Kulturmitte – „Komm, wir gehen in den Zoo!“

20 07 2016

„Wollen wir nicht mal wieder in den Zoo?“, das musste ich mir nun immer wieder von meiner Frau anhören. Nachdem sie die Hoffnung auf einen gemeinsamen Zoobesuch nun fast aufgegeben hatte, formulierte sie anders: „Ich kann da auch allein hingehen, ich weiß ja, Du machst Dir nichts draus!“. Das wollte ich nun auch nicht auf mir sitzen lassen und also gingen wir letzten Sonntag in den Zoo.

Hat denÜberblick in Magdeburg: das Erdmännchen

Hat den Überblick in Magdeburg: das Erdmännchen

Wenn meine Frau mich in den letzten Jahren fragte, dann war meine Antwort immer: “Nö, heute nicht!“ Ich dachte dann an die früheren „erzwungenen“ Schulausflüge. Z.B. auch den nach Hamburg zu Hagenbecks. Da war ich aber noch in der Grundschule, was sehr lang her ist!

Obwohl – wenn ich an diesen Tierparkbesuch zurückdenke, den habe ich eigentlich ganz gut in Erinnerung! Und auch den Aufenthalt im Hannoveraner Zoo vor fast 10 Jahren im Rahmen eines Betriebsausfluges. Vielleicht war meine langjährige Ablehnung ja einfach ein spätpubertäres Verhalten. So in der Art:  „Heute darf ich alles allein entscheiden und da sage ich einfach mal grundsätzlich nein, wenns um Zoo besuchen geht.“

Vorurteil? Vorurteil! 

Nach letztem Sonntag im Magdeburger Zoo weiß ich: ich habe da schön einige Vorurteile über Zoos gepflegt:

  • das ist doch langweilig, sich die eingesperrten Tiere anzusehen.
  • nur was für Kinder, die man noch mit lebendigen Tieren beeindrucken kann, die sie vielleicht immer weniger live erleben
  • reine Tierquälerei. Die Tiere werden aus ihrer artgemäßen Umgebung herausgerissen und sind alle verhaltensgestört

Was mir da die ganze Zeit über im Kopf herumspukte – „Zoo ist, wenn Tiere in engen Käfigen zur Schau gestellt werden“ – das habe ich nun revidiert. Und nach Sonntag habe ich bewusst auch von Zoo-Konzepten gelesen, bei denen es um artgerechte Tierhaltung in großen Tieranlagen geht. Und sogar um Versteckmöglichkeiten, die die Tiere im Zoo haben sollen.

 

Welches Lieblingstier hast Du?  

Ich versuchte mich zu erinnern, ob ich jemals ein Lieblingstier hatte? Mmmmh, schwierige Frage! Zu Hause gab es Katzen, Kaninchen und wir nahmen mal einen Hund in Pflege. Die mochte ich alle sehr gern, besonders die Katzen. Von Henry, meinem Schulfreund, hatte ich mir dessen Schildkröte Oswald „dauergeliehen“, was aber nun wirklich langweilig war: außer Futter hinstellen und mal nachsehen, ob die Kröte sich noch bewegt, waren da keine nennenswerten Aktivitäten meinerseits.

Jahre später dann beim Zappen durch die TV- Programme blieb ich gelegentlich hängen bei Dokumentationen wie „Elefant, Tiger & Co“. Man konnte da immer so schön in die Rolle des Tierpflegers schlüpfen. Und durch ihn direkt eine fast innige Beziehung zu den Tieren aufbauen.

Komm, wir fahren in den Zoo!

Nachdem wir uns nun einig waren, dass wir in den Zoo wollten, musste nur noch geklärt werden, in welchen Zoo in der Umgebung? Da ich zumindest auch mal einen Tiger, Löwen oder einen Elefanten sehen wollte, und es die nicht in Braunschweig und außer in Hannover sonst nur in Magdeburg gibt, machten wir uns auf den Weg in die Elbstadt und standen nach nur 45 Minuten Fahrt vor den Toren des Magdeburger Zoos.

Es wurde ein sehr schöner und unterhaltsamer Nachmittag im Magdeburger Zoo. Für einen erschwinglichen Eintritt von 9,50 Euro für Erwachsene hatten wir eine breite Palette von Tier- und Natureindrücken. 900 Tiere und 180 Arten, so kann man es auf der Website des Magdeburger Zoos lesen. Besonders die grüne und natürlich gehaltene Anlage des Tierparks entspannte mich. Hier haben die Tiere garantiert viele Versteckmöglichkeiten, wie es uns der Sibirische Tiger „vorführte“, den wir partout nicht in seinem traumhaften Gelände vorfanden.

Ausgezeichnete Versteckmöglichkeiten: keine Spur vom sibirischen Tige

Ausgezeichnete Versteckmöglichkeiten: keine Spur vom sibirischen Tiger

Wie sind Eure Zoo-Erfahrungen? Musstet ihr euch auch erst lange überreden und überzeugen lassen, wieder mal in den Zoo zu gehen? Schreibt es gern in die Kommentare!

Meine Lieblingstiere im Magdeburger Zoo:

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Wer ganz schnell einen Vergleich der Zoos in der „näheren“ Umgebung braucht – hier nochmal die Websites der „Zoos“ in

Und hier nützliche Datenbanken:

 

Uwe Nüstedt


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