Kulturmitte- „Let´s Plays“, die etwas andere Art des Gaming

7 09 2016

Nachdem meine Vorgängerin Alina Heger die sogenannte Kulturmitte ins Leben gerufen hat, möchte ich diese gerne weiterführen.

Mein erster Beitrag handelt überLet´s Plays. Dieses inzwischen doch recht populäre Genre auf Plattformen wie YouTube und Co. lässt einem einer anderen Person beim Spielen zugucken. Hört sich langweilig und eintönig an?

Vielleicht, aber wenn man es mal so betrachtet, dass man bei Talkshows im Fernsehen Menschen beim Reden zusieht, erscheint das Schauen von Let´s Plays doch gar nicht mehr so abwegig, oder?

Und auch bei LPs ist es wie bei einer Talkshow: Kann der Moderator gut reden, ist sympathisch und besitzt eine interessante Persönlichkeit, ist gleich die ganze Show viel besser.

Einfach mal bei den wohl größten deutschen und meinen Lieblings LPern hereinschauen und sich selbst überzeugen:

Let´s Player Valentin

Valentin, Kanal Sarazar

Wie bin ich überhaupt zu LPs gekommen?

Ich bin so in der neunten oder zehnten Klasse eher zufällig darauf gestoßen, war ich doch interessiert an „Gaming“ im Allgemeinen, aber irgendwie fehlte mir die Geduld und Zeit, mich da in alles einzuarbeiten. Also mal bei YouTube eingegeben und mir eröffnete sich eine neue Welt. Schnell entwickelte ich eine Leidenschaft für LPs, die ich bis heute zu gerne Abends statt Fernsehen mir ansehe.

In der Oberstufe habe ich bei Mitschülern das Thema dann mal zufällig aufgeschnappt und nachgefragt, prompt bekam ich massig Vorschläge, bin dann aber, wie viele zuvor, hauptsächlich bei Gronkh bzw. Erik hängengeblieben. Die Facettenbreite seiner LPs sowie seine Art zu erzählen wirken einfach unglaublich fesselnd. Seitdem laufen bei mir LPs wohl regelmäßiger als so manche TV Serie.

Doch was genau macht denn nun den Reiz von Let´s Plays aus?

Meiner Meinung nach sind da drei große Aspekte zu nennen: Das Spiel selbst, der Let´s Player und die Community.

Zuerst zu dem Spiel, bzw. zu den Spielen. LPs ermöglichen einem nämlich in ganz viele verschiedene Spiele einzutauchen und dabei auch noch entscheiden zu können, wie weit oder gut der Spieler ist. Die lange „Einspielzeit“, die man sonst hat, entfällt damit. Genauso wie das Geld, das man eventuell ausgegeben hätte für ein Spiel, das einem am Ende vielleicht doch nicht gefällt.

Aber damit ist es natürlich nicht getan, womit wir bei dem Let´s Player sind. Nur wenn dieser sympathisch ist, nett erzählen kann, die Spielsteuerung halbwegs beherrscht und das Spiel mit kleinen Anekdoten gewinnbringend begleitet, hat man Spaß daran, einer anderen Person beim Spielen zuzusehen.

Sollte das Spiel dennoch einmal etwas langweilig werden, kann man sich einfach mal in der Community, insbesondere in den Kommentaren, umsehen. Dort trifft man dann auf eine zumeist sehr wortgewandte Community, die Zitate von dem Let´s Player in Insiderwitze umwandeln, so dass man dazu neigt, sein Hähnchenschnitzel mit einem lauten „SURVIVAL!“ auf dem Teller zu zerlegen, aber andererseits kann die Community auch ganz ernst sein und einem mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Let´s Plays ermöglichen einem ohne allzu großen Zeit- und Geldaufwand viele verschiedene Games auszuprobieren und sich mit Gleichgesinnten von der ganzen Welt auszutauschen. Fangen wir gleich damit an: Welchen Let´s Player könnt ihr noch empfehlen?

Also, vielleicht schaut ihr euch mal das ein oder andere Let´s Play an und fangt irgendwann selber an zu spielen. Spiele für eure Konsole oder euren PC, aber auch die guten alten Brettspiele, könnt ihr euch gerne bei uns in der Stadtbibliothek ausleihen.

Pauline Kölsche


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2 responses

10 09 2016
mightym

Ich schaue zur Zeit eigentlich auch nur noch Gronkh, weil mich seine Art immer wieder unterhält. Neben dem Punkt dass man für Lets Plays nichts bezahlt und trotzdem das Spiel sieht, gibt es da noch den Punkt das man in Spiele schauen kann, die es für die eigene Konsole/ das eigene Gerät nicht gibt. Wie damals bei mir und dem Sarazar Lets Play von The Last of Us.

15 09 2016
Stadtbibliothek Wolfsburg

Hallo Mightym,
Vielen Dank für deine Kommentar! Mit diesem hast du vollkommen Recht, das macht LPs ebenfalls sehr interessant. 🙂

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