Medientipp: Bibliotheksleiterin Petra Buntzoll empfiehlt Navid Kermani

30 09 2014

Nicht dass wir hier in der Stadtbibliothek eine strenge Hierarchie hätten. Es ist nur so, dass sich unsere Chefin Petra Buntzoll tatsächlich als erste meldete, als es hieß, alle Bibliothekskolleginnen und -kollegen würden gern regelmäßig über ihre Medien- und Literaturinteressen berichten. Petra Buntzoll macht also den Anfang und empfiehlt, sich einmal mit dem deutsch-iranischen Schriftsteller Navid Kermani auseinanderzusetzen:

Bibliotheksleiterin Petra Buntzoll

Bibliotheksleiterin Petra Buntzoll über Navid Kermani

Navid Kermani ist deutsch-iranischer Schriftsteller, Orientalist und lebt in Köln. Er gibt mit seinen Veröffentlichungen sehr scharf beobachtete, ungewöhnliche Einblicke in unsere Gesellschaft. Seine iranische Abstammung ermöglicht ihm, die muslimische Kultur und die Lebensweisen im Nahen Osten aus der Innenansicht darzustellen.

Hier ein Interview des Spiegels mit Kermani zu den aktuellen Lebensumständen im Irak. 

Auch in der Stadtbibliothek Wolfsburg gibt es einiges von Kermani im Medienbestand (hier <— 2 Mal hintereinander klicken!)  Kermanis Artikel im Spiegel sind natürlich auch über die Onleihe zu beziehen.

Im Mai 2014 hielt er im Bundestag die Festrede zum 65. Jahrestag des Grundgesetzes.

Kermanis Arbeit wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, mit dem Joseph-Breibach-Preis und dem Gerty-Spies-Literaturpreis für sein Engagement hinsichtlich gesellschaftlicher Toleranz.

Seine Sachliteratur wie auch die Romane sind sehr lesenswert und haben mir viele neue Perspektiven eröffnet.

Petra Buntzoll

 

 





Recherchieren in Originalsprache „ohne Untertitel“: die Britannica Library für Kinder, Schüler, Jugendliche, Studenten und Erwachsene

29 09 2014

Diese Erfolgsmeldung, dass die ehrwürdige Encyclopedia Britannica im Gegensatz zum deutschen Bruder Brockhaus so ungeheuer erfolgreich ist, wollen wir mal als Anlass nehmen, ein weiteres unserer digitalen Angebote vorzustellen. Es heißt „Britannica Library“, ist sozusagen ein Ausschnitt der renommierten großen „Encyclopaedia Britannica“ und enthält über 75.000 Artikeln von rund 4.500 Autoren.

Das wirklich Besondere daran ist, dass es unter dem Dach unserer Britannica drei altersgerechte Britannica-Bibliotheken mit spezifisch aufbereitetem Wissen aus allen Fachgebieten gibt: für Kinder, Schüler und Jugendliche, Studenten und Erwachsene. Sie eignet sie sich besonders auch für Schüler, die ein Referat oder eine Facharbeit in Englisch zu schreiben haben. Nichts ist mühsamer, als erst in Deutsch zu rechechieren und es dann zu übersetzen. Außerdem lernt man natürlich von Anfang an!

 

BritannicaLibraryBild

 

Der Erfolg der „großen“  Encyclopædia Britannica, das kann man im Schneeschmelze-Blog lesen, geht einher mit der ebenso erfolgreichen Online Werbung des Nachschlagewerkes:

„Robert Channick von der Chicago Tribune schreibt, derzeit gebe es etwa 50.000 Abonnenten, die 70 Dollar pro Jahr für den Zugriff zur Britannica zahlten. Hinzu kämen 450.000 Zugänge über distribution partners wie Internet-Provider. Aber die Werbeerlöse nähmen immer weiter zu: 13 Millionen Dollar sollen im laufenden Jahr hereinkommen, 70 Prozent mehr als 2010. Vor zwei Jahren hätten noch 95 Prozent aller Einnahmen von Abonnenten gestammt, heute seien es nur noch drei Viertel.

Im Gegenzug sei die Paywall löchriger geworden. Britannica wird nun auch auf Google nachgewiesen und erhält zunehmend Traffic von dort. Mittlerweile sei die Hälfte aller Inhalte frei zugänglich. Man beschäftige 500 Angestellte weltweit, davon 210 in der Firmenzentrale in Chicago, und man schreibe schwarze Zahlen. Die Zahl der Besucher der Website sei von 4,7 Millionen im September 2012 auf 12 Millionen in diesem Jahr gestiegen.“

 

Bei uns findet Ihr die Britannica Library über unsere Website. Das ist, zugegeben (noch) etwas schwer, daher hier mal der Direktlink dahin. Wenn Ihr den Shortlink angeklickt habt, dann solltet Ihr das hier sehen.

Die Britannica auf unserer Startseite

Die Britannica auf unserer Startseite

 

Viel Spaß beim Recherchieren und sagt mal, wie Ihr es fandet!?

 

 





„Die nervöse Großmacht 1871-1918“ – Sachbuchtipp unserer Praktikantin Janine

26 09 2014

Wer sich mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigt, kommt gar nicht daran vorbei, auch einen Blick auf das deutsche Kaiserreich zu werfen. Doch das muss nicht immer dröge sein: Volker Ullrich widmet sich in seinem Buch „Die nervöse Großmacht 1871-1918“ dem deutschen Kaiserreich. Dabei richtet er sich nicht hauptsächlich an fachkundige Leser. Er behandelt das Thema in verschiedenen Facetten. Zum einen wird die Politik Bismarcks beleuchtet, zum anderen werden auch gesellschafts- und kulturgeschichtliche Aspekte behandelt. Dabei war es dem Autor wichtig, dass ein Einblick in die Geschichte und die Geschichtswissenschaft gewährt wird und zusätzlich der Leser nicht erschlagen von Informationen wird. Dies ist ihm, meiner Meinung nach, gelungen. Das Buch lässt sich wirklich sehr gut lesen und enthält interessante Informationen, welche auch durch Bilder unterstützt werden.

 

"Die nervöse Großmacht 1871-1918"

„Die nervöse Großmacht 1871-1918“

Für diejenigen, die sich für bestimmte Themen interessieren oder danach suchen, ist das Buch in viele kleinere und vor allem überschaubare Kapitel und Unterkapitel unterteilt. Insgesamt deckt das Buch die Gründung des Kaiserreichs, die Ära Bismarcks und Kaiser Wilhelms II. bis hin zum Ausbruch und den Auswirkungen des Ersten Weltkrieges ab. Deswegen kann ich das Buch nur allen Interessierten ans Herz legen. Auszuleihen ist das Exemplar in der Zentralbibliothek.

Janine Goslar (Praktikantin)





„Überleben in den Sommerferien ohne den JULIUS-CLUB nicht möglich“ – Abschlussfeier in Wolfsburg kürte richtige Lesechampions

25 09 2014

Zwei Monate lang wurde nun gelesen, bewertet und kreativ gestaltet im JULIUS-CLUB der Wolfsburger Stadtbibliothek. Und es hat sich wie in den vergangenen 7 Jahren wieder einmal gelohnt für alle Beteiligten. In erster Linie für die Julianer, die in insgesamt 50 niedersächsischen Bibliotheken in einer Leserstärke von 6000 11 bis 14jährigen Kindern und Jugendlichen antraten. Aber auch bei den Vertretern der VGH-Stiftung, die dieses Projekt nun schon im achten Jahr gemeinsam mit der Büchereizentrale Niedersachsen organisieren, konnte man in sichtlich zufriedene Gesichter blicken.

 

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Freuen sich! Sven Treder (rechts) und Bernd Hartmann (links) von der VGH

 

Sven Treder von der VGH-Regionaldirektion in Celle zog vor den Julianern, deren Eltern und weiteren Verwandten im vollbesetzen großen Saal des Mehrgenerationenhauses daher auch ein besonders erfreuliches Resümee für den Wolfsburger JULIUS-CLUB. Ein Grund, dass sich die Wolfsburger Julianer auch mal selbst applaudierten, sagte Treder und zitierte verschiedene Kommentare zum niedersachsenweiten JULIUS-CLUB auf dem Weblog der VGH. Und hier hatte ein Julianer geschrieben, dass er ohne den JULIUS-CLUB nicht überleben könnte in den Sommerferien.

Überleben hin oder her – eines der wichtigsten Ziele im JULIUS-CLUB ist die Förderung der Lesekompetenz und des Textverständnisses bei den 11 bis 14Jährigen. Dass die beliebte alljährliche Sommeraktion mit jedem Mal mehr junge Leser in die Stadtbibliothek zieht, ist ein großer Erfolg, für den aber auch einiges getan wird vor Ort. So stillte das Orgateam um Kinder- und Jugendbibliotheksleiterin Beate Horstmann den Lesehunger im Vorfeld damit, dass von den jeweiligen Buchtiteln mehrere Exemplare angeschafft wurden, die dieses Mal zum größten Teil auch digital geordert und über die Onleihe verliehen wurden.

Petra Buntzoll, die Leiterin der Stadtbibliothek, nannte noch mehr positive Zahlen: 166 Julianer gab es 2014 in Wolfsburg, das sei eine Steigerung von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.  Und darunter auch wieder sehr viele sogennante Vielleser und solche Julianer, die sich in besonders kreativer Weise mit dem, was sie gelesen hatten, auseinandersetzten.

 

 

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„Wolfsburger JULIUS-CLUB, von Jahr zu Jahr erfolgreicher“: Leiterin Petra Buntzoll

 

80 der 166 Julianer haben mehr als 5 Bücher gelesen und erhielten das Vielleserdiplom. Zwei Mädchen – und da ist das Wort Lesechampion nun wirklich angebracht – hatten innerhalb der 8 Wochen 50 bzw. 51 Bücher gelesen. Eine absolute Spitzenleistung, wenn man bedenkt, dass ja nicht nur gelesen wurde, sondern als Reaktion auf das Gelesene auch kreative Beiträge entstanden.

Insgesamt waren es 11 Kreativbeiträge, von denen der zum Buch „Feldpost für Pauline“ von Trixie Clöer besonders hervorstach, die sich mit den Feldpostbriefen ihres Uropas aus dem Ersten Weltkrieg auseinandergesetzt hatte. Weitere Beiträge stellten die Handlung eines Buches  in Form von Playmobil oder Collagen mit Origami nach.

 

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Was erlebte ihr Uropa im 1. Weltkrieg? Kreativbeitrag von Julianerin Trixie Clöer

 

Im Rahmenprogramm hatte es in diesem Jahr wieder viele interessante Veranstaltungen gegeben. Einen Workshop „Wehr Dich“, der ein Sicherheitstraining für Kinder und Jugendliche beinhaltete und einen Rap-Workshop mit dem Rapper AkteOne aus Berlin. Die Liste der diesjährigen Kooperationspartner, die Petra Buntzoll vorlas, wollte gar nicht enden. Vom CinemaxX bis zum Kunstmuseum Wolfsburg waren wieder fast alle bekannten Wolfsburger Kulturinstitutionen dabei.

 

So, und jetzt nochmal ein Schnelldurchlauf! Das ist

 

die Preisverleihung:

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Beate Horstmann übergibt die Preise

 

das Publikum im vollbesetzten großen Saal des Mehrgenerationenhauses:

 

JCPublikum

Ein vollbesetzter Mehrzwecksaal

 

ein Vielleser-Diplom:

 

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So sieht es aus: das vielbegehrte Vielleser-Diplom!

 

die Wolfsburger Presse:

 

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Umringt von Wolfsburger Pressevertretern: Beate Horstmann

das GospelmagIGS – Trio der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule mit ihrem Leiter Wolfgang Grotjan, das den musikalischen Part übernahm:

 

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Gelungene Performance: die GospelmagIGS von der HNG

 

das „Catering“:

 

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Lecker Kuchen

 

Und, ach ja, evaluiert wurde selbstverständlich auch:

 

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„Wie war’s“ – der JULIUS-CLUB 2014 zieht Bilanz.

 

 





Update: „Von Mauerbau bis Mauerfall“ – Medienausstellung „25 Jahre Wende“

24 09 2014

Ob wir auch Buchempfehlungen für Kinder und Jugendliche zum Thema „25 Jahre Wende“ hätten, war heute Morgen auf Facebook die spontane Reaktion auf unseren Blogpost. Das hatten wir ehrlich gesagt erstmal nicht. Dann hat sich Janine Goslar aber ebenso spontan nochmal drangesetzt und die folgenden Titel aus der Kinder- und Jugendbibliothek zur Ausstellung ergänzt.

Auch diese Bücher sind natürlich sofort ausleihbar.

 

"25 Jahre Wende" für Kinder und Jugendliche - un das ist nur ein Teil

„25 Jahre Wende“ für Kinder und Jugendliche – und das ist nur ein Teil

 

Hermann Vinke: „Die DDR“

Ulrich Plenzdorf: „Ein Land genannt die DDR“

Ira Wedel: „Tine Eisenbeisser“

Manfred Schwarz: „Die DDR“

 

(hier bitte den Link immer zwei mal aufrufen, geht nur so. Ein Fehler, den wir beheben werden.)

 

 

Und das sind Janines Empfehlungen:

 

JanineKinder3

Claire Lenkova: Grenzgebiete

Fritzi war dabei

Das Wende-Bilderbuch

 

(hier bitte den Link immer zwei mal aufrufen, geht nur so. Ein Fehler, den wir beheben werden.)

 





„Von Mauerbau bis Mauerfall“ – Medienausstellung „25 Jahre Wende“

24 09 2014

Da haben wir für die historischen Gedenktage in diesem Jahr genau die richtige Ansprechpartnerin gefunden. Zum Jubiläumsjahr „25 Jahre Wende“ konzipierte unsere Praktikantin Janine Goslar jetzt eine kleine Medienausstellung auf der Galerie in der Zentralbibliothek. Janine studiert Germanistik und Geschichte in Hannover und durchforstete unseren Medienbestand vor diesem Hintergrund mit einem sehr gezielten Blick.

"25 Jahre Wende" - Janine Goslar hat das in Form einer Medienausstellung aufbereitet.

„25 Jahre Wende“ – Janine Goslar hat das in Form einer Medienausstellung für uns aufbereitet.

„Es handelt sich dabei zum größten Teil um aktuelle Medien“, sagt Janine und verrät, dass sie die Ausstellung nach den Themenschwerpunkten „Wendezeit“, „Zeitzeugenberichte“ und „Wie ging es nach dem Mauerfall weiter?“ zusammenstellte.

Auch dabei sind Veröffentlichungen, die den „Mythos DDR“ beschreiben, bzw. die Geschichte vom Mauerbau bis zum Mauerfall beleuchten, Bildbände und vieles andere mehr. Grundsätzlich dürfen die „Ausstellungsstücke“ auch sofort ausgeliehen werden. Das ist ja sozusagen die Bestimmung von Medien in einer Bibliothek. Auch wenn die kleine Ausstellung wegen starken Interesses schon morgen um die Hälfte dezimiert sein sollte – Janine hat vorgesorgt und kann jederzeit mindestens genauso spannende Literatur nachlegen.

 

Janines Favoriten: Andreas von seggern: "Mythos DDR" und "Und wir sind dabei gewesen" von Christian Führer

Janines Favoriten: Andreas von Seggern: „Mythos DDR“ und „Und wir sind dabei gewesen“ von Christian Führer

Leider ist Janine schon in ihrer dritten und letzten Praktikumswoche hier bei uns in der Stadtbibliothek. Wir bedanken uns bei Janine, hoffen, dass es ihr gefallen hat und wünschen ihr alles Gute für ihre Zukunft!

 





Bücherzwerge am Hansaplatz mal tierisch!

23 09 2014

Bücherzwerg142 Tierisch ging es gestern Nachmittag in die zweite Runde des Bücherzwergetreffs der Stadtteilbibliothek Hansaplatz.

Tiere erkennen und benennen, den Tiergeräuschen lauschen und sie nachahmen, war diesmal das Thema bei den Bücherzwergen.

Hör mal - Im Zoo

Hör mal

Ganz besonders beliebt sind die kleinen Pappbilderbücher aus der Reihe „Hör mal“ mit echten Tierstimmen.

Viele dieser Bilderbücher kann man in der Stadtteilbibliothek Hansaplatz und in der Kinderbibliothek entleihen.

Das letzte Treffen findet am Montag, 29. Sepember um 16.00 Uhr in der Stadtteilbibliothek Hansaplatz statt.

Infos unter:
stadtbibliothek@stadt.wolfsburg.de oder unter der Rufnummer: 05361-61039

 

KM