Die Kulturmitte – Bücher gehen auf Reisen

6 01 2016

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Ein Buch liegt verlassen auf einer Parkbank. Sie denken sich: Das Buch hat bestimmt jemand dort vergessen. Doch Achtung! Manchmal lohnt sich ein zweiter, genauer Blick. Sie könnten es nämlich auch mit einem freigelassenen Buch eines „BookCrossers“ zu tun haben. In diesem Fall nehmen Sie das Buch auf jeden Fall mit. Denn dieses Buch befindet sich auf einer Reise. Und sie können ein Teil dieser Reise sein und in die Welt des „BookCrossings“ eintauchen.

Logo der Website

Logo der Website

 

Doch was ist eigentlich „BookCrossing“?

Laut Website ist es „Das Freilassen von Büchern, die Andere finden, lesen und darüber erzählen“. Und genau das ist die Idee der Website. Ich meine wer hat sie nicht, diese Bücher, die ihr Dasein verstaubt im Bücherregal fristen. Warum ihnen nicht ein neues Leben schenken damit sie noch einen anderen Leser begeistern.

Aufbau der Website www.bookcrossing.com

Aufbau der Website http://www.bookcrossing.com

 

Wie funktioniert „BookCrossing“?

Doch bevor ein Buch seine Reise antreten kann, muss man es auf der Website www.bookcrossing.com registrieren damit das Buch eine eigene BCID (BookCrossing-Identitätsnummer) besitzt. Das ist eine Art Kennzeichnung, die in Form eines Etiketts oder handschriftlich auf das Buch geschrieben oder geklebt wird. So kann der Buchfinder diesen BCID auf der Website eingeben und sehen, wer das Buch freigelassen hat und wo es schon überall gewesen ist. Nun kann man nach Belieben auch einen Eintrag zu diesem Buch machen. Nachdem man das Buch gelesen hat, oder auch nicht, lässt man es wieder frei. Freilassen heißt man lässt es im Park, in der Bahn, im Restaurant oder wo auch immer liegen. Das Buch geht nun wieder auf Reisen und kann nochmal gefunden werden.

Gehen Sie auf die Jagd! In Wolfsburg sind aktuell 111 Bücher freigelassen.

Gehen Sie auf die Jagd! In Wolfsburg sind aktuell 111 Bücher freigelassen.

So viel zum Ablauf der Standardvariante. Der Fantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt und es gibt viele Arten beim „BookCrossing“ mitzumachen. Und die Idee hat großen Anklang gefunden. Seit der Gründung im Jahr 2001 hat sich eine große Community rund um den Globus entwickelt.

Ich  finde die Idee einer weltweiten, offenen Bibliothek wirklich super. Diese Art des Bücher Erlebens hat etwas von einer Schnitzeljad aus Kindheitstagen. Es bietet die Möglichkeit, sich mit anderen Leseratten weltweit auszutauschen und eine gemeinsame Leidenschaft zu verbinden. Da ich auch noch eine Reihe alter ausgelesener Bücher zuhause habe, werde ich mich wohl auch mal als „BookCrosser“ versuchen. Und wer weiß, vielleicht finden Sie ja eins meiner reisenden Bücher.

Alina Heger


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