Kulturmitte – Schnee, Besinnlichkeit und eine Alieninvasion

14 12 2016

Da ich mich demnächst auf den Weg in meinen Urlaub mache, ist die heutige Kulturmitte sowohl eine Reise- als auch eine Buchempfehlung.

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Die Sonnenuntergänge sind atemberaubend.

Diesen Winter geht es für mich, bzw. uns, meine Eltern und meine Schwester sind auch mit dabei, schon zum vierten Mal an denselben Ort. Nicht ungewöhnlich mögen Sie jetzt sagen, aber für uns schon. Da wir in der Regel immer mit unserem James Cook (unser Wohnmobil heißt liebevoll Alfred, das kommt heraus wenn man Alfeld falsch liest) unterwegs sind, sind wir sehr flexibel und besuchen kaum einen Ort zweimal.

Also, wo geht es denn nun zum vierten Mal hin? Nach Norwegen, genauer gesagt nach Nordseter, Hütte 13, wenn alles wie geplant funktioniert.

Was hat uns denn nun so sesshaft werden lassen?

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Genauso wie die Sonnenaufgänge.

Mehrere Gründe:

Erstens: Schnee!

So banal wie sich das anhört, weiße Weihnacht ist nun mal toll. Alles ist so schön „sauber“, ruhig, man kann sich richtig super entspannen und kommt weg vom Alltagsstress.

Zweitens: Flachland!

Was meinen? Wir sind nicht nur für den Schnee nach Norwegen gefahren, sondern auch um Ski zu fahren. Wir fahren aber nicht Abfahrt, sondern Langlauf… und dafür ist Nordseter, was in einer Hochebene liegt, nur mal das ideale Gebiet.

Drittens: Die Leute und die Kultur!

Ja, ich weiß, sehr abgedroschen, aber wir haben ein Faible für Skandinavien und Norwegen ist da keine Ausnahme. Alle Leute dort sind total nett, die meisten beherrschen sogar Deutsch oder ein ausgesprochen gutes Englisch. Auch der Stil, den man in Norwegen erwerben kann, deckt sich ziemlich gut mit unserem (und ich muss/kann ja schon mal aufstocken, schließlich ziehe ich nächstes Jahr aus).

Da ich nun aber schon wieder total abgeschweift bin, kommt nun der Bogen zurück zur Buchempfehlung.

Da man während der Autofahrt nicht viel zu tun hat (und ich die ersten Male noch minderjährig war und daher auch nicht Auto fuhr, ach welch´ Luxus) hatte ich die Möglichkeit ganz, ganz viel zu lesen. Material hatte ich genug. Das Auto wog mindestens 50kg mehr (gefühlt zumindest), nur durch meine Bücher, da ich mich der Nutzung eines E-Book Readers verweigere (Dazu in dieser Kulturmitte mehr).

Das Buch, das ich auf der ersten Fahrt nach Norwegen gelesen habe, ist Rick Yanceys Werk „The 5th Wave“ (Ich bin eine von diesen Personen, die dazu neigen sich den Originaltitel zu merken, sofern er Englisch ist) oder eben „Die fünfte Welle“. Klingelt da was? Richtig, der erste Teil lief bereits im Kino, das Buch gefällt mir aber besser, was nicht heißt, dass der Film schlecht ist.

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Band 1 der Trilogie

Also zuerst einmal der Klappentext:

„Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. Nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält …“

Ich weiß nicht, ob mich dieser Text angesprochen hätte, hätte ich mir das Buch einfach so in einer Buchhandlung angesehen. Was mich tatsächlich sehr ansprach, ist das Cover, sowohl die deutsche als auch die englische Version (über verschiedene Covers könnte man auch mal eine Kulturmitte verfassen, wir werden sehen) und außerdem habe ich mir das Buch ja nicht selber gekauft, sondern zu meinem Geburtstag bekommen. Also wird gelesen was da ist… und andere Menschen kennen einen ja sowieso meist besser als man selber sich.

Das hört sich jetzt alles sehr negativ an, so ist es aber nicht gemeint, denn ich muss schon mal eines vorweg nehmen: Das Buch ist absolut lesens- und empfehlenswert!

Also nun zur eigentlichen Buchempfehlung bzw. Rezension.

Die Geschichte des Buches wird aus der Sicht der Protagonistin Cassiopeia, genannt Cassie erzählt. Größtenteils… immer mal wieder wird auch aus der Sicht von anderen erzählt, im Laufe der Trilogie tritt dies immer stärker auf.

Der Schreibstil von Rick Yancey zieht einen nur so in seinen Bann, die Seiten fliegen dahin und man fiebert mit. Da wird Nervennahrung benötigt, wir haben die Rezepte dafür (hier einfach mal Kekse eingeben, schließlich sind wir in der Weihnachtszeit. Oder Oma anrufen und nach dem Rezept der Kindheits-Weihnachtsplätzchen fragen).

Auch im Englischen hält dieser Bann an, denn der dritte und leider letzte Band dieser Reihe wurde von mir auf Englisch gelesen, da mir die Wartezeit für den dritten Band auf Deutsch doch deutlich zu lang war. Doch auch da kommt man gut mit, ein zwei Wörter muss man zwar ab und zu nachgucken, was aber im Zeitalter von Smartphones und Siri kein größeres Problem sein sollte. Der Großteil erschließt sich aus dem Kontext und dem gesammelten Vorwissen aus Band 1 und 2.

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Die gesamte Trilogie

Wer also noch Platz auf seinem Wunschzettel hat, kann dieses Buch ergänzen oder es sich einfach bei uns ausleihen.

Ich wünsche schöne und besinnliche Feiertage!

Pauline Kölsche


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