Die Kulturmitte – Wissen was drin ist! Die App Codecheck

23 03 2016

Das Konsumverhalten der Menschen verändert sich immer mehr. Und das sieht man auch in den deutschen Supermärkten: Süßigkeiten und Ungesundes wandern immer mehr in die hinteren Teile der Regale und stattdessen tummeln sich Bio-Produkte, „Superfood“ und vegane Gerichte großzügig präsentiert in den Auslagen. Entwicklungen im Kauf- und Konsumverhalten gibt es natürlich immer wieder, aber der „Trend zur Nachhaltigkeit und gesundem Konsumieren“ scheint im wahrsten Sinne des Wortes nachhaltig zu sein. Faktoren wie Allergien, Unverträglichkeiten, die Ernährungsweise, die Haltungsbedingungen der Tiere und der Umweltschutz spielen für die Kunden eine immer wichtigere Rolle bei der Kaufentscheidung.

Berücksichtigt man nun aber diese ganzen Aspekte, kann der Einkauf schnell nervenaufreibend und zeitintensiv werden. Zu diesem Thema habe ich im Internet über eine App mit dem Namen: „Codecheck“ gelesen, die schnell und einfach beim gesunden Einkaufen helfen soll. Das hat mich natürlich neugierig gemacht und ich habe die App gecheckt: „Was kann sie wirklich?“.

Offizielles Logo der App Codecheck. Quelle: http://www.codecheck.info

Die App „Codecheck“

Mit mehr als 26 Millionen registrierten Produkten und über 2,5 Millionen App-Downloads ist Codecheck der größte deutschsprachige Online-Produktratgeber. Nutzer können sich über die Website oder mithilfe der App über die Produkte und deren Inhaltsstoffe informieren. Dazu muss man beim Einkaufen nur den Barcode-Scanner an das Produkt halten und mit hoher Wahrscheinlichkeit findet man dann auch den entsprechenden Produkteintrag in der Datenbank. Falls nicht, gibt es auch die Möglichkeit das Produkt selber einzutragen.

Bei Kosmetikprodukten liefert Codecheck Informationen zu hormonellen Inhaltsstoffen, Mikroplastik oder auch Aluminiumbestandteilen. Wenn man ein Lebensmittel scannt, bekommt man detaillierte Nährwertangaben zu dem Produkt. Ampelfarben geben Aufschluss darüber, ob ein Produkt zu viel Zucker, Salz, Fett oder Kohlenhydrate enthält. Ein Bewertungskreis zeigt an, ob ein Produkt prozentual mehr positive oder negative Eigenschaften besitzt. Es werden auch immer ähnliche Produkte mit besseren Nährwerten angezeigt und so kann man als Konsument schnell Alternativen finden, sollte das Produkt nicht die gewünschten Inhaltsstoffe enthalten. Außerdem geben verschiedene Expertenbewertungen von zum Beispiel Öko-Test, Greenpeace, Stiftung Warentest und der Bund für die Umwelt und Naturschutz Deutschland Auskunft über die potenzielle Gefährlichkeit des Produktes für Körper und Umwelt.

Eine weitere Funktion der App zeigt an, ob ein Produkt mit Gluten- und Lactose Intoleranz oder als Veganer konsumiert werden kann.

Im Test: Gesunde Lutschpastillen?

Codecheck im Test

Was steckt wirklich in denWrigleys Extra Professional Mints Waldfrucht“? Codecheck kennt die Antwort!

Die Funktionen der App klingen ja sehr vielversprechend, aber entscheidend ist letztendlich immer die Frage: Funktioniert die App auch wirklich?“. Also probierte ich die App aus und fand auch schnell ein Produkt zum checken: Meine Waldfrucht-Lutschpastillen, die eigentlich immer auf meinem Schreibtisch stehen. Durch die ansprechende Verpackung und dem Zusatz: „ohne Zucker“ habe ich diese immer bedenkenlos konsumiert. Da war ich natürlich umso gespannter zu erfahren, was wirklich drin steckt.

Die Benutzung der App ist sehr einfach und Codecheck hat das Produkt mittels Barcode-Scanner schon nach wenigen Sekunden gefunden. Zunächst war ich erleichtert, denn der Bewertungsbogen für das Produkt war überwiegend grün gefärbt. Auch der Zuckeranteil der Pastillen lag wie verprochen bei 0%. Zunächst war ich erstaunt, dass die Pastillen 39% des Tagesbedarfes an Kohlenhydraten decken sollen, aber dann sah ich, dass der Wert auf eine Menge von 100g berechnet war und natürlich nicht nur auf eine einzelne Pastille.

Was mich aber wirklich überrascht hat,  waren die widersprüchlichen Bewertungen der Experten. Laut dem einem Experten sollte man die Lutschpastillen unbedingt meiden, denn sie könnten zu Migräne führen. Und ein anderer Experte spricht von einem „bedenkenlosen Konsum“. Da fragt man sich natürlich wirklich, welcher Meinung man denn jetzt Glauben schenken soll. Bei mir ist die schlechte Bewertung irgendwie hängen geblieben und ich werde die Pastillen wahrscheinlich nicht wieder kaufen, aber wie man mit den Expertenbewertungen umgeht, sollte jeder für sich entscheiden.

Ein Fazit zu „Codecheck“

Die App ist wirklich hilfreich, um sich einen besseren Überblick über die Inhaltsstoffe eines Produktes zu verschaffen. Gerade für Allergiker und Veganer sehe ich somit die Chance vermehrt auch im „normalen“ Supermarkt Produkte zu finden. Außerdem hilft die App die Gesamtzusammenhänge zwischen den Inhaltsstoffen besser zu verstehen und so fällt es leichter ein gesundes Produkt zu erkennen. In puncto einfache Bedienung und Schnelligkeit, vorausgesetzt man verfügt über eine WLAN-Verbindung, ist die App unschlagbar und ersetzt das lästige Suchen der Informationen auf der Verpackung. Einen großen Nutzen sehe ich auch beim Kauf von Kosmetikartikeln, da ich die chemischen Angaben auf der Verpackung nie wirklich verstehe.

Jetzt kommt aber das „große Aber“. Ja, die App kann eine Hilfe sein, aber die Benutzung sollte nicht in einem Kontrollzwang ausarten. Ich finde es wichtig, sich über eine gesunde und auch umweltbewusste Ernährung Gedanken zu machen, aber es ist genauso wichtig auch nach Genuss oder nach eigener Selbsteinschätzung Produkte zu kaufen und zu konsumieren. Das Fazit lautet also: Die App gehört definitv in die Kategorie sehr hilfreich und ich werde sie auch sicher weiter anwenden, aber nur als eine Unterstützung zu meiner eigenen Einschätzung.

Alina Heger

 

 


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