Aufgelesen: die Bibliothek und das Lernen der Zukunft im #EDChatDE

7 02 2016

Jeden Dienstag treffen sich von 20 bis 21 Uhr Lehrer, Bildungsinterssierte aus aller Welt und die beiden EDchatDE-Moderatoren Torsten Larbig und André Spang auf Twitter, um von der Twittercommunity per Umfrage gewählte Bildungsthemen zu diskutieren. Letzten Dienstag – im #EDchatDE Nr. 133 –  ging es um „Die Bibliothek und das Lernen der Zukunft“, ein Thema, das jeden Bibliotheksmitarbeiter aufhorchen läßt.

Hier eine kurze Zusammenfassung der „Diskussionsthesen“ zu Beginn des #EDchatDE“

Bericht von Simone Strauss im Feuilleton der  FAZ über das Dokk1 in Aarhus  („Und wo sind hier die Bücher?“ vom 3.10. 2015)

  • Digitalisierung schafft neue Möglichkeiten und fordert uns heraus, neue Bibliotheksfantasien zu entwickeln.
  • mit jedem neuen Google-Book-Scan verliert die Bibliothek als Ort der Informationsbeschaffung und des Bildungsgewinns an Selbstverständlichkeit“
  • die Bibliothek in ihrer alten Form ist unter Druck geraten und ringt um ein neues Image.
  • die öffentliche Bibliothek erfährt „eine gewaltige Transformation von der altehrwürdigen Bildungsstätte zum multiplen Kultur- und Veranstaltungsort“
  • Im Dokk1, der neuen „Bibliothek“ in Aarhus kann man die Zukunft schon besichtigen: hier gibt es Nähmaschinen, 3D-Drucker, Tonstudios […] Maker Spaces, Workshops des Gesundheitsamts, Drohnenflugschau, Spielecken, wo die Kinder an Konsolen zocken. Ein Ort, an dem viel Kommunikation und wenig Kontemplation stattfindet.

Auszüge des Library Edition des Horizon Reports 2015

  • Konkurrenz durch alternative Informationsangebote, neue Aufgaben und Rollen für BibliothekarInnen, die Notwendigkeit zu radikalem Wandel aufgrund technologischer und gesellschaftlicher Umbrüche und der Umgang mit der ständigen Wissensvermittlung/Informationsflut. Big Data und Data Privacy.

Wie seht Ihr das eigentlich? Wie sollte die Bibliothek der Zukunft aussehen?

Uwe Nüstedt


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3 responses

8 02 2016
mightym

Technik bedeuteten Veränderung. So wie das Pferd als Haupttransportmittel vom Auto abgelöst wurde, so wird die Bibliothek wohl leider von Ebooks und dem Internet im Allgemeinem abgelöst. Ich finde es gut, das Bibliotheken dann noch zu Kommunikationszentren werden. Auch wenn Bücher lesen hier nur Nebensache ist, gehen sie zumindest nicht komplett im Zuge der technische Revolution unter.

8 02 2016
Stadtbibliothek Wolfsburg

Wir glauben aber nicht, dass Bücher oder Bücherlesen Nebensache werden wird. Man kann es ja auch mal positiv sehen: die kulturelle Bandbreite, aus der wir schöpfen können, wird immer größer und Bücher und Bücherlesen ist dann halt
nicht mehr das Leitmedium bzw. die Leitkultur. Wie siehst Du das?

14 02 2016
mightym

Das ist wahr. Sich zu belesen ist natürlich einfacher heutzutage, was keine schlechte Sache ist. Ich denke auch das Bücher nicht mehr das Leitmedium sind, dafür hat das Internet gesorgt 🙂 Ich habe auch mit Nebensache ein ungünstiges Wort gewählt. Ich meine dass man in Bibliotheken mehr machen kann, als „nur“ lesen. Klar ist lesen noch immer eine wichtige Sache in Bibliotheken, aber man kann sich dort auch treffen, an Kursen teilnehmen oder mit anderen spielen. Bibliotheken und Bücher sind also im Zuge der technischen Revolution nicht zu Relikten einer vergangenen Zeit geworden. Sie haben sich angepasst, was ich auch sehr begrüße. 🙂

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