Die Kulturmitte – Entspannung gefunden?

2 03 2016

Wie klappt es bei Ihnen mit den Neujahrsvorsätzen? Sind Sie noch eifrig dabei oder haben Sie den inneren Schweinehund einfach nicht besiegen können?

Zum Thema gute und entspannte Vorsätze hatte mein Kollege Uwe Nüstedt zum Ende des Jahres 2015 schon einmal einen Beitrag  veröffentlicht. Mich hat dieser Beitrag inspiriert endlich dem Aufruf: „Nach „Entspannung“ suchen sollst Du!“ zu folgen. Anstatt also weiter an meinen unrealistischen Vorsätzen festzuhalten, habe ich versucht einfach mal zu entspannen. Die Frage ist natürlich habe ich sie gefunden, diese Entspannung?

Meine Suche begann in unserem Online-Katalog, wo allein das Schlagwort „Entspannung“ unglaubliche 300 Treffer erzielte. Zählt man die Suche nach dem Schlagwort „Stress“ mit 322 Treffern hinzu, kommt man schon auf ganze 622 Treffer. Die erste Enttäuschung machte sich breit. Wie sollte ich aus dieser Menge an Ratgebern das Richtige für mich finden? Ich musste die Suche eingrenzen und horchte in mich: Was entspannt mich wirklich?

Eine aussichtslose Suche?

Mir fiel sogar schnell etwas ein. Eine Massage entspannt doch immer. Leider sind professionelle Massagen sehr teuer und auch Familie und Freunde haben nicht immer Lust den Nacken zu kneten. In diesem Zusammenhang hatte ich schon immer öfter von dem Trend des Faszien-Trainings gehört. Bei diesem Training geht es um eine Selbstmassage des Bindegewebenetzes mit einer sogenannten „Faszienrolle“. Das soll Verspannungen und Schmerzen lösen. Nachdem ich mich also in die passenden Ratgeber eingelesen hatte, probierte ich in meinem Fitnessstudio die Rolle aus und war wirklich überrascht wie gut das Training funktionierte. Am Anfang ist der Druck der Rolle ein wenig schmerzhaft, aber schon nach ein paar Trainingseinheiten spürte ich eine deutliche Lockerung der Verspannungen. Natürlich ersetzt das Training keinen Arztbesuch, aber die Vorteile der Faszien-Fitness liegen klar auf der Hand: Man kann die Massage selbst ausführen und wenn man sich eine Faszienrolle kauft, kann man auch einfach zuhause trainieren.

Das Buch "Faszien-Fitness" von Robert Schleip und Johanna Bayer. Quelle: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3868834834/bondonline-21

Das Buch „Faszien-Fitness“ von Robert Schleip und Johanna Bayer. Quelle: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3868834834/bondonline-21

Doch meine Suche nach innerer Ausgeglichenheit ging weiter. Ich hatte schon oft gehört, dass viele Leute auf Meditation und Autogenes Training zur Entspannung schwören. Das wollte ich unbedingt ausprobieren. Im Internet suchte ich nach verschiedenen Meditaionsformen und entschied mich einmal Yoga auszuprobieren. Bei Youtube gibt es auch sehr viele Videos, die zeigen wie die Übungen funktionieren.

Ich hatte als Anfänger natürlich so meine Probleme mit manchen Übungen, aber als deutlich schwieriger erwies sich ein anderes Problem. In einer 3-Zimmer Wohnung ist halt sehr wenig Platz und es fiel mir schwer in meiner gewohnten Umgebung vollkommen abzuschalten. Auf einmal schien jedes Staubkorn zu schreien: „Du könntest mal wieder saugen“ – und vorbei war es mit der erhofften Entspannung. Ich brauche wohl einfach noch mehr Übung beim Abschalten vom Alltag.

Am Ende meiner Suche wurde mir klar, dass mir das Ratgeber lesen und Übungen ausprobieren Spaß gemacht hat, aber eine übermäßige Entspannung habe ich dadurch nicht gefunden. Das heißt vor allem: Es gibt kein Allgemeinrezept für Entspannung. Man muss für sich selbst herausfinden, wie die perfekte Entspannung funktioniert. Ich werde die Faszien-Fitness und auch das Yoga immer mal wieder in meinen Alltag einbauen, aber mich entspannt eben auch nur mit einem guten Buch auf dem Sofa zu faulenzen. Also noch einmal der Aufruf: Gehen Sie auf Ihre persönliche Suche und sehen Sie die zahlreichen Ratgeber nur als Wegbegleiter.

Alina Heger

 


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3 responses

2 03 2016
conma

Interessant, passt ein wenig zu einem von mir kürzlich veröffentlichten Beitrag:
https://conmasgebabbel.wordpress.com/2016/02/29/schenke-ein-laecheln/

3 03 2016
Stadtbibliothek Wolfsburg

Da hast du Recht! Mit einem Lächeln fällt die Entspannung doch gleich viel leichter. Sollte ich auch mal ausprobieren! 🙂

3 03 2016
conma

Viel Spaß 🙂

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