Kulturmitte – Filofaxing, Scrapbooking etc. – das Basteln von heute

1 02 2017

Die Kulturmitte in dieser Woche zu verfassen fiel mir tatsächlich etwas schwer… Der Grund war keine „Schreibblockade“ (wie das in „Bloggerkreisen“ genannt wird), sondern, dass mir kein Thema einfiel… und eine weitere Buchempfehlung wollte ich nicht schon wieder schreiben, die Kulturmitte ist schließlich unser Format, mit dem man prima über den Tellerrand schauen kann.

Wie Sie merken habe ich dann doch ein Thema gefunden: Scrapbooking, Filofaxing oder wie man das nennen will.

Doch wie bin ich darauf gekommen? Wir schreiben die Kulturmitte, doch was gehört zur Kultur? Klar Literatur, wir sind hier in der Stadtbibliothek Wolfsburg, eine etablierte Bildungs- und Kultureinrichtung. Aber Literatur ist doch auch eine Form der Kunst. Kunst ist nicht immer nur Malen, Zeichnen oder Modellieren, auch sowas wie Basteln, oder eben Scrapbooking, sind Kunst, zumindest in meinen Augen.

Deswegen möchte ich ihnen heute Scrapbooking, Filofaxing u. Ä. vorstellen und kann dabei zwei schöne Sachen verbinden: Meine Leidenschaft für das Schreiben und für das Basteln bzw. Gestalten.

Denn Scrapbooking, Filofaxing oder wie das ganze heißt, sind eigentlich nur neue Begriffe für Althergebrachtes: das bastelartige Verzieren von Fotoalben, Kalendern, Notizbüchern etc… eben alles was sich verzieren lässt und sich nicht wehren kann.

Scrapbooking ist dabei aber doch irgendwie mehr als die bloße Herstellung eines Fotoalbums, Scrapbooking ermöglicht gleichzeitig das Einfangen und Wiedergeben von Stimmungen und Gefühlen.

Bücher zu diesem Thema gibt es reichlich, sie geben simple Möglichkeiten für die Herstellung erster Alben und kreative Impulse für die Gestaltung der Seite vor. Denn das ist es, woran es oft scheitert: die Ideen. Und genau hier helfen Bücher zu Scrapbooking aus.

Beim Filofaxing handelt es sich vorrangig um das gestalten von Kalender, begonnen hat dies, wie der Name vermuten lässt, mit Kalendern der Marke „Filofax“. Da jene jedoch relativ teuer sind, und das Prinzip auf fast jeden Kalender übertragbar, hat sich nur der Begriff gehalten. Beim Filofaxing verziert man mit Washi Tape, Stickern und oftmals auch Büroklammern und Ähnlichen seinen Kalender. Die wöchentlichen „Spreads“ (eine Doppelseite, je nach Kalender Layout natürlich auch der Monat, oder nur zwei Tage, jedenfalls umfasst ein „Spread“ eine Doppelseite) unterliegen dabei meist einem Wochenthema, welches aktuellen Ereignissen, wie Weihnachten, Ostern, Thanksgiving etc. angepasst oder vollkommen losgelöst sein kann.

Ich persönlich „filofaxe“ in einem No-Name Kalender, liebäugele aber mit Kalendern der Marke „Erin Condren“. Diese Marke ist in den USA und Kanada sehr populär, ebenfalls wie die „Happy Planners“. Beides ist jedoch schwer in Deutschland zu bekommen und außerdem kein Schnäppchen.

Für Kalender dieser Marken hat sich aber ein regelrechter Markt entwickelt, so kann man bei Online Stores wie Etsy oder DaWanda Sets kaufen, die genau auf die Gestaltung einer wöchentlichen Doppelseite ausgelegt sind. Dadurch entfällt theoretisch das Ansammeln von Washi Tape und Stickern. Praktisch hingegen geschieht dies aber oft trotzdem, denn wenn einen einmal das Fieber gepackt hat, wird man es so schnell nicht wieder los. Dazu kommt, dass man Washi Tape inzwischen fast überall sehr preiswert erhalten kann, für mich eine positive Entwicklung.

Für Filofaxing gibt es noch keine Bücher, Grund-Techniken lassen sich aber durchaus vom Scrapbooking übernehmen und Inspirationen gibt es zu Hauf bei Facebook, Instagram, Pinterest, etc…

Wem das alles zu bunt ist, dem sei eventuell ein „Bullet Journal“ ans Herz gelegt.

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Ein Beispiel für die Zeichenlegende in einem Bullet Journal von @serylittlenotes (Instagram)

Das System hinter diesem Termin Planer stammt von dem US-amerikanischen Designer Ryder Carroll und bezeichnet ein codiertes Agenda System, welches man individuell für die eigenen Bedürfnisse abändern kann.

Man arbeitet dabei in einem leeren Notizheft, oftmals der Marke „Leuchtturm1917“, und entwirft selber Jahres-, Monats- und Wochenübersichten, alles so wie man es braucht. Besonders ist noch, dass es eine Zeichenlegende gibt, die einem hilft zu überblicken, was gerade ansteht, was geschafft wurde und was noch zu bewältigen ist.

Ein Bullet Journal ist ein lebendiges System, es ist darauf ausgelegt, abgeändert zu werden. So gibt es Leute die ihren Bullet Journal komplett schlicht halten und andere wiederum verzieren ihn mit Zeichnungen, kunstvollen Schriften und auch Kritzeleien.

Und wenn Sie das alles nicht anspricht, kommen Sie dennoch vorbei, wir haben Bücher für jeden Geschmack!

Pauline Kölsche


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