Die Kulturmitte – Endzeitstimmung im Buchformat

20 04 2016

Was geschieht, wenn die Welt auf einmal nicht mehr so ist wie wir sie kennen? Eine spannende Frage, die Hollywood schon längst für sich entdeckt hat. Serien wie „The Walking Dead“ und Filme wie zum Beispiel  „The Day After Tomorrow“, „I am Legend“ oder der Weltuntergangsfilm „2012“ zeigen den Kampf ums Überleben und begeistern mit dieser Thematik Millionen von Zuschauern. Doch nicht nur die Filmindustrie beschäftigt sich mit dem Thema, sondern auch die Bücherwelt ist voll von Endzeitszenarien und Apokalypsen. Neulich habe ich durch Zufall das Buch „Der Übergang“ von Justin Cronin aus dem Science-Fiction-Horror Genre entdeckt. Das Cover hat mich sofort angesprochen, denn es erzeugt eine gruselige und mysteriöse Stimmung. Und auch der Klappentext hat es in sich:

Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI-Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu machen. Doch dann geht irgendetwas schief – völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte.

Für den Leser beginnt eine Reise in die Urängste der Menschheit. Ein medizinisches Experiment läuft völlig aus dem Ruder und verändert die Welt für immer. Die wenigen Überlebenden leben ein Leben ohne Sicherheit und mit der ständigen Angst vor dem Feind aus der eigenen Spezies. Und über allem steht die große Frage: Gibt es vielleicht noch mehr Überlebende und ist die Welt überhaupt noch zu retten?

Ganz schön schwer: FSJlerin Alina mit den zusammengerechnet 1851 Seiten der ersten zwei Bände.

Natürlich möchte ich nicht zu viel verraten, nur so viel: Im Nachhinein kann ich sagen, dass der Klappentext das Buch nicht einmal annähernd umfassend beschreibt. Die 1019 Seiten von „Der Übergang“ sind so vielschichtig konzipiert, dass man überhaupt nicht erahnen kann was passiert. Vor allem das kleine Mädchen Amy ist mysteriös und bleibt für den Leser immer unvorhersehbar. Mich hat das Buch sehr gefesselt und ich habe es trotz des Umfangs schnell durch gelesen. Durch die vielen Absätze in den Kapiteln kann man das Buch auch mal zur Seite legen, ohne gleich den Faden zu verlieren. Und wer jetzt denkt: „Ein Horror-Roman ist mir zu gruselig“, ich persönlich habe mich nicht einmal gegruselt, sondern fand das Buch einfach nur unfassbar spannend!

Dem amerikanischen Schrifsteller Justin Cronin ist mit „Der Übergang“ ein mystisches Endzeitszenario gelungen, dass sogar der Meister des literarischen Horros Stephen King als „fesselnden Epos“ lobt. Und es gibt sogar zwei Fortsetzungen! Der zweite Band der Reihe „Die Zwölf“ erschien im Jahr 2012 und der letzte Band der „Passage Trilogie“ mit dem Namen The City of Mirrors“ erscheint im englischen Original Ende Mai.

Passage Trilogie in Onleihe Wolfsburg

Gibt es auch bei uns in der Onleihe: Die „Passage Trilogie“ von Justin Cronin.

Zum Schluss noch ein letzter Tipp für „Unterwegs-Leser“: Ich empfehle definitiv das Buch digital ausleihen, denn wie ich selbst erfahren musste, ist das Buch einfach viel zu dick und schwer zum Mitnehmen in der Handtasche und verursacht Schulterschmerzen 😀 Den zweiten Teil „Die Zwölf“ werde ich also definitv in der Onleihe ausleihen und bin auch schon sehr gespannt, wie sich das Endzeitszenario weiter entwickelt.

Alina Heger

 

 


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