Kulturmitte – Die Kulturmitte feiert ihren 1. Geburtstag!

7 12 2016

Vor ziemlich genau einem Jahr, am 2. Dezember 2015, wurde der erste Artikel unseres Blog Formats „Kulturmitte“ veröffentlicht.

Erfunden bzw. eingeführt wurde die Kulturmitte von meiner Vorgängerin, Alina Heger.

Das war eine klasse Idee, oder was meinen Sie?

In dem einem Jahr hatten wir schon viele und vor allem vielseitige Beiträge. Es ist schon erstaunlich, was so alles zur Kultur gehört.

Worüber haben wir denn nun schon so alles geschrieben und gebloggt?

Natürlich ganz vorne weg: Buchempfehlungen, naja von insgesamt 53 Beiträgen waren es letztendlich doch „nur“ 11, die wirklich ausführlich waren.

Am häufigsten wurde tatsächlich über den Alltag geschrieben. Vom Grillen, Zoobesuchen und grünen oder eben nicht so grünen Daumen.

Wir haben Apps und Games ausgetestet, gebacken, gekocht, Theaterstücke und Musicals besucht, Mangas und Bücher gelesen, interessante Webseiten empfohlen, Veranstaltungen beworben, und und und…

Was sich so über das Jahr heraus kristallisiert hat: Jeder hat Themen, über die er am liebsten schreibt. Oder zumindest häufiger als andere. Uwe Nüstedt testet Apps aus, Marle Düring ist unsere Manga-, Anime- und Gamingexpertin und ich schreibe wie Alina viele Buchempfehlungen. Natürlich haben wir noch „Gastbeiträge“, die alle möglichen Themen behandeln.

Und da Alina das halbjährige Jubiläum der Kulturmitte mit einer Buchempfehlung gefeiert hat, tue ich es ihr gleich.

Also die 54. Kulturmitte ist unsere 12. ausführliche Buchempfehlung.

Diesmal über ein Buch von Markus Zusak: Die Bücherdiebin.

img-20161206-wa0006Wie bei so vielen meiner Buchempfehlungen muss ich wieder zugeben: von selbst hätte ich mir das Buch wohl nicht ausgesucht. Es kam so, dass ich mal wieder vor dem Buchregal meiner Schwester stand und nach einem Buch suchte, das ich noch nicht kannte. Tja und da stand „Die Bücherdiebin“. Meine Schwester hat dieses Buch in der Schule lesen müssen, ich (leider) nicht, mir wurden klassische Werke wie „Frühlingserwachen“ oder „Faust“ vorgesetzt.

Zurück zum eigentlichen Buch:

„Selbst der Tod hat ein Herz …

1939, Nazideutschland. Liesel lebt bei Pflegeeltern in der Himmelstraße in Molching. Sie sieht die Juden nach Dachau ziehen. Sie erlebt die Bombennächte über München. Und überlebt: weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat. Sie – und die Menschen aus der Himmelstraße.

Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet.

Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns …“

img-20161206-wa0004

Soviel erstmal zum Klappentext.

Ich denke, wir alle haben eigentlich genug vom Zweiten Weltkrieg gelesen, gehört und gesehen, ist es doch immer wieder ausführlich Thema in der Schule, im Radio, im Fernsehen etc.. Ich hatte jedenfalls eigentlich die Nase voll. Tja, aber dieses Buch ist nicht irgendein weiteres Buch, das vom Zweiten Weltkrieg handelt, der Autor hat es in diesem Buch geschafft, einen wirklich zu berühren, die Art, wie der Tod erzählt, die Art und Weise, wie man Liesel begleiten darf, es ist schlichtweg herzergreifend. Ich habe mich mit Liesel gefreut, ich habe mit ihr Angst gehabt, ich hab mit ihr gelitten.

Ich kann Ihnen dieses Buch nur ans Herz legen, Sie können es natürlich bei uns ausleihen.

Vom Film hingegen war ich etwas enttäuscht. Ich denke das geht aber vielen im Allgemeinen so. Da fehlt dann im Film die eine Szene, die man im Buch am liebsten hatte, dann sehen die Personen plötzlich ganz anders aus, als man sie sich ausgemalt hatte. Tatsächlich haben mich Kleinigkeiten gestört. Ja, der Film ist eine englischsprachige Produktion, aber er spielt immer noch in Deutschland. Deswegen störte ich mich doch sehr daran, dass die Schubladen in der Küche der Hubermanns auf Englisch beschriftet waren… Natürlich sind das nur Kleinigkeiten, die den gesamten Film nicht schlecht machen, aber doch irgendwie das Gesamtbild stören.

Letztendlich sind es jedoch Präferenzen und meine Präferenz ist es im Allgemeinen, mir nicht den Film anzuschauen, der produziert wurde, nachdem ich das Buch dazu gelesen habe. Schaue ich jedoch zuerst den Film und lese ich erst danach das Buch, störe ich mich wesentlich geringer an möglichen „Ungenauigkeiten“ im Film.

So nachdem ich komplett abgeschweift bin, zurück zu dem Jubiläum unserer Kulturmitte: Auch nach diesem Jubiläum wird es weiterhin jeden Mittwoch die Kulturmitte geben, mit einem Tipp rund um Kultur und Medien.

Bleiben Sie gespannt!

Pauline Kölsche


Aktionen

Information

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: