Adelheid Wedel: „Vom Privileg des Vergleichs“

28 09 2012

Am gestrigen Abend konnten wir gemeinsam mit unserer Bibliotheksgesellschaft Adelheid Wedel begrüßen, die ihr mit  Heike Schneider herausgegebenes Buch „Vom Privileg des Vergleichs“ vorstellte.

Für diejenigen, die sie mal im Radio hören wollen – Frau Wedel ist als sog. „freie-feste Mitarbeiterin“ beim Deutschlandradio Kultur  beschäftigt. Wer sie lesen will, kann das auch auf der Website des Deutschlandradios machen, hier ist sie in der Rubrik Fazit am Abend mit der Kulturpresseschau betraut. Aber das nur am Rande.

Adelheid Wedels und Heike Schneiders Buch versammelt Interviews und Texte prominenter Ostdeutscher.

"Vom Privileg des Vergleichs": Adelheid Wedel

„Vom Privileg des Vergleichs“: Adelheid Wedel

Thema aller Texte waren die zwei unterschiedlichen Gesellschaftordnungungen der DDR und der BRD, die eben nur Menschen vergleichen können, die beides erlebt haben. „Wie habt Ihr früher und heute gelebt?“, das wollten Wedel und Schneider von z. B. Andreas Dresen,  Peter Sodann, Friedrich Schorlemmer, Christoph Dieckmann, Hans Joachim Maaz und Christa Luft wissen.

Und so entstand ein sehr interessantes und vielfältiges Bild vom Leben der Menschen in der DDR. Und eins wurde schnell klar: wenn man überhaupt vom einem „Unrechtsstaat DDR“ sprechen will, dann können damit nicht die 17 Millionen DDR-Bürger gemeint sein, sondern nur der erstarrte und verkrustete Staatsapparat  DDR.

"Die DDR ein Unrechtsstaat?"

„Die DDR ein Unrechtsstaat?“

Die Spannbreite der geschilderten Erfahrungen „Früher-Heute“ reichte von positiven Einschätzungen der „neuen“ Freiheit im  vereinigten Deutschland bis hin zu sehr kritischen Berichten auch über die Nachwende-Zeit.

Mich persönlich hat besonders Friedrich Schorlemmer beeindruckt:  „Ich brauche kein Amt, nur immer neuen Mut!“ Aber auch eine Anekdote, die Adelheid Wedel zum Schluß der Lesung erzählte über den ostdeutschen Kabarettisten Uwe Steimle (bekannt auch als Schweriner Hauptkommissar Jens Hinrichs aus der TV-Krimireihe Polizeiruf 110).

Zitat: „Früher habe ich in einem Unrechtsstaat mit sehr viel Recht gelebt und heute lebe ich einem Rechtsstaat mit sehr viel Unrecht.“

Es kommt sicherlich immer auf den Standpunkt an, aber in einem hat Adelheid Wedel ganz bestimmt recht: West- und Ostdeutsche kommen sich mit ihren Biographien nur näher, wenn sie sich ihre unterschiedlichen Lebensgeschichten einfach nur erzählen.

Interessante Autorin, interessanter Abend und für alle, die es verpaßt haben: Adelheid Wedel hat uns ein Exemplar „ihres“ Buches überlassen, das Dank der Bibliotheksgesellschaft in der Bibliothek ausgeliehen werden kann.

Uwe Nüstedt





Fahrbibliothek vom 2. bis 5. Juli nicht unterwegs!

28 09 2012

In der Zeit von Dienstag, 2. bis Freitag, 5. Juli muss die Fahrbibliothek leider „zu Hause“ bleiben. Somit können die gewohnten Haltestationen in der Umgebung Wolfsburgs nicht angefahren werden.  Die Leihfristen werden dementsprechend angepasst.

Die Bibliotheken in der Zentrale im Altohaus und die Zweigstellen im Stadtnetz können während dieser Zeit zu den bekannten Öffnungszeiten genutzt werden.

 

Information: 05361-28-2546

 





E-Books auf der Überholspur / E-Book-Stammtisch in Wolfsburg

27 09 2012

Laut einer Info von GfK Media*Scope umfaßt der nationale Markt für Content-Download im ersten Halbjahr 392 Millionen Euro. Neben Musik, Games, Software und Filmen wird der Umsatzanteil von elektronischen Büchern dabei mit 11 Prozent bzw. 40 Millionen Euro beziffert. Das berichteten vorgestern die e-Book-News.

Im Download-Sektor führt immer noch Musik, E-Books befinden sich aber deutlich auf der Überholspur,  ihr Umsatzanteil verdoppelte sich innerhalb von 12 Monaten und übertrumpfte damit nicht nur Hörbücher, sondern auch Videos.

Als Ursache für den boomenden E-Book-Markt in Deutschland sieht die GfK die wachsende Zahl von Lesegeräten. Demnach besitzen 2,2 Millionen Deutsche einen E-Reader, die Hälfte davon ist in der Altersgruppe 30- bis 49Jahre.

Aus der Sprechstunde wird der Stammtisch: eBooks in der Stadtbibliothek

Aus der Sprechstunde wird der Stammtisch: eBooks in der Stadtbibliothek

Zahlenmäßig haben Tablets und Smartphones den E-Reader längst abgehängt und sehr interessant: Frauen favorisieren klassische E-Reader, Männer dagegen konsumieren E-Books bevorzugt auf Tablet-PCs oder Smartphones.

Übrigens: wir starten einen E-Book-Stammtisch am Donnerstag, 18. Oktober, 16 bis 18 Uhr in der Kunstecke der Zentralbibliothek.





Abschluss des Julius-Club 2012

25 09 2012

Mit einer gelungenen Abschlussveranstaltung im Saal des FBZ Westhagen ging am letzten Mittwoch der diesjährige Julius-Club zu ende.

Einige Teilnehmer konnten auf der Bühne Diplome, Geschenke und Preise für ihre Leistungen aus der Hand von Herrn Fortmeier von der VGH und der Bibliotheksleiterin Petra Buntzoll entgegennehmen.

Diese Julius-Club-Mitglieder waren überaus eifrig  und haben besondere Leistungen erbracht. Dabei liegen die Mädchen sehr deutlich vorn.

Sechs Mädchen haben über 20 der vorgeschlagenen Bücher gelesen, einige auch Rezensionen und Kreativbeiträge dazu verfasst und es wurden weitere beeindruckende Beiträge zu dem Kreativwettbewerb „Deine Idee – Dein Gewinn“ eingereicht.

Ein Sechserteam hat sich auch dieses Jahr erfolgreich gegen die Teams aus sieben anderen Bibliotheken durchgesetzt und den Preis für das Büchereiquiz nach Wolfsburg geholt. Der von der VGH-Stiftung zur Verfügung gestellte Preis wurde in je einen Buchcheck für die sechs Teilnehmer aufgeteilt.  40€ des Preisgeldes kann die Kinderbibliothek für einen Lesewunsch ausgeben, worüber wir uns freuen.

Das Team der Kinderbibliothek freut sich, dass der Julius-Club und die extra dafür bereitgestellten Bücher auch diese Jahr wieder großen Anklang bei den 11 bis 14-jährigen gefunden hat.

Dieses Jahr hatten die 11-und 12 jährigen gegenüber den 13- und 14-jährigen die Nase vorn.  An die Jüngeren konnten 91 Julius- und Vielleser-Diplome, an die ältere Gruppe 48 Diplome vergeben werden.

Die Bücher, die extra für den Julius-Club bereitgestellt wurden, wurden in den acht Wochen 1500 mal ausgeliehen – ein wirklich beeindruckendes Ergebnis.

Alle erfolgreichen Teilnehmer waren zu der Abschlussveranstaltung eingeladen.

Wer diesen Termin verpassen musste, kann natürlich sein Diplom und Geschenk auch jetzt noch in der Kinderbibliothek oder einer der Zweigstellen der Stadtbibliothek (dann bitte Bescheid sagen) abholen.





Lesung „Ein wildes Herz russische Liebesgeschichten“

21 09 2012

Die Schul-und Stadtteilbibliothek Westhagen beteiligt sich an den zweiten Deutsch-Russischen Tagen in Wolfsburg die vom 5. bis 17. Oktober 2012 stattfinden. 

In Kooperation mit der Deutsch-Russischen Gesellschaft Wolfsburg findet am Mittwoch dem 10 Oktober 2012 um 18:30 Uhr die Lesung „Ein wildes Herz – russische Liebesgeschichten“ mit Reinhard Altenberg in der russischen Bibliothek der Schul- und Stadtteilbibliothek Westhagen (Jenaer Straße 39a – Eingang linke Seite des FBZ) statt. 

Da die russische Bibliothek Westhagen außerdem ihr einjähriges Jubiläum feiert, wird der Termin der Lesung für die Bekanntgabe des neuen Namens der russischen Bibliothek genutzt, der oder die „Erfinder/in“ des ausgewählten Namens erhält bei diesem Anlass ein kleines Dankeschön (wer noch teilnehmen möchte, folge für weitere Informationen diesem Link). 

Weiterhin findet in der Zentralbibliothek vom 05. Oktober bis 17. Oktober 2012 die Bücherausstellung „Deutsche in der russischen Literatur, Russen in der deutschen Literatur“ statt und am 15. Oktober um 18:00 liest Autor Thomas Kunze aus „Von der Sowjetunion in die Unabhängigkeit“.

Flyer mit vollständigem Programm für die Deutsch-Russischen Tage liegen in Schul-und Stadtteilbibliothek Westhagen zum Mitnehmen aus.

RB





Lesung in der Stadtteilbibliothek Detmerode

20 09 2012

Gestern Nachmittag las der Wolfsburger Künstler
Heiko Tappenbeck u.a. aus dem Buch „Blutfleck auffe
Häkeldecke“ von dem Autoren Wolfgang Sieg vor. Der Hamburger
Schriftsteller ist bekannt geworden, durch seine satirischen und humoristischen Kurzgeschichten, die er auf Hochdeutsch, Plattdeutsch und Missingsch schreibt und liest.
So stellte auch Heiko Tappenbeck diese teilweise sehr skurrilen und etwas anrüchigen Geschichten aus dem Hamburger Nachtleben und dem typischen Hamburger Hafenmilljöh in den beschriebenen Mundarten vor, was die ca. 25 Zuhörer immer wieder zum Schmunzeln veranlasste.
Die Lesung war wie immer in Kooperation mit dem Detmeroder Kulturverein und der VHS durchgeführt worden, deren neue Leiterin im Kulturbereich Frau Wolters, die Nachfolgerin von Frau Dr. Reimann, sich am Anfang dem Publikum vorstellte.

R. Pieper





Medientipp aus der Musikbibliothek: Amarcord „Das Lieben bringt groß‘ Freud“

19 09 2012

1992 schlossen sich fünf ehemaligen Mitglieder des Thomanerchores in Leipzig zu dem Gesangsensemble amarcord zusammen, heute dürfen sie  sich zu den führenden Vertretern ihres Genres zählen und auf zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen zurückblicken. Zuletzt erhielten sie für ihr neuestes Album „Das Lieben bringt groß‘ Freud“ den Echo Klassik 2012 in der Sparte „Ensemble des Jahres (Vokal-Musik)“.

Amarcord gewann den "Echo Klassik"

Amarcord gewann den „Echo Klassik“

Mit der CD nimmt uns Amarcord mit auf eine Reise durch die Entwicklung des Liedes, beginnend mit schlichten Volksliedvertonungen Friedrich Silchers bis hin zu anspruchsvollen Kunstliedvertonungen Max Regers. Zu hören sind A-cappella-Gesänge wie auch Bearbeitungen für Vokalensemble und Streichquartett. Den instrumentalen Part übernahmen das Leipziger Streichquartett  in gewohnt erstklassiger Interpretation. Ergänzt wird das Programm durch humoristische Originalkompositionen über Volkslieder für Streichquartett des Wiener Romantikers Moritz Kässmeyers.

Freuen Sie sich auf diese preisgekrönte Aufnahme, die in der Musikbibliothek entleihbar ist.

Judith Slembeck