Schaufenster zum Bibliotheksjubiläum

28 02 2013

Im Schaufenster des Alvar-Aalto-Kulturhauses zur Porschestraße hin wird seit zwei Tagen eine Ausstellung zum 70-jährigen Jubiläum der Stadtbibliothek Wolfsburg gezeigt.

Abendliches Schaufenster (Gesamtansicht)

Abendliches Schaufenster (Gesamtansicht)

Begonnen wird mit den Anfangsjahren der Stadtbibliothek, hier werden zeitgenössische Bild – und Textbeispiele präsentiert. Die dabei verwendeten Dokumente wurden durch das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) zur Verfügung gestellt. Allen Interessierten wird darüber hinaus (in Kopie) eine Auswahl besonderer „Aktenfunde“ in einer Mappe zugänglich gemacht, die in der Zentralbibliothek ausliegt und ausgeliehen werden kann.

Dokumentenmappe - Der hier einsehbare Schriftwechsel zur Gründung und Fotografien aus der Anfangszeit der Bibliothek geben spannende Einblicke in die Zeitumstände

Dokumentenmappe – Der hier einsehbare Schriftwechsel und Fotografien geben spannende Einblicke in die Zeitumstände

Die Brücke zur Gegenwart und Zukunft wird durch die Abbildung neuer Medien und zukunftsorientierter Veranstaltungsformate gebildet.  Abgeschlossen wird die Schaufenstergestaltung von einen Literatur-Zeitstrahl, dieser umfasst ein Buch pro Jahr (1943 – 2013), das entweder den damaligen Zeitgeist widerspiegelt, in seiner Zeit für Aufsehen sorgte oder zu den bedeutendsten literarischen Werken des jeweiligen Jahres zählt. 

VJ & RB

Moderne Angebote im Schaufenster

Moderne Angebote im Schaufenster





Neues Veranstaltungsprogramm und neues Design

26 02 2013

Die Monate März und April halten neben der herbeigesehnten „neuen“ Jahreszeit auch in der Bibliothek wieder viel  Neues bereit: so geben wir ab März wieder ein Veranstaltungsprogramm in gedruckter Form heraus, das sein Frühlingsgewand schon erhalten hat.

Alles neu macht der März!

Alles neu macht der März!

Mit einem neuen Design und einem erweiterten Verteiler möchten wir unsere Kunden jetzt noch mehr Appetit auf unsere Aktivitäten machen.

Hier schon mal ein kleiner  Vorgeschmack darauf :  Veranstaltungen Stadtbibliothek: März, April 2013

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Ich bin ein Geschichtenerzähler. Ich will nicht die Welt verändern. Geschichten will ich erzählen.

25 02 2013

Otfried Preußler, einer der namhaftesten deutschen Kinderbuchautoren ist am 18. Februar 2013 im Alter von 89 Jahren in Prien am Chiemsee gestorben.

© epa/Francis Koenig/dpa

© epa/Francis Koenig/dpa

Seine  Bücher haben eine Gesamtauflage im zweistelligen Millionenbereich erzielt.

Seine Werke wie „Die kleine Hexe“, „Der Räuber Hotzenplotz“ oder „Krabat“ sind weltweit präsent, auch in zahlreichen Hörspielbearbeitungen und Verfilmungen. Er zählt zu den bekanntesten deutschen Schriftstellern überhaupt.

Mit den Büchern des Autors sind mehrere Generationen von Kindern aufgewachsen.

Wir sehen sie alle vor uns: Kasper, Seppel, die kleine Hexe, Gespenst und Wassermann, die Großmutter mit ihrer Kaffeemühle und Wachtmeister Dimpfelmoser auf dem Fahrrad, den verwarzten Petrosilius Zwackelmann, den düsteren Müller und die Krähen und hinterdrein, mit dröhnendem Lachen, auch den struppigen Räuber Hotzenplotz, seine Pfefferpistole im Anschlag.

Diese ganz besonderen Gestalten sind allen vertraut, die mit diesen Büchern groß geworden sind. Otfried Preußler war ein unbeirrbarer Fantast, der große Verzauberer, das „Einmanntheater vor lebendigem Publikum“, wie er sich selbst manchmal nannte. Er wollte Geschichten erzählen, die die der Phantasie Nahrung geben und Kindern auf dem Weg der Poesie helfen, mit mancherlei Ängsten besser fertig zu werden. Im Kind sah er ein Publikum, das nicht überrumpelt, sondern gewonnen werden will, das man in seiner besonderen Weltsicht ernst nehmen, das man verstehen muss, bevor man anfängt für es zu erzählen.

Es war sein Humor, seine meisterlichen Dialoge, eine Erzählerstimme, die einen sofort in ihren Bann schlägt und  diese Bereitschaft, Kinder bedingungslos ernst zu nehmen , die Preußlers Werken einen generationenübergreifenden Erfolg bescheren sollten.

Preußler avancierte zu einem der bedeutendsten Kinder- und Jugendbuchautoren unserer Zeit, er heimste Ehrungen en masse ein, die Kinder lieben ihn. Seine  Bücher gelten schon heute als Kinderbuchklassiker, werden geliebt und immer wieder (vor-)gelesen .Krabat

Preußler, geboren 1923 im böhmischen Reichenberg, Sohn einer Lehrerfamilie ist selbst aufgewachsen mit den Märchen seiner Familie. Er erzählte die in der Kindheit begonnenen Geschichten weiter. Es waren Erlebnisse und Erinnerungen, nicht selten angereichert durch Elemente aus slawischen Erzählungen oder deutschen Sagen. 1956 entwickelt er eine Geschichte seiner böhmischen Kindheit weiter und schickt das Manuskript an einen Verlag: „Der Kleine Wassermann“. Im Folgejahr gewinnt er damit den Deutschen Jugendbuchpreis. „Das kleine Gespenst“ (1966) basiert auf einer Erzählung seiner Großmutter, innerhalb kürzester Zeit erntet er damit Erfolg und Anerkennung.

Es folgen „Räuber Hotzenplotz“ und „Die kleine Hexe“, die zu den meistgespielten Stücken des Kindertheaters und nach wie vor zu den Dauerhits unter den Tonträgern für Kinder zählen.

An seinem Werk „Krabat“ (1971), das Preußler als sein „Lebensbuch“ bezeichnete, quält er sich zehn Jahre lang ab: Immer wieder lässt er es liegen, will es sogar ganz aufgeben, nimmt die Arbeit schließlich wieder auf. Die Geschichte beruht auf einer sorbischen Sage und erzählt von einem Müllerburschen, der in den Bann schwarzer Magie gerät, aus dem ihn nur Freundschaft und Liebe befreien können.

Von seinem Meisterwerk „Krabat“ sagt: „Es ist die Geschichte eines jungen Menschen, der sich mit finsteren Mächten einlässt, von denen er fasziniert ist, bis er erkennt, worauf er sich eingelassen hat. Es ist zugleich die Geschichte meiner Generation.“

Das Buch wird ein Welterfolg, in 31 Sprachen übersetzt und bringt ihm den Deutschen und den Europäischen Jugendbuchpreis ein. 2008  wird Krabat von  Markus Kreuzpaintner Brühl und Robert Stadlober verfilmt. Die Verfilmung vom „Kleinen Gespenst“ durch den Münchner Filmproduzenten Jakob Claussen, die im Oktober 2013 in den Kinos startet, wird er nun nicht mehr erleben.Räuber Hotzenplotz

Bestimmt werden sich aber weiter Kinder und auch (vorlesende ) Erwachsene an den wunderbaren Geschichten Otfried Preußlers erfreuen.

Die Bücher Otfried Preußlers, ebenso Vertonungen und Verfilmungen können in der Stadtbibliothek entliehen werden.

Wer noch mehr über Otfried Preußler erfahren möchte, kann in der Zentrale der Stadtbibliothek bei Pyk von Preußler  den Titel „Ich bin ein Geschichtenerzähler“ finden.

In biografischen Texten, Essays und Vorträgen erzählt er von seinem Leben und seinem Werdegang als Schriftsteller.





Bibliotheksjubiläum: Die Stadtbibliothek Wolfsburg feiert ihren 70. Geburtstag!

23 02 2013

Man mag es kaum glauben: Es gab tatsächlich mal eine Zeit, da zählte Wolfsburg gerade einmal 15.000 Einwohner, unter der Porschestraße verstand man keine Einkaufsmeile, sondern eine vierspurige Schnellstraße und die unmittelbaren Nachbarstädte hießen nicht etwa Braunschweig oder Helmstedt, sondern Fallersleben und Vorsfelde. Wolfsburg steckte noch in seinen Anfängen, und es begab sich zu jener Zeit, dass in einer kleinen Baracke an der damaligen Fallerslebener Straße die Stadtbibliothek Wolfsburg eröffnet wurde, damals noch mit einem Anfangsbestand von gerade einmal 2172 Bänden.

Seitdem hat sich Einiges getan – aus der jungen Siedlung wurde eine Großstadt, die dieses Jahr ihren 75. Geburtstag feiert, und die kleine Stadtbücherei kann sich 2013 als eine der traditionsreichsten kulturellen Einrichtungen der Stadt Wolfsburg rühmen und auf nunmehr 70 Jahre Bibliotheksgeschichte zurückblicken. Das wollen wir zusammen mit Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, gebührend feiern, und deshalb haben wir ein kunterbuntes Jubiläumsprogramm zusammengestellt, zu dem wir jeden Bürger dieser Stadt am Freitag, 01. März ganz herzlich einladen möchten!

Dieses Banner kündigt es bereits an: Die Stadtbibliothek wird 70!

Dieses Banner kündigt es bereits an: Die Stadtbibliothek wird 70!

Der Startschuss für die Jubiläumsfeierlichkeiten fällt um 11 Uhr in der Wanne der Zentralbibliothek: Oberbürgermeister Klaus Mohrs eröffnet die Festivitäten mit einer Eröffnungsrede, und auch Bibliotheksleiterin Petra Buntzoll wird zu diesem besonderen Anlass ein paar Worte zum Besten geben.

Parallel dazu tritt im Hörsaal 1 des Alvar-Aalto-Kulturhauses die Figurentheater-Kompagnie auf, die ab 10 Uhr vor knapp 170 Kindergartenkindern aus 7 Wolfsburger Kindergärten aufspielt – der Hörsaal ist somit bis auf den letzten Platz besetzt! Die Kinder erwartet das Stück „Benny passt auf!“, eine 45-minütige Geschichte über das Schweinchen Benny und seinen kleinen Bruder Oink.

„Schweinegeschwisterliebe“: Die Brüder Benny und Oink erleben ein Abenteuer in der Matschkuhle!

Kinder, die keinen Platz mehr in der Vorstellung bekommen haben, brauchen trotzdem nicht traurig zu sein: Darüber hinaus bieten wir nämlich den ganzen Tag über eine wilde Entdeckerrallye an. Diese startet in der Kinderbibliothek und führt auf verschlungenen Pfaden von Station zu Station einmal durch die ganze Bibliothek, und an jeder Station erwarten die Rallye-Teilnehmer dabei knifflige Fragen und Aufgaben, die gelöst werden wollen. Ein kleines Highlight: Das längste Bild der Welt gibt es auch zu bestaunen! Natürlich wollen wir nicht zu viel vorweg nehmen, so viel zumindest sei aber schon jetzt verraten: Auf diejenigen, die es bis zur letzten Station schaffen, wartet eine Belohnung … man darf also gespannt sein!

Wenn Sie während ihrem Rundgang durch die Bibliothek plötzlich auf kleine Prinzessinnen und Feen, exotische Tiere oder mutige Superhelden treffen, erschrecken Sie sich nicht! Es handelt sich wohl um Besucher der Kinderbibliothek, in der ab 15 Uhr ein kunterbuntes Kinderschminken stattfindet. Der Motivwahl sind dabei keine Grenzen gesetzt, wir versuchen, jedem Kinderwunsch nachzukommen.

Sollte Ihnen dann irgendwann der Magen knurren, dann machen Sie sich am besten auf den Weg in Richtung Musikbibliothek. Im deren Vorraum wird rund um die Feuerstelle ein Musikcafe aufgebaut, bei dem von 10 bis 18 Uhr dafür Sorge getragen wird, dass die Besucher nicht vom Fleisch fallen. Während Sie sich dort zwischen 2 Programmpunkten mit einem heißen Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen stärken sorgt Musiker Geza Gal von 15 bis 18 Uhr am Barpiano für ein rundum stimmiges Ambiente.

Geza Gal

Musiker Geza Gal spielt und verbindet verschiedene Stilrichtungen von Jazz, Klassik, Pop bis Chansons.

Das Bibliotheksantiquariat ist natürlich auch in Jubiläumsstimmung: Die Aalto Libri ist am kommenden Freitag nicht nur durchgehend geöffnet, sondern veranstaltet zudem einen Bücherflohmarkt, auf dem die beliebten Bücherbeutel – randvoll mit Büchern gefüllte Lesetüten – für 5€ das Stück erstanden werden können. Zudem wird jedem Besucher ein Begrüßungsgetränk angeboten, und auch der Bläserkreis der Stadtkirchengemeinde um Markus Manderscheid ist wieder mit von der Partie und gibt ab 11.30 einige Stücke zum Besten.

Natürlich wollen wir aber nicht nur unterhalten, sondern auch informieren: Im Romansaal findet deshalb unter dem Motto „Medien-Service jederzeit und überall“ stündlich eine Präsentation über das e-Angebot der Stadtbibliothek statt. Hier erfahren Sie alles, was Sie schon immer über die elektronischen Angebote der Stadtbibliothek wissen wollten – vom Online-Bibliothekskatalog über digitale Zeitungen aus aller Welt bis hin zum elektronischen Medien-Download, unsere Medienprofis stehen Ihnen Rede und Antwort!

Die Spielkinder unter Ihnen dürften währenddessen beim Gaming in der Kunstecke auf ihre Kosten kommen. Neben den allzeit beliebten Klassikern FIFA und Mario Kart Wii wollen wir diesmal auch auf Spiele mit innovativem Gameplay hinweisen und deren Mut zur Andersartigkeit unterstützen, weshalb wir die 2 Independent-Games The Journey und Unfinished Swan präsentieren wollen. Apropos innovativ: Da wir momentan übrigens auf Hochtouren daran arbeiten, einen stadteigenen Minecraft-Server auf die Beine zu stellen, werden wir zudem einen Computer aufbauen, an dem Interessierte bereits jetzt einmal die Gelegenheit bekommen, die Bausimulation Probe zu spielen.

Gaming

Gaming in der Kunstecke: Da darf Mario Kart natürlich nicht fehlen!

 Wir freuen uns auf Ihren Besuch an diesem besonderen Tag!

Ihr Team der Stadtbibliothek Wolfsburg





Medientipp: Der Kirschblütenmord

22 02 2013

Autorin: Laura Joh Rowland (hier klicken, Titel im OPAC)

Verlag: Lübbe Verlag

ISBN: 978-3404158928

Inhalt:

Japan 1689. In Edo werden die Leichen eines Mannes und einer Frau gefunden. Alles sieht nach einem gewöhnlichen Shinju aus, dem Selbstmord eines Paares aus unglücklicher Liebe.
Doch Sano Ichiro, jüngstes Mitglied der Polizeitruppe von Edo, ahnt, dass mehr dahinter steckt. Denn niemand scheint sonderlich begeistert zu sein, dass eine adlige Frau sich mit einem normalen Mann eingelassen hat.
Sano Ichiro muss herausfinden, wer den Mord begangen hat.
Er ist hin und her gerissen zwischen seiner Neugier und dem Ehrenkodex des Samurais.
Immer weiter kommt er dem Mörder auf die Spur.
Aber dann stößt er auf eine Verschwörung gegen den Shogun und nun ist sein Leben in Gefahr.

Cover

Meine Meinung:

Empfehlen würde ich das Buch jedem, der die Mischung aus asiatischer Kulturgeschichte und Kriminalistik mag.
Es gibt dem Leser einen gewissen Einblick in die damalige Lebensweise mit ihrer ganz eigenen Architektur und traditionellen geprägten Kultur.
Durch den Schreibstil kann man sich die Umgebung und die Charakter sehr gut vorstellen.
Die japanischen Begriffe werden im Buch auch erklärt, so dass man nicht unwissend weiter lesen muss.

Dieser Roman ist am Hansaplatz erhältlich.

AL





Lesung mit Dietmar Busold am Hansaplatz: „Tagebuch 1945 des Hauptmanns Ernst-Adolf Busold“

22 02 2013

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„Tagebuch 1945 des Hauptmanns Ernst-Adolf Busold“

Lesung mit Dietmar Busold (Herausgeber) in der Stadtteilbibliothek Hansaplatz
am Donnerstag, 14. März, um 18:30 Uhr

Im Anschluss an die Lesung ist Gelegenheit zu Dialog und Diskussion.

Eintritt frei! Wir bitten um Anmeldung.
Hansaplatz 17, T. 05361 61039
stadtbibliothek@stadt.wolfsburg.de

Das Tagebuch 1945 zeigt die Wandlung vom Soldaten zum Privatmann und beschreibt die dramatischen Geschehnisse um die bedrückenden und schwierigen Erlebnisse einer Familie zum grausamen Kriegsende, die Kriegs-Gefangenschaft, die Versorgungs-Nöte und den Schwarz-Markt-Handel.
Das Buch ist ein seltenes privates Zeugnis einer dramatischen Zeit und hat starken Bezug zur Region.dietmar_busold.jpg

Der Herausgeber Dietmar Busold lebt in Wolfsburg.

Die Veranstaltung ist auch für Schülerinnen und Schüler geeignet.





Bilderbuchkino vor Ostern am Hansaplatz

22 02 2013

Ich und meine wilde Schwester
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Am Montag, 11. März um 10 Uhr
Anschließend basteln wir Hasenohren
Für Kinder ab 3 Jahren.

Wir bitten um Anmeldung

Stadtteilbibliothek Hansaplatz
Hansaplatz 17
T. 05361 61039
stadtbibliothek@stadt.wolfsburg.de