Kulturmitte – Käpt´n Blaubär für Erwachsene?

12 10 2016

Jetzt wo die Tage wieder kürzer und die Temperaturen kühler werden, ist es doch noch viel schöner sich mit einem leckeren Tee, kleinen Snacks (warum nicht mal Gummibären und Co. selber machen, wir haben genug Bücher mit passenden Anleitungen) und einem guten Buch zurückzuziehen.
Deswegen ist die heutige Kulturmitte eine Buchvorstellung bzw. –empfehlung.

20161011_165112

„Die 13 1/2 Leben des Käpt´n Blaubär“ als Taschenbuch sowie als Festband

Wer kennt ihn nicht auch, Käpt´n Blaubär, der gemeinsam mit seinen drei Enkeln und Hein Blöd auf seinem Schiff am Rand einer Klippe wohnt und nie um eine (Lügen-) Geschichte verlegen ist.
Als ich noch jünger war, habe ich mir zu gerne die Geschichten von Käpt´n Blaubär im Fernsehen angeschaut und nie weiter darüber nachgedacht, wer denn mal auf die Figur Käpt´n Blaubär gekommen ist.
Umso erstaunter war ich, als ich feststellte, dass es ein Buch von Walter Moers (vielen wohl bekannt durch „Das kleine Arschloch“) gibt, welches eine fiktive Biografie von Käpt´n Blaubär darstellt, und dieses auch sogar noch zu Hause bei uns im Regal steht. Walter Moers ist tatsächlich der „Erfinder“ von dem sympathischen Bär, auf Grundlage seines Buches ist die Kinderserie entstanden.

Nun aber zurück zum Buch, der Klappentext verspricht schon so einiges:

„Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, meine ersten dreizehneinhalb Leben wären ereignislos verlaufen.
Ich sage nur:
Zwergpiraten. Tratschwellen. Klabautergeister. Stollentrolle. Finsterbergmaden. Ein Riese ohne Kopf. Ein Kopf ohne Riese. Ewige Tornados. Eine gefangene Fata Morgana. Vampire mit schlechten Absichten. Ein Prinz aus einer anderen Dimension. Eine süße Wüste. Ein Professor mit sieben Gehirnen. Ein Tyrannowalfisch Rex. Eine Treibsandhose. Denkender Sand. Eine Ofenhölle. Ein Monsterschiff. Ein Regenwaldzwerg mit Nahkampfausbildung. Dramatische Lügenduelle. Kanaldrachen. Die Unsichtbaren Leute. Venedigermännlein. Nattifftoffen. Eklige Kakertratten. Das Tal der schlechten Ideen. Rostige Berge. Wirtschweine. Horchlöffelchen. Elfen. Alraunen. Halbgespenster. Ein Malmstrom. Tödlich Gefahren. Ewige Liebe. Rettungen in allerletzter Sekunde…
Aber ich will nicht vorgreifen!“

Käpt’n Blaubär

Der Klappentext gibt tatsächlich eine recht akkurate Zusammenfassung der ersten 13 1/2 Leben von Käpt´n Blaubär wieder.
Durch den wirklich genialen Schreibstil von Walter Moers (Achtung, Sie haben es hier mit einer eingefleischten Zamonien Fanatikerin zu tun, Objektivität kann nicht immer gewährleistet werden) fiebert man nur so mit. Ich habe mit Käpt´n Blaubär gelitten als er alleine auf dem Meer war, atmete auf, als die Zwergpiraten ihn fanden, lachte mich schlapp bei den Tratschwellen, wurde sauer auf den Stollentroll, und, und, und…

20161011_165155

Die angesprochenen Tratschwellen demonstrieren ihre Sprachübungen, damit man gleich mitüben kann.

20161011_165238

Ein Stollentroll… Damit man ihnen aus dem Weg gehen kann, falls man mal einem begegnet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Buch wird aus der Sicht von Käpt´n Blaubär erzählt, wodurch man beim Lesen das Gefühl hat, ganz nah und exklusiv mit dabei zu sein.
Letztendlich hat man das Buch dann viel schneller durchgelesen, als einem lieb ist, zumindest war das mein Problem. Meine Lösung dafür: Einfach nochmal lesen, das war auch beim dritten Mal noch nicht langweilig.
Da das Buch aber nicht nur toll geschrieben ist, sondern auch tolle Illustrationen enthält, habe ich irgendwann in das Taschenbuch investiert. In diesem male ich nun fröhlich die Illustrationen bunt aus. Der Festband, der bei uns zu Hause steht war mir dafür irgendwie einerseits zu schade und andererseits gehört er ja auch nicht mir.

20161011_165130

Pflanzen, die nur auf der sogenannten Feinschmeckerinsel zu finden sind.

20161011_165304

Käpt´n Blaubär gemeinsam mit zwei Rettungssauriern, links Deus X. Machina, kurz Mac, für den Käpt´n Blaubär navigierte.

Zwar würde ich „Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär“ als mein Lieblingsbuch bezeichnen, aber auch die anderen Bücher von Walter Moers, die über Zamonien handeln, sind einen zweiten Blick wert.

Also, ab in die nächste Bibliothek und das Buch ausleihen und lesen… und uns dann berichten, wie es einem gefallen hat!

Pauline Kölsche


Aktionen

Information

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: