Die Kulturmitte: „Alle Jahre nie wieder“ – über gute und entspannte Vorsätze

30 12 2015

So sieht es doch aus: morgen ist der letzte Tag des Jahres und schon wieder haben die meisten von uns entweder keine guten Vorsätze gefasst oder wieder nur dieselben alten Standard-Vorsätze im Handgepäck, die spätestens am Tag nach Neujahr wieder gebrochen werden.  Gute Vorsätze – sollte man die nicht aber in jedem Fall haben?  Auch, wenn man sie  immer wieder über Bord wirft und „der gute Vorsatz“ von nur sehr geringem Wert ist?  Ist ein Leben ohne gute Vorsätze zum Jahreswechsel nicht wie in das vielversprechende neue Jahr zu reisen und sein Reisegepäck am Bahnsteig stehen zu lassen? Und was ist die mentale Voraussetzung, wenn gute Vorsätze gelingen sollen?

„Endgültig mit dem Rauchen aufhören“„Abnehmen und mehr Bewegung bzw. mehr Sport“, „Gesündere Ernährung“, „Weniger bzw. gar keinen Alkohol mehr trinken“.  Das sind die gängigen guten Vorsätze zum Jahreswechsel. „Kaufkrafterhalt der Aktien“, das beschreiben zum Beispiel Börsianer und Anleger als ihren guten Vorsatz zum neuen Jahr.

Und immer mehr Menschen möchten Glück und Erfüllung im Hier und Jetzt und konzentrieren sich auf das, was nach Abzug all der täglichen To-dos wirklich wichtig ist.

Wirklich wichtig für die meisten sind andere Menschen, Freunde und Familie. Das ist auch das Ergebnis einer Forsa-Befragung von rund 1000 Menschen  in Nordrhein-Westfalen, die die DAK-Krankenkasse in Auftrag gab. „Mehr Zeit für Familie und Freunde“ – allein 58 Prozent der Befragten gaben das an. Und 59 Prozent der Befragten wünschten sich einfach weniger Streß.

Interessant ist auch, wie viele Medien es gibt, die uns bei der Verwirklichung guter Vorsätze unterstützen wollen. Ob es nun Apps wie „Rauchfrei Pro“, „Abnehm-Tipps“, „GymPact“ (iOs), „Nichtraucher-Coach“, „DrinkLess“, „Tägliches Pro-Training“ (Android) sind oder Medien aus unserem Wolfsburger Bibliotheksbestand  – es gibt zahlreiche Angebote zum Thema „Guter Vorsatz“, von denen man jedoch fast alles „in die Tonne treten“ kann, wenn man die Sache mit den guten Vorsätzen falsch angeht. 

Die häufigste Ursache für das Scheitern guter Vorsätze ist, dass wir zu viel in zu kurzer Zeit erreichen wollen und der gute Vorsatz dann nur eine Absichtserklärung bleibt. Wer den guten Vorsatz zielorientiert verfolgt, sollte klare Vorstellungen zum neuen Verhalten haben und auch erst dann mit der Umsetzung beginnen, wenn er wirklich entspannt ist, habe ich gelesen.

Und das ist doch das Problem: wir alle können uns meistens gar nicht mehr richtig entspannen! Bevor Sie also Medien zum Themenkreis „Nichtrauchen, Nichttrinken und Nichtessen“ suchen, verwenden Sie einfach erstmal nur das Wort „Entspannung“: „Nach Entspannung suchen sollst Du!“ <– (hier klicken)

Und erst dann, wenn Sie richtig entspannt sind, ist der Zeitpunkt günstig, mit dem guten alten klassischen Vorsatz zu beginnen. In diesem Sinne einen guten Rutsch ins neue Jahr und viele neue „entspannte“ Vorsätze.

Uwe Nüstedt





FIFA-Jahresabschlussgaming in der Schulbibliothek

29 12 2015
gaming-20

Eigentlich schon schulfrei, aber FIFA-Fussball macht soviel Spaß.

In der Schulbibliothek der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule (IGS) durften die Kinder der Ganztagsbetreuung zum Jahresabschluss am letzten Dienstag, dem letzten Schultag vor den Weihnachtsferien, ein FIFA-Fußball-Turnier spielen. Zuerst sah es für das einzige teilnehmende Mädchen sehr gut aus, aber dann gewann doch ein FIFA-erfahrener Junge aus dem 5. Jahrgang.

Ganz erstaunlich: Weil das Gerät erst noch aufgebaut werden musste, konnten die Kinder ihre technischen Kenntnisse einbringen und waren sehr stolz, als bald darauf mit ihren Tipps alles funktionierte.

Bei diesem Spiel ist schnelle Reaktion und Spieltaktik gefragt. Ein bisschen planen muss man schon, sonst kommt einem der Gegner zuvor und schießt Tore. Dann war Schulschluss und leider das Turnier auch vorbei – schade eigentlich…

Schwieger, Schulbibliothek HNG (IGS)





Frohe Weihnachten!

24 12 2015

Wir wünschen allen ein fröhliches Weihnachtsfest, viel gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden, auch mal „Bewegung in der Natur“ zwischen den kulinarischen Genüssen zu Hause und dass für ein paar Tage einfach mal Ruhe und Entspannung einkehren!

Ihr und Euer Wolfsburger Stadtbibliotheksteam

 

Fröhliche Weihnachten!

Fröhliche Weihnachten!





Die Kulturmitte – Alle Jahre wieder…

23 12 2015

Ein Blick auf den Kalender zeigt: Morgen ist schon wieder Weihnachten! Und zu Weihnachten gehören natürlich auch die alljährlichen Weihnachtstraditionen. Diese Traditionen können natürlich ganz unterschiedlich ausfallen. Manch einer setzt kulinarisch zum Beispiel ganz auf die knusprige Ente auf einem Rotkohlbett mit Mandelkroketten und manche mögen es eben lieber einfach und servieren klassisch Kartoffelsalat mit Würstchen. Und auch beim Geschenke auspacken, gibt es die allbekannten, ungeduldigen „Vor-dem-Essen-Auspacker“ und die geduldigen „Nach-dem-Essen-Auspacker“.

Was aber wirklich gleich bleibt und auch schon eine Tradition zu sein scheint, ist das weihnachtliche Fernsehprogramm. Alle Jahre wieder laufen da natürlich die Klassiker, aber eben auch Blockbuster aus dem Hause Hollywood. Von Free-TV-Premiere, über Familienfilm, bis Schlager-Special, scheint für jeden Geschmack etwas dabei zu sein. Doch man hat manchmal das Gefühl, passt das eigentlich noch zu Weihnachten? Es ist wohl eher die jährliche Schlacht der TV-Sender, um die besten Einschaltquoten. Trotzdem gibt es durchaus Sehenswertes und falls Sie noch nicht in ihre Fernsehzeitung geschaut haben, gibt es hier einen kleinen Überblick.

 

FSJlerin Alina Heger

FSJlerin Alina Heger

Die Klassiker

ARD: Los geht’s am Heiligabend mit dem obligatorischen Film „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ (12:10 Uhr). Obwohl ich, mit meinen 20 Jahren, zu der neuen Generation gehöre, kenne ich natürlich den Film aus dem Jahr 1973. Er ist einfach so herrlich märchenhaft und macht mir immer Lust auf weiße Weihnachten.

ZDF: Das Warten am 24.12 versüßt Michel aus Lönneberga traditionell in „Michel in der Suppenschüssel“ (13:25 Uhr). Ja, der semmelblonde Michel gehört einfach fest in das Weihnachtsprogramm. Ein waschechter Klassiker, der Jung und Alt seit 1971 begeistert.

Sat. 1: Zur Primetime am 24.12 läuft wieder „Kevin-allein zuhause“. Ich muss gestehen ich habe den Film noch nie gesehen. Und auch dieses Jahr läuft er zu einer  ziemlich ungünstigen Sendezeit. Aber als eine der erfolgreichsten Komödien aller Zeiten, muss er ja sehr witzig sein.

 

Free-TV-Premieren:

RTL: Am 1.Weihnachtstag lockt RTL mit den Minions! Sie wissen schon, das sind diese quietschgelben „Gute-Laune Figuren“, die einen totalen Hype ausgelöst haben. Man findet sie ja momentan auf alles mögliche drauf gedruckt. Die Minions sind aber auch seeeeehr süß und der Film „Ich- einfach unverbesserlich 2“ (20:15 Uhr) bietet Spaß für die ganze Familie.

Sat. 1: Doch auch bei der Konkurrenz kommt um 20:15 Uhr ein echter Knüller. „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ ist wirklich ein grandioser, fantasievoller Film – ein Muss für alle Herr der Ringe Fans!

 

Ruhigere Töne:

ZDF: Am 24.12 zeigt der öffentlich-rechtliche Sender „Heiligabend mit Carmen Nebel“ (20:15 Uhr). Und einen Tag später vertraut man ganz auf die Lieblings-Blondine der Deutschen: Helene Fischer! Ich persönlich finde, dass man sie mittlerweile zu viel in Fernsehen und Werbung sieht. Aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache. Bevor jedoch um 20:15 Uhr die „Helene-Fischer Show“ beginnt, hält der Bundespräsident die Weihnachtsansprache (19:08 Uhr).

Sie sehen es lohnt sich durchaus mal reinzuschalten. Doch auch wenn Sie es nicht tun sollten, Weihnachten ist ja hauptsächlich ein Fest der Familie und Besinnlichkeit , da kann die Flimmerkiste auch mal ausbleiben.

In diesem Sinne ein frohes Fest und schöne Feiertage.

Alina Heger





6 Wochen Praktikum in der Stadtbibliothek Wolfsburg – Ein Rückblick

22 12 2015

Bestimmt hat der eine oder andere Nutzer und Besucher beim Besuch in der Stadtbibliothek Wolfsburg oder einer ihrer Zweigstellen in den letzten Wochen ein neues Gesicht gesehen. Dieses Gesicht gehört einem Studenten, der in der Stadtbibliothek Wolfsburg ein Praktikum macht: Tilmann Gerlitz.

Seit Oktober studiere ich an der Humboldt-Universität Berlin Bibliotheks- und Informationswissenschaften. Zu meinem Studium gehört ein Pflichtanteil an Praktika, die in verschiedenen Bibliotheken oder Archiven absolviert werden können.
Von Anfang November 2015 bis kurz vor Weihnachten war ich in der Stadtbibliothek Wolfsburg. Meine Wahl fiel auf die Stadtbibliothek Wolfsburg, weil sie als größte öffentliche Bibliothek in meiner weiteren Wohnumgebung über ein großes Angebot an Büchern, Zeitschriften, CDs und DVDs verfügt. Auch das Angebot an elektronisch les- und leihbaren Zeitschriften und Büchern ist beachtenswert.

Die sechs Wochen waren eine ereignisreiche Zeit: Einem Überblick über Funktion und Aufgabe, Zielgruppen, Angebote und Services folgten Hospitationen bei den Kollegen aus den einzelnen Lektoraten und Abteilungen sowie bei verschiedenen Zweigstellen und Schulbibliotheken sowie der Zielgruppenarbeit. Gerne habe  ich über die Schulter geschaut und zahlreiche Fragen zur Arbeit und zur Bibliothek gestellt. Dabei habe ich in Absprache mit den Kollegen gerne Aufgaben übernommen. Auch bei den vielen Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen durfte ich hospitieren und mitwirken: Romanvorstellung, Bilderbuchkino für Kindergruppen, Vorlesewettbewerb, Poetry Slam, „Let’s play together“-Videospielnachmittag, E-Book-Sprechstunden und Projekte mit Schülern und Klassen zur Stärkung der Medienkompetenz sind nur einige Beispiele für das Veranstaltungsangebot der Bibliothek. Durch diese Angebote ist die Bibliothek ein Ort der Kommunikation und Information, Bildung und Kultur gleichermaßen. Daneben fand sich noch die Zeit, Beiträge für den Blog der Stadtbibliothek zu schreiben und so über Angebote und Veranstaltungen der Bibliothek zu informieren.

Verabschiedet sich: Tilmann Gerlitz

Verabschiedet sich: Tilmann Gerlitz

In den vergangenen Wochen bearbeitete ich jedoch in enger Absprache mit Lektoren ein Projekt. Darin werden den Benutzern zu grundlegenden Medien (Bücher, CDs, DVDs) über QR-Codes auf Hinweistafeln der Zugang zu Apps ermöglich, die ihnen den Zugang zu aktuellen und schnell veränderlichen Informationen erleichtern. Die physischen Medien werden so enger mit digitalen Angeboten verbunden und ergänzen sich. Gleichzeitig ist das Projekt eine Erweiterung des vorhandenen Online-Angebotes der Stadtbibliothek. In einem ersten Durchgang wurden Apps aus den Bereichen Reisen und Urlaub sowie Recht und Verfassung ausgewählt, auf die mit QR-Codes verwiesen wird. Dabei konnte ich an Vorarbeiten einer früheren Praktikantin anknüpfen. Ob das Projekt ausgebaut und verstetigt wird, hängt davon ab, wie das Angebot, ergänzend zur Ausleihe physischer Medien, angenommen wird.

Dass ich an dieser Stelle mitwirken konnte und die Bibliothek auf diese Weise für Nutzer und Besucher attraktiver wird, freut mich. Ich werde mich gerne an die vergangenen Wochen zurückerinnern, denn gleich nach meinem Studieneinstieg habe ich einen wunderbaren Einblick in bibliothekarische Arbeitsabläufe im öffentlichen Bibliothekswesen erhalten, die für mich und mein zukünftiges Studium von großem Wert sind.

Tilmann Gerlitz M.A.
zurzeit Praktikant in der Stadtbibliothek





Erster offener Bücherschrank im Flüchtlingsheim Dieselstraße

21 12 2015

Letzten Donnerstag besuchten Barbara Klasen und Uwe Simm (Stadtbibliothek) zusammen mit Philipp Gramse vom Integrationsreferat der Stadt das Flüchtlingsheim in der Dieselstraße, um dort den ersten offenen Bücherschrank einzurichten.

Jetzt stehen Literatur in arabischer und englischer Sprache für Erwachsene, Bildwörterbücher zum Deutschlernen, arabische und mehrsprachige Bilderbücher für Kinder zur unkomplizierten Nutzung vor Ort bereit.

Unter den Bewohnern waren einige talentierte Personen, die nach einer kleinen Einführung gemeinsam mit den Bibliotheksmitarbeitern die Bücher “foliiert“, d.h. mit einem einen Schutzumschlag versehen haben. Dadurch wird die Haltbarkeit wesentlich erhöht.

Gruppenbild mit Dame: der erste Offene Bücherschrank im Flüchtlingsheim Dieselstrasse: mit den talentierten Bewohnern, Barbara Klasen und Uwe Simm von der Stadtbibliothek (hintere Reihe) und Philipp Gramse (blaues Hemd) vom Integrationsreferat der Stadt.

„Gruppenbild mit Dame“: der erste offene Bücherschrank im Flüchtlingsheim Dieselstrasse: mit den talentierten Bewohnern, Barbara Klasen und Uwe Simm von der Stadtbibliothek (hintere Reihe) und Philipp Gramse (blaues Hemd) vom Integrationsreferat der Stadt.

Die Aktion hat allen viel Spaß gemacht! Im nächsten Jahr werden weitere Flüchtlingsunterkünfte mit einem „Offenen Bücherschrank“ ausgestattet.

Kla





Anleitungen zum Weihnachtsbasteln und „Gedanken aus Übermorgen“ – das war los letzte Woche!

20 12 2015

Hier ein paar Tipps, wie man vielleicht noch auf die Schnelle und „just-in-time“ zu passenden Weihnachtsgeschenken kommt. Unsere Auszubildende Marle Düring hat sich letzten Montag und Freitag aktiv an den Weihnachtsbastelaktionen am Hansaplatz und in der Schulbibliothek der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule beteiligt und beschreibt hier, wie man Kerzen marmoriert und mit Origami weihnachtlich kreativ wird.

„Marmorierte Kerzen“ (14. Dezember, Stadtteilbibliothek Hansaplatz)

Als erstes befüllt man ein Konservenglas mit Wasser. Das Konservenglas sollte etwas größer sein als die Kerzen, die man später darin eintaucht. Dann tröpfelt man Marmorierfarbe ins Wasser, bis die Wasseroberfläche mit der Farbe bedeckt ist. Jetzt muss man die Kerze am Docht halten und sie ins Wasser eintauchen. Dabei sollte man sie drehen, damit ein schönes Muster entsteht. Nachdem die Kerze ganz eingetaucht wurde, läßt man sie trocknen. Zusätzlich kann man sie auch noch mit Glitzerstaub verzieren. Und fertig ist die marmorierte Kerze!

„Weihnachtliches mit Origami“ (20. Dezember, Schulbibliothek Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule)

Wie man mit Hilfe der Origami- Technik verschiedenartige Papierboxen falten kann, das war das Thema in unserer Schulbibliothek in der HNG. So falteten wir  schöne Sternenboxen, die man – mit einem LED-Teelicht bestückt – ganz praktisch als Kerzenlicht nutzen kann oder auch zum Aufbewahren von Süßigkeiten. 

Zwei größere gebastelte Papierboxen ließen sich ganz praktisch in eine Aufbewahrungsschachtel verwandeln und die kleinen Origami-Frösche, die zum Schluß noch entstanden, konnten sogar springen und kleine Saltos vorführen, wenn man sie auf der Hinterseite drückte. Beides – Papierboxen und -frösche – wurde später noch mit Glitzersteinen verziert.

 

„Gedanken aus Übermorgen“ (16. Dezember, Stadtteilbibliothek Detmerode)

Mit „Gedanken aus Übermorgen“ „konfrontierte“ Autor Tobias Tantius sein Publikum am letzten Mittwoch in der Stadtteilbibliothek in Detmerode.  Bei Tantius´“Gedanken“ handelt es sich um eine Sammlung von Sci-Fi-Kurzgeschichten, die in Detmerode in der Reihe „Literatur in Detmerode“ vorgestellt wurden. 20 Zuhörer waren der Einladung gefolgt und genossen die gemütliche Atmosphäre bei Kaffee, Tee und Keksen  und vor allen Dingen den Austausch mit Tobias Tantius. 

„Literatur in Detmerode“ ist eine Veranstaltungsreihe der VHS Wolfsburg und der Stadtbibliothek Wolfsburg.