Kulturmitte – „In den Gazetten dieser Welt“- Warum ich gerne Zeitungen und Zeitschriften lese

14 09 2016

Einen Morgen, das Frühstück oder die duftende Tasse Kaffee ohne Tageszeitung kann ich mir gar nicht (gut) vorstellen. Am liebsten natürlich gedruckt, damit ich vor- und zurückblättern kann, die Seiten dabei überfliegend, von Artikel zu Artikel springend, bis ich mich dann für den ersten längeren Beitrag entscheide, den ich dann in aller Ruhe lese. Titelblätter machen mich neugierig. Es ist aber immer wieder interessant, sich dabei selbst zu beobachten, von welchen Überschriften, Fotos, fettgedruckten Meldungen usw. man sich „angezogen“ fühlt. Der Traum wäre neben den lokalen Tageszeitungen gleich die großen überregionalen Tageszeitungen zur Hand zu haben, um die Nachrichten usw. vergleichen sowie Schwerpunktartikel sofort nachlesen zu können.

Im Zeitungslesesaal der Stadtbibliothek im Alvar-Aalto-Kultuhaus nehmen sich täglich mehrere Presse-Interessenten diese Zeit. Von der Frankfurter Rundschau und FAZ über Süddeutsche und Handelsblatt bis zum Tagesspiegel liegen alle druckfrisch bereit.

Donnerstags kommt die großformatige, umfangreiche neue ZEIT-Ausgabe mit Zeitmagazin und weiteren Beilagen. Ich bin immer neugierig, welches Leitthema diese Woche ausgewählt wird. Je nach Wochenprogramm und weiteren Leseinteressen muss ich mich „ranhalten“, um wenigstens einen Teil der anspruchsvollen Themen-Artikel zu „schaffen“ bzw. die zahlreichen Buchbesprechungen wahr zu nehmen. Das Lösen der Preisrätsel o.ä. mit dem x-Mal um die Ecke-Denken überlasse ich getrost anderen.

Traurig bin ich, wenn die Morgenzeitung im Postkasten fehlt. Ich kann zwar sehr schnell zum Tablet oder Smartphone greifen (Lese-Qualität am Laptop am besten), via Bibliothekshompepage den PressReader (internationale Zeitungsdatenbank mit über 5.000 Zeitungen aus über 100 Ländern in über 50 Sprachen; Login mit Bibliotheksausweis-Nr. L……. und Passwort), aber der Lesegenuss ist gerade morgens nicht derselbe. Das „Rauschen im Blätterwald“ fehlt.  Aber das Wissenwollen siegt.

Allerdings braucht der Seitenaufbau der Zeitungen im Pressreader eine gute stabile Internetverbindung; sonst könnte der Lesegenuss im dänischen Ferienhaus oder unterwegs schon etwas getrübt sein.

Aber: Wenn ich möchte, kann ich mir die angebotenen dänischen Zeitungen aufrufen, in ihnen virtuell blättern und versuchen, die Nachrichten zu erraten mangels ausreichender Sprachkenntnisse. (Die Übersetzung ist hier leider nicht hinterlegt). Das alles bietet mir meine Bibliothek jederzeit mit dem PressReader!

„Politiken“ oder „Berlingske Tidende“ in der Printausgabe in den Händen zu halten ist immer noch etwas ganz Besonderes; Sprache, Text, Rubriken und Bilder authentisch auf mich wirken zu lassen. Dabei spüre ich unmittelbar, was Sprachbarrieren bedeuten. Schade, dass ich mich vor dem Urlaub nicht mehr mit Dänisch beschäftigt habe.

Dennoch und gerade deshalb: Bewegende Ereignisse und Themen in den Zeitungen der Herkunftsländer zu verfolgen, verschaffen mir immer wieder neue Beurteilungsansätze. Der laufende amerikanische Wahlkampf lässt sich sprachlich eher nachlesen. Zugewanderte Menschen und alle Interessen/tinnen an ausländischen Pressestimmen können hier nach „ihren“ Zeitungen recherchieren.

An einem verregneten Urlaubstag entdecke ich, dass der PressReader neben deutschen Regional-Zeitungen (passend für Aufenthalt in deutschen Landen) immer mehr Magazine im Angebot hat. Wer „Instyle“ nicht nur beim Frisör lesen möchte, kann rund um die Uhr online darin blättern. Im Angebot sind auch „Bunte“, „Donna“, „Freundin“, „WohnIdee“ (nicht immer in der neuesten Ausgabe) sowie „Computerwoche“ u.a. bekannte PC-Zeitschriften. Allein für Deutschland 281-fache Information und Unterhaltung, nur ein paar Mausclicks entfernt (zum Preis der Bibliocard, bis inkl. 20 Jahre gebührenfrei).

Noch mehr Magazine sind aus den USA im Angebot. Halloween-Liebhaber können sich z.B. auf „217 Quick & Clever Ideas“ aus „Country Sampler`s Autumn Decorating“ freuen.

Samstags kommen der neue Spiegel und Focus. Schnell einen Blick in das Inhaltsverzeichnis des aktuellen Heftes zu werfen, reizt mich immer, vor allem auch deshalb, weil der Online-Zugang so einfach ist.

Ich freue mich auch immer auf neue (nicht zu aufwendige) Rezepte aus den bekannten, prächtig bebilderten „Essen“- und „Land“-Zeitschriften. Man muss sie ja nicht alle gleich ausprobieren. Vorfreude pur!

Dazu kommen viele Tipps aus „Gusto“ bis „Landgenuss“ und „Landrezept“ zum Herunterladen aus der Onleihe (Bibliotheksausweis-Nr. und Passwort). Am besten zunächst via Leseprobe in das Inhaltsverzeichnis des Heftes schauen (kostenlos auch für alle, die keinen Bibliotheksausweis haben), dann entscheiden …

Annette Rugen bei der geliebten Presselektüre ... Zeitungen und Zeitschriften im Lesesaal der Zentralbibliothek im Aaltohaus bieten Informationen und Themenvielfalt

Annette Rugen bei der geliebten Presselektüre … Zeitungen und Zeitschriften im Lesesaal der Zentralbibliothek im Aaltohaus bieten Informationen und Themenvielfalt

Ob Literatur und Kunst, Pädagogik, Psychologie, Politik und Gesellschaft, Reisen, Wirtschaft und Computer: Mich interessieren immer die neuesten Hefte. Warum: Ich schätze überschaubare, gut strukturierte und attraktiv illustrierte Artikel mit weiteren Hinweisen. Dass man sich mit Zeitschriften sowohl Informationen über die katalonische Hauptstadt verschaffen als auch seine Spanischkenntnisse für Städtereisen verbessern könnte, so z.B. mit den „Barcelona“-Ausgabe von „Ecos“ (Die Welt auf Spanisch, H. 9/2016) u.a., finde ich sehr praktisch.

Stöbern Sie wie ich durch den realen und virtuellen Blätterwald der Bibliothek!

Pressdisplay

PressReader

Unser Zeitschriften-Lesesaal bietet auch Ihnen viele Anregungen von Adesso bis ZEIT WISSEN. PressReader können Sie dort täglich mit tagesaktuellen Zeitungen am großen Bildschirm erleben.

Ich zeige Ihnen gern, wie das geht!

Annette Rugen


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