertag ist Rosenmontag aber nirgendwo.

Jetzt kommen wir zum heutigen Tag, Aschermittwoch. Nach all den Festlichkeiten kommt nun die Buße?!

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Aschermittwoch markiert den Beginn der Fastenzeit und das Ende der Karnevalszeit und hat seinen (Namens-) Ursprung in der Kirche des ersten Jahrtausends. Damals legten Gläubige zu Beginn der Fastenzeit ihr Bußgewand an und wurden mit Asche bestreut, um für ihre Schuld zu büßen.

Auch heute bekommt man in der Kirche im Aschermittwoch-Gottesdienst ein Aschekreuz mit dem Satz „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“ oder: „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“ auf die Stirn gezeichnet.

Ab heute beginnen wir also zu fasten. Aber muss ich das überhaupt?

Nein natürlich nicht! Aber man kann die Fastenzeit als eine Chance sehen. Zum Beispiel um seine Neujahrsvorsätze neu zu starten, wir alle wissen, wie das manchmal ist. Oder um einfach mal auf etwas verzichten, was einem lieb und angenehm ist, wie Schokolade oder Fast Food.

Ursprünglich ist die Fastenzeit die 40-tägige Vorbereitung (40 Tage, da Sonntage nicht als Fastentage gelten) auf Ostern, in der Christen drei „Aufgaben“ haben: beten, fasten und geben.

Man soll sich beim Geben insbesondere gegen Not und Ungerechtigkeit einsetzen.

Die anderen beiden „Aufgaben“ richten sich mehr aufs Innere. Man nimmt sich selber und sein Leben in den Blick und denkt weniger an sich selbst, man übt Verzicht zugunsten anderer.

Das sind Taten, für die man kein Christ sein muss, sie geben einem die Möglichkeit sein Leben mal wieder zu reflektieren und sich Dinge zu fragen wie „Bin ich glücklich?“, „Was will ich ändern?“ und Ähnliches.

Was haben Sie sich für die diesjährige Fastenzeit vorgenommen? Vielleicht weniger Geld (für Bücher) ausgeben? Vielleicht ein oder zwei Besuche mehr in der Bibliothek?

Ich bin gespannt!

Pauline Kölsche


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