Deutscher Bibliotheksverband fordert rechtliche Gleichstellung von E-Books und gedruckten Büchern

29 04 2014
von links nach rechts: Klaus-Peter Böttger, Volker Heller, Mathias Gatza, Barbara Lison und Dr. Frank Simon-Ritz. Foto: © dbv/Katrin Neuhauser

von links nach rechts: Klaus-Peter Böttger, Volker Heller, Mathias Gatza, Barbara Lison und Dr. Frank Simon-Ritz. Foto: © dbv/Katrin Neuhauser

Pressemitteilung des dbv

Berlin Zum Auftakt der europäischen Bibliothekskampagne „The Right to E-Read“ forderten Vertreter des Bibliothekswesens Bundespolitiker auf, sich für die rechtliche Gleichstellung von E-Books und gedruckten Büchern einzusetzen. Bibliotheken dringen in Bezug auf E-Books und Elektronische Medien auf eine Ausweitung des Erschöpfungsgrundsatzes und des Verbreitungsrechtes im Urheberecht, auf die entsprechende Ausweitung der Bibliothekstantieme auf elektronische Medien und die Anpassung des Mehrwertsteuersatzes von E-Books an die reduzierte Mehrwertsteuer für gedruckte Bücher. Hintergrund dieser Forderung ist die Weigerung einiger, unter anderem auch großer Verlage, Öffentlichen Bibliotheken die Entleihung von E-Books zu ermöglichen.

In einem Pressegespräch am 22.04. in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin zum „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ informierte der Bibliotheksverband (dbv) über die Hürden der E-Medien Ausleihe in Öffentlichen Bibliotheken. Die Verbandsvertreter stellten dar, warum der Kernauftrag der Bibliotheken, allen Bürgerinnen und Bürgern Bildung und Information zu fairen, einfachen und kostengünstigen Bedingungen zu ermöglichen, durch das derzeitige Urheberrechtsgesetz unterlaufen wird und daher nicht jeder Bestseller auch als E-Book in den Bibliotheken entleihbar ist. Denn Bibliotheken können nicht jedes E-Book erwerben, sie sind abhängig von der individuellen Entscheidung der Verlage über die Lizenzerteilung.

Anders als bei physischen Medien, haben Bibliotheken auf der Basis des geltenden Urheberrechts kein Recht auf Erwerb und Verleih elektronischer Medien.

„Nach derzeitiger Rechtslage finden bei der Nutzungseinräumung für E-Books die Regelungen über den Leihvorgang nach den Paragraphen 598 ff. BGB keine Anwendung, weil nach dem E-Verleih keine Datei an die Bibliothek zurückgegeben werden kann. Da die üblichen Regelungen des Urheber- und Verleihrechts nicht anwendbar sind, erfolgt für die Ausleihe von E-Medien auch keine Vergütung der Rechteinhaber für Nutzungen der E-Books über die Bibliothekstantieme nach Paragraph 27 Absatz 2 des UrhG.“ So der Vorsitzende des Deutschen Bibliothekverbandes Dr. Frank Simon-Ritz im Pressegespräch. Simon-Ritz forderte weiter: „Die Regelungen für den Verleih von physischen Werkstücken bzw. Büchern müssen auch für nicht-körperliche Werke gelten.“

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv)
Im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) sind ca. 2.100 Bibliotheken aller Sparten und Größenklassen Deutschlands zusammengeschlossen. Der gemeinnützige Verein dient seit 65 Jahren der Förderung des Bibliothekswesens und der Kooperation aller Bibliotheken. Sein Anliegen ist es, die Wirkung der Bibliotheken in Kultur und Bildung sichtbar zu machen und ihre Rolle in der Gesellschaft zu stärken. Zu den Aufgaben des dbv gehören auch die Förderung des Buches und des Lesens als unentbehrliche Grundlage für Wissenschaft und Information sowie die Förderung des Einsatzes zeitgemäßer Informationstechnologien.

Kontakt:
Deutscher Bibliotheksverband e.V.
Maiken Hagemeister, Pressesprecherin und Leitung Kommunikation
Tel.: 0 30/644 98 99 25
E-Mail: hagemeister@bibliotheksverband.de
http://www.bibliotheksverband.de
http://www.bibliotheksportal.de

 

SC

 





Zweigstellenschließung am 02. Mai

29 04 2014

Aufgrund des Brückentages nach dem 01. Mai sind am Freitag, dem 02. Mai die Stadtteilbibliotheken in Detmerode, Fallersleben, Vorsfelde und Westhagen ebenso wie sämtliche Schulbibliotheken geschlossen. Die Fahrbibliothek fährt an diesem Tag auch nicht.

Die Kunden aus den Wolfsburger Stadtteilen nutzen an diesem Tag am besten die Bibliotheken im Alvar-Aalto-Kulturhaus, die zu den gewohnten Zeiten geöffnet haben. Auch die entliehenen Medien aus den Bibliotheksfilialen können hier zurückgegeben werden.

SC





Horst Mönnich: „Die Autostadt“

28 04 2014

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Neue mobile Katalogvarianten

28 04 2014

Ab sofort bietet die Stadtbibliothek zwei neue mobile Katalogvarianten an!

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Nicht mehr nur als plattformunabhängige Browserlösung, sondern nun auch als sog. „native Apps“, bieten wir für Android und Apple Smartphones unser Bestandsverzeichnis für die Westentasche an.

 

 

Google-Play-Store:

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https://play.google.com/store/apps/details?id=de.opacapp.wolfsburg

Apple iTunes App-Store:

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https://itunes.apple.com/de/app/stb-wolfsburg/id801007139?mt=8

Dort können Sie die kostenlosen kleinen Anwendungsprogramme für mobile Endgeräte herunterladen. Die Apps „glänzen“ mit einigen neue Funktionen, wie z.B.: ISBN-Suche mit Barcodescanner, Benachrichtigung über abzugebende Medien oder Anzeige aller Ausleihen inkl. der Onleihetitel! Sicherlich noch nicht in allen Belangen perfekt – wir bitten gerne um kreative konstruktive Verbesserungsvorschläge – hoffen wir doch, mit dem neuen Angebot einem schon häufiger geäußerten Wunsch zu entsprechen.

 

Stadtbibliothek Wolfsburg

Hans-Josef Menzel

 

 





7 grummelige Grömmels und Piraten-Manieren in der Kinderbibliothek

24 04 2014

Zum Welttag des Buches staunten  gestern 20 kleine und große Zuhörer beim Bilderbuchkino in der Kinderbibliothek über 7 grummelige Grömmels und Piraten-Manieren. Piraten-Manieren sind nicht gut, war die einhellige Meinung der Kinder. Anschließend blieb noch Zeit zum Stöbern und Bücher ausleihen.

BH





„The Right to E-Read / E-Medien, mein gutes Recht in der Bibliothek“

23 04 2014

Wie schon im Januar im BiblioBlog berichtet, hier ein aktueller Stand zur europaweiten Kampagne des DBV (Deutscher Bibliotheksverband) / EBLIDA (Europäischer Verband der Bibliotheks-, Dokumentations- und Informationsverbände).

 

Deutscher Bibliotheksverband fordert rechtliche Gleichstellung von E-Books und gedruckten Büchern:

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Weitere Information zur Petition für das Recht auf Einkauf und Verbreitung von e-Books in Bibliotheken erhalten Sie hier: http://www.change.org/en-GB/petitions/f%C3%BCr-das-recht-auf-elektronisches-lesen

 

SC

 

 

 

 





Mehr Licht!? bei „Geist Gehirn Kunst“ – Stadtbibliothek, Planetarium und Kunstmuseum laden ein zur diesjährigen Veranstaltungsreihe

14 04 2014

Die seit über zehn Jahren in Wolfsburg und Umgebung bekannte Wissenschaftstrilogie „Geist und Gehirn“ wird in diesem Jahr am 7. (Kunstmuseum), 14. (Planetarium) und 21. Mai (Stadtbibliothek im Aaltohaus) jeweils mittwochs um 19 Uhr stattfinden.

Die Veranstalter sind neben der Stadtbibliothek Wolfsburg und der International Partnership Initiative (I. P. I), den Initiatoren der Reihe, das Wolfsburger Planetarium und seit letztem Jahr auch das Kunstmuseum Wolfsburg. Auf Grund der inhaltlichen Erweiterung um den künstlerischen Blickwinkel heißt die Veranstaltungsreihe, die im Jahr 2002 als „Geist und Gehirn“ gegründet wurde, nun „Geist Gehirn Kunst“.

Das diesjährige Motto von „Geist Gehirn Kunst“ lautet Mehr Licht!? Diese Worte soll Johann Wolfgang von Goethe auf seinem Sterbebett gesprochen haben. Was bedeutet Licht aus philosophischer und naturwissenschaftlicher Sicht für uns heute? Das Motto bietet wieder Anlass für spannende Betrachtungen aus verschiedenen Perspektiven und kontroverse Diskussionen. Dr. Dirko Thomsen, Volkswagen AG, führt durch die Reihe.
Den Auftakt macht das Kunstmuseum Wolfsburg am Mittwoch, 7. Mai 2014. Ausgehend von der vor einigen Jahren eigens für Wolfsburg geschaffenen Lichtinstallation „Bridget’s Bardo“ des amerikanischen Künstlers James Turrell werden Dr. Björn Egging, Kurator am Kunstmuseum Wolfsburg, und der Berliner Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Hartmut Böhme das breite Spektrum des Lichts in der Kunst analysieren.

Hartmut Böhme

Hartmut Böhme

Welche Auswirkungen die so genannte Lichtverschmutzung auf uns Menschen haben kann, wird eine Woche später, am Mittwoch, 14. Mai, Thema im Planetarium sein. Mit Hilfe moderner Projektionsstechnik demonstriert Isabell Schaffer, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Planetarium Wolfsburg, wie die nächtliche Erhellung insbesondere in Ballungsräumen das Erlebnis des klaren Sternenhimmels beeinträchtigen kann, bevor Dr. Wilhelm Martin, ehemaliger wissenschaftlicher Leiter des Planetarium, zur offenen Diskussion einlädt.

André Stern

André Stern

Um Helle Köpfe geht es zum Abschluss der Reihe am Mittwoch, 21. Mai in der Stadtbibliothek. Der Darmstädter Medienpädagoge Prof. Dr. Franz-Josef Röll und der Autor und Freibildungsexperte André Stern („Und ich war nie in der Schule!“) richten einen Lichtstrahl auf die aktuellen Fragestellungen der derzeitigen Bildungsdebatte: Wie wollen wir unsere Kinder zukünftig ins Leben gehen lassen, und warum und wie ist selbstgesteuertes Lernen auch mit dem Web 2.0 nötig und möglich?

Franz-Josef Röll

Franz-Josef Röll

Der Eintritt beträgt 8 Euro pro Veranstaltung (ermäßigt 6 E.). Anmelden kann man sich für die jeweiligen Veranstaltungen bei der Stadtbibliothek (Tel. 05361-282530, stadtbibliothek@stadt.wolfsburg.de), dem Kunstmuseum (Tel. 05361-26690), dem Planetarium (Tel. 05361-8999320, info@planetarium-wolfsburg.de) und in der KulturInfo im Aaltohaus (Tel. 05361 28-1575, kulturinfo@stadt.wolfsburg.de). Allgemeine Informationen zur Reihe gibt die Stadtbibliothek unter der Telefonnummer 05361-28-2857.

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