Die Kulturmitte – Die zweite Herausforderung für den grünen Daumen

8 06 2016

Wer uns ein bisschen auf dem Blog und auf Facebook verfolgt, der hat vielleicht gesehen, dass auf unserer Fensterbank etwas ganz prächtiges gedeiht. Aus dem Holzklötzchen mit dem Namen „Woody“, den mein Kollege vom Bibliothekskongress in Leipzig mitgebracht hat, ist mittlerweile eine schöne Chilipflanze geworden:

Ein wahres Prachtexemplar!

Na gut, wir geben zu: Wir haben etwas nachgeholfen. Denn leider tendiert die Sonneneinstrahlung in unserem Büro gegen Null und so hat sich unser „Library gardening“ Projekt nicht wie erhofft entwickelt. Und das obwohl wir uns sonst so streng an die Anleitung gehalten haben…

Doch damit wollten wir uns nicht zufrieden geben und so haben wir uns eine zweite Herausforderung an unseren grünen Daumen gestellt. Und ich habe mein Glück mit einer virtuellen Pflanze aus der App „Plant Nanny“ probiert.

Mein neuer Tamagotchi in Pflanzenform

Die Ausgangssituation ist fast identisch: Eine kleine Pflanze möchte umsorgt werden, damit sie wächst und groß und stark wird. Begonnen wird in dem Spiel mit einem Löwenzahn. Ich fühle mich an meinen guten alten Tamagotchi erinnert, denn die Pflanze sieht eher aus wie ein kleines Tier. Die Pflanze muss nun mit ausreichend Wasser versorgt werden. Wer die Pflanze gießt, kann sich Erweiterungen für andere Pflanzensorten erspielen. Denn sobald eine Pflanze ausgewachsen ist, kommt sie in den Garten und produziert Samenkörner, die man dann im Shop einlösen kann.

Durst gestillt?

Die spielerisch aufgebaute App hat aber eine ernste Absicht: Sie soll an das Wasser trinken erinnern. Denn nur wenn man selber auch etwas trinkt, soll auch die Pflanze gegossen werden. In der App kann man sein eigenes Gewicht und auch die Bewegungsaktivität einstellen und die App berechnet dann den individuellen Trinkwasserbedarf. In der App kann man unterschiedliche Trinkgefäße auswählen und eine Mengenangabe einstellen.

Ich habe die App 3 Tage lang getestet und das ist mein Fazit:

Leider kaum gewachsen: Meine Pflanze nach 3 Tagen.

Die App ist eigentlich ganz niedlich gestaltet, sodass man bemüht ist, die Pflanze nicht eingehen zu lassen. Laut App liegt mein Trinkwasserbedarf bei 2 Litern am Tag – eine wirklich machbare Menge, aber an einem Arbeitstag trinke ich nicht so viel Wasser. Ich finde es sehr gut, dass man in der App sieht, wie viel Prozent man schon getrunken hat und auch die Statistiken der letzten Tage. Doch trotz der stündlichen Erinnerung der App, habe ich oft vergessen, nach jedem Mal Wassertrinken, die App zu öffnen und auch meine Pflanze zu versorgen. Sicher kann man das auch nachträglich tun, aber nur bis zum Ende des Tages. Ist ein Tag erst einmal abgeschlossen, geht das nicht mehr und so kommt es, dass meine Pflanze nach wie vor in Level 2 verkümmert.

Ganz ohne Wasser?

Was mir die App auf jeden Fall gezeigt hat: Es ist wichtig ausreichend Wasser zu trinken. Möglicherweise hätten wir diesen Tipp auch beim „Library Gardening“ berücksichtigen sollen, denn vielleicht hat „Woody“ auch einfach nur das kühle Nass gefehlt.

An der App Plant Nanny werde ich mich vielleicht auch noch etwas probieren, denn sie kann bei einer regelmäßigen Benutzung sicher dazu beitragen den täglichen Wasserbedarf im Auge zu behalten. Ich habe aber auch schon einen Plan, falls mir auch diese Pflanze eingehen sollte:

Gärtnern fast ohne Gießen

Es geht auch mit wenig Wasser: Gärtnern (fast) ohne Gießen von Dorothée Waechter. Ausleihbar in der Zentralbibliothek (M1407418).

Denn in diesem Buch wird erklärt, wie man auch mit wenig Wasser das große Gartenglück erreichen kann. Wir sind also sehr gespannt, wie sich unsere „Grüne Bibliothek“ weiter entwickelt.

Alina Heger

 


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