Zentangle in der Schulbibliothek HNG

29 09 2016

zentangelSo einfach kann entspannen sein: Beim Ausmalen und Weiterzeichnen von Zentangle – Mustern kann man herrlich abschalten, kreativ sein und zur Ruhe kommen.

In der Schulbibliothek der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule (IGS) können die Schülerinnen und Schüler dies an den letzten beiden Tagen vor den Herbstferien in den Pausen und Freistunden ausprobieren, mit anregenden Motiven z.B.  aus Minecraft und Pokémon, aber auch mit klassischen Motiven, die genauso beliebt sind.

Entspannung pur: Schülerinnen beim Tanglen in der Schulbibliothek

Natürlich hat die Stadtbibliothek auch passende Literatur dazu: Eine Tangle-Ausstellung begleitet die Aktion.

Wer möchte es auch einmal versuchen? Hier sind einige Empfehlungen:

„Freude mit Zentangle“,

Barcode: M1412841

„Der Tangle-Kurs mit Online-Videos“, Barcode  M1607445

„1x täglich Zentangle“,

Barcode: M1408305

 

Schwieger, Schulbibliothek Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule (IGS)





Kulturmitte – André Sterns neues Buch: wie und mit welchem Ziel lernen wir?

28 09 2016

„Vieles von dem, was wir einmal lernen mussten, vergessen wir wieder  – 80 Prozent sollen es sein. Es hat uns nicht berührt….“ Ich weiß gar nicht, womit ich anfangen soll, wenn ich über André Stern schreibe! Anlass dieses Blogposts ist Sterns neues Buch: „Spielen, um zu fühlen, zu lernen und zu leben.

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Elisabeth Sandmann Verlag, ISBN-13: 978-3945543238

Dann aber fällt mir die Veranstaltung ein, die wir vor über zwei Jahren mit André Stern  bei uns in der Bibliothek hatten. Unter dem Motto „Helle Köpfe“ hatten wir im Rahmen der Reihe „Geist, Gehirn und Kunst“ den Darmstädter Medienpädagogen Franz-Josef Röll mit André Stern zusammengebracht. Unvergessen Sterns Beispiel, wie er sich das Autofahren beigebracht habe. Wie er sich dann später zur Fahrschule anmeldete und der Fahrlehrer ihm sagte, in der Fahrschule gehe es nicht nur darum, wie man Autofahren fahren lerne, sondern viel mehr darum, zu lernen, wie man die Fahrprüfung bestehe.  Zwei ganz unterschiedliche Dinge. Und gleichzeitig völlig konträre Bildungs- und Lernideale, die immer wieder eine Rolle spielen in Sterns Vorträgen. Warum lernen wir? Um wirklich zu entfalten, was in uns steckt? Oder um Regeln zu akzeptieren und zu verinnerlichen, die wir kennen müssen, um erfolgreich durch alle Prüfungen zu kommen?

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André Stern 2014 bei uns in der Bibliothek mit Dirk Thomsen (re.)

„Eine Qualifikation, die sich an Institutionen misst, zählt mehr als die tatsächliche Kompetenz“, kann man auf S. 12 von Sterns neuem Buch lesen. Auch wieder so eine Aussage, die fast jeder mit seinen eigenen Erfahrungen während der Ausbildung und im Beruf synchronisieren kann. Es ist irgendwie nicht in Ordnung, dass das so ist, das wissen wir auch. Auf der anderen Seite geht es eben überall – und immer mehr – ums Formale und da zählt eine sehr gute Note oder das Abschlusszeugnis einer renommierten Schule automatisch mehr. Weiter sehen und denken wir in der Regel nicht. Warum auch, wenn es nur darum geht, den Numerus Clausus einer Uni zu schaffen oder sich ein Leben lang mit dem Satz „Ich habe Abitur!“ besser fühlen zu dürfen.

Das neue Buch ist ein Sammelwerk mit Beiträgen von Personen, die einem im Zusammenhang mit André Stern – mindestens einmal schon über den Weg liefen.  In „Alphabet – Angst oder Liebe“ – dem Dokumentarfilm von Erwin Wagenhofer – haben sie alle ihre Rolle und auch  André Stern  ist hier einer der Protagonisten. Es sind Wagenhofer selbst (auch Regisseur von „We feed the world“), der Neurobiologe Gerald Hüther, Sterns Vater Arno Stern, Initiator vom Malort in Paris, Ex-Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger  und Sir Ken Robinson, der einen „Kreativitäts-„Test für unangepasstes Denken  durchführte

Das Ergebnis:  Kinder im Kindergartenalter schneiden mit 98 % ab, wenige Jahre später 32 %, zwischen 13 und 15 Jahren 10% und Erwachsene nur noch 2%.

Zur Verdeutlichung: „Wenn man Menschen fragt, wie viele Anwendungen ihnen zu einer Büroklammer einfallen, dann kommen sie im Schnitt auf ein Dutzend. Andere, die gut im unangepassten Denken sind, bringen 200 Antworten.“ 

Das zeige, dass wir alle die Fähigkeit zu „unangepasster Kreativität“ haben, so Stern. Meistens verlieren wir sie dann aber auch wieder. „Die Kinder haben bis zum Erwachsenenalter viel Verschiedenartiges erlebt, aber eines haben sie gemeinsam: Sie wurden alle unterrichtet. Sie haben zehn Jahre erfahren, dass es nur eine Antwort gibt, dass sie diese auswendig kennen müssen und dass Nachahmen und Kopieren verboten sind.“ Ein tolles Buch, das der Ausgangspunkt für die weitere Beschäftigung mit dem Thema Lernen sein kann.

Uwe Nüstedt





Zirkusvorstellung in der Bibliothek

28 09 2016

Zirkus in der Bibliothek? – So etwas gibt es nicht, würden jetzt vielleicht viele denken.

Oh doch, gibt es wirklich – und zwar in der Stadtteilbibliothek Fallersleben. Seit zwei Vormittagen hört man hier laute Musik, Applaus und viel Gelächter. Grund dafür ist der Besuch der 2. Klassen der Eulenschule. Die Eulenschule hat diese Woche ein Zirkusprojekt und kam auch in die Bibliothek, um das Thema weiter zu vertiefen.

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Und lustig war es auf jeden Fall!

Los ging es mit dem Bilderbuchkino von Padarak, dem Zirkuspferd. Gespannt hörten die Kinder der Geschichte zu, die von einem verlassenen Zirkus handelt, der kurz vor dem Ruin steht. Durch eine Idee von Natalia, der Zigeunerin, gelingt es dem Zirkusdirektor Igor und seinem Pferd Padarak schließlich doch noch die große Sensation. „Eine Zirkusgeschichte übers Verkleiden und Kunststückemachen, über fröhliches Üben und lustiges Gelingen.“

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Und mit fröhlichem Üben ging es auch in der Bibliothek weiter. Mehrere Stationen standen nun für die Kinder bereit, die mit kleinen Übungen durchgeführt werden mussten. Von Müssen kann aber hier nicht die Rede sein… Wer würde denn nicht gerne Mal „Dosen abwerfen“ mit verbundenen Augen spielen wollen? Oder wie wäre es Mal mit „Hut-Jonglieren“ oder „Springseil-Balancieren“ mit verbundenen Augen?

Auch der „Hula-Hoop-Wettbewerb“ und das „Jonglieren mit den Bällen oder Tüchern“ waren bei den Kids sehr beliebt.

Zum Abschluss gab es natürlich auch mit Begleitung von richtiger Zirkusmusik eine kleine Vorführung, bei der die Kids ihr Können unter Beweis stellen konnten.

 

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Wir hatten alle auf jeden Fall zwei tolle Vormittage und jede Menge Spaß gehabt.

Applaus für alle unsere kleinen Artisten!!!





„Skylanders Superchargers“ besonders beliebt – Zwischenstand beimTOMMI-Projekt

27 09 2016

Letzte Woche Dienstag startete das TOMMI- Projekt (Deutscher Kindersoftwarepreis) in der Stadtbibliothek Wolfsburg. Darüber hinaus findet es dieses Jahr in den Kreativwerkstätten im Alvar-Aalto-Kuturhaus statt.

TOMMI 2016 - diesmal in den Kreativwerkstätten des Aaltohauses

TOMMI 2016 – diesmal in den Kreativwerkstätten des Aaltohauses

Die erste TOMMI- Woche ist nun schon vorüber und unsere fleißigen Tester haben viele Spiele und Apps getestet.
Zu unseren eifrigen Testern gehören die Klassen 6c und 7c des Wolfsburger Ratsgymnasiums.

Treue Tester - die 6c und 7c des Wolfsburger Ratsgymnasiums

Treue Tester – die 6c und 7c des Wolfsburger Ratsgymnasiums

Besonders interessant fanden die Schüler das Spiel „Skylanders Superchargers“ auf der Playstation 4.
Das Ziel dieses Spieles ist es, den Bösewicht Kaos aufzuhalten. Zusammen mit dem Portal und den Skylander-Figuren hat man die Möglichkeit, sich aus den vielen verschiedenen Figuren und Fahrzeugen ein einzigartiges Team zu erstellen und die Welt zu retten.

Skylanders

Skylanders Superchargers

Anschließend sollen die Kinder einen Bewertungsbogen ausfüllen und jedes Spiel individuell bewerten.

Spielen ist das eine, aber ohne Bewerten gehts nicht!

Spielen geht nicht ohne Bewerten!

Abschließend lässt sich sagen, dass das TOMMI- Projekt bis jetzt ein voller Erfolg ist.

Manuel Deubig und Torben Krüger





Der Regenbogenfisch in der Bibliothek

26 09 2016

Hallo, ich bin Magda, die neue Auszubildende bei der Stadtbibliothek Wolfsburg.

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Letzten Montag (19. September) wurde ich zum ersten Mal in der Zweigstelle Fallersleben eingesetzt. Dort angekommen ging es für mich direkt mit den Vorbereitungen für eine Veranstaltung los. Die Stadtteilbibliothek Fallersleben präsentierte 21 Kindern und deren Eltern die Geschichte vom Regenbogenfisch als Bilderbuchkino mit anschließendem Basteln.

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Jedes Kind bastelte sich seinen eigenen Regenbogenfisch und somit endete die Veranstaltung um 18 Uhr. Mit nicht allzu großem Aufwand wurde den Benutzern ein unterhaltsamer Familientag beschert und die Kinder und ich freuen uns auf die nächste Geschichte aus dem Bilderbuchkino!

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Die nächste Woche im Überblick

23 09 2016

Samstag, 24. September, 10 – 15 Uhr

Heute holen wir unsere Kellerschätze ans Tageslicht! Ab 10 Uhr können Interessierte bei uns im Bibliotheksantiquariat Aalto-Libri und davor, unter den Arkaden des Alvar-Aalto-Hauses, ausgesonderte Medien aus dem Bestand der Stadtbibliothek zu einem geringen Preis erwerben.

Ausgesonderte Medien zu kleinen Preisen

Ausgesonderte Medien zu kleinen Preisen

Angeboten werden Medien aus den Sachbereichen Geschichte, Politik, Zeitgeschichte, Naturwissenschaften und Technik. Zusätzlich gibt es wieder jede Menge Romane und Kinderbücher.

 

Montag, 26. September, 10 Uhr

#MyEscape – Stadtbibliothek zeigt Dokumentarfilm über die Flucht von Syrien nach Deutschland

#MyEscape möchte in Erinnerung rufen, was die Gründe sind, warum Menschen nach Europa flüchten und was sie dafür auf sich nehmen.

Der Dokumentarfilm tut dies auf besondere Weise – ausschließlich mit Bildern, die Menschen aus Afghanistan, Eritrea und Syrien selbst auf ihrer Flucht aufgenommen haben, und erklärenden Interviews mit ihnen.

Mohammad Ghunaim

Mohammad Ghunaim. Foto: fernsehbüro GmbH Berlin

Vorgeführt wird der Dokumentarfilm von einem der Protagonisten aus #MyEscape, Mohammad Ghunaim, seinem Bruder Abdullah und zwei weiteren Unterstützern. Ein Jahr nach dem Beginn ihrer Flucht aus Syrien machten sie sich gemeinsam mit dem Fahrrad auf den Weg von Preußisch Oldendorf nach Berlin, um den Dokumentarfilm an verschiedenen Stationen zu präsentieren.

Und so beschreibt der 25jährige Mohammad Ghunaim den Beginn seiner gefährlichen Reise von Syrien nach Deutschland: „Beim letzten Schritt vor der Grenze schlägt das Herz so, als ob die Zeit still steht. Du hörst dein Herz klopfen – aus Angst vor der Zukunft, vor dieser Entscheidung. Du denkst: „Geh zurück! Mache diesen Schritt nicht.“ Auch wenn diese Situation ein Jahr her ist, so begleiten diese Erfahrungen Mohammad noch heute.

(Zentralbibliothek im Alvar-Aalto Kulturhaus, Porschestraße 51, Tel. 05361-28-2546)

 

Dienstag, 27. September, 17-18 Uhr

„Erste Hilfe Onleihe“

Mit praktischer Hilfe können Medien der Onleihe auf Ihren eReader, bzw. auf ein Smartphone, Tablet, Notebook heruntergeladen werden.

Die Onleihe auf dem Tablet

Die Onleihe auf dem Tablet

Melden Sie sich dazu einfach an unter Tel. 05361-28-2546 an. Nächste Termine im Oktober:  18. und 25. Oktober.

(Zentralbibliothek im Alvar-Aalto Kulturhaus, Porschestraße 51, Tel. 05361-28-2546)

 

Donnerstag , 29. September, 19 Uhr

Peter Weiss‘  „Die Ästethik des Widerstands“ und welche Rolle das Bild „Der Streik“ für die Ausbildung seiner widerständigen Ästhetik spielt

Martin Rector aus Hannover gibt einen Einblick in Peter Weiss‘ dreibändigen Roman „Die Ästhetik des Widerstands“ (1975-1981)

In seinem Vortrag versucht Rector zu zeigen, welche Funktionen das in dem Roman beschriebene Bild „Der Streik“ des deutsch-amerikanischen Malers Robert Koehler (1850-1917) für die Herausbildung von Weiss´ Vorstellung von einer widerständigen Ästhetik gewinnt.

Rolf Schnitger liest „Der Streik“ aus „Die Ästhetik des Widerstands“. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Wolfsburger Bibliotheksgesellschaft mit der Stadtbibliothek.

Der Eintritt ist frei.

 

Prof. Martin Rector

Prof. Martin Rector

Geb. 1944, Studium der Klassischen Philologie, Germanistik und Politologie in Tübingen, Hamburg und Berlin, Promotion FU Berlin 1974, Habilitation 1978 Uni Hannover. Von 1988 bis 2009 Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Leibniz Universität Hannover. 1991 Gastprofessor in Madison-Wisconsin, USA. 2002-2014 Koordinator der Autoren-Lesereise „LiteraTour Nord.“ Sprecher der Jury des „Hölty-Preises für Lyrik der Landeshauptstadt und der Sparkasse Hannover.“






Kulturmitte – Gemeinsam statt gegeneinander

21 09 2016

Das hier wollte ich schon immer: Nämlich einen ganz persönlichen Blog-Beitrag verfassen. Die Idee flammte heute auf der Fahrt zur Arbeit wieder auf, während Tom Petty und Band einen epischen Song zum Besten gaben: So much before me and there’s so much behind me, in this world of mystery. It’s a beautiful world. It’s a beautiful world. Ein beinahe schon kitschiger Sonnenaufgang begleitete mich für einen nicht enden wollenden Augenblick, und dermaßen euphorisiert fasste ich wild entschlossen den Entschluss, unverzüglich meinen Beitrag zu leisten.

Steffen Sieboth

Steffen Sieboth

Unzählige Dinge begleiten mich täglich auf meinem Weg zur Arbeit. Und da ich fernpendle, bleibt genug Zeit, um dem Tag eine Struktur zu geben. Dumm nur, dass (meistens) doch alles anders kommt als geplant. Denn ich arbeite am größten Wolfsburger Schulzentrum in einem sogenannten Selbstlernzentrum, einer supermodern eingerichteten und von den Schülerinnen und Schülern enorm gut angenommenen Schulbibliothek.

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Schon allein die schiere Menge an potentiellen Besuchern macht einen geregelten Tagesablauf zunichte. Außerdem möchte ich hier auch einmal eine Lanze für das Lehrpersonal brechen, denn der Schulalltag ist unberechenbar. Täglich kleinere, oftmals mittlere, bisweilen aber auch größere Katastrophen begleiten die Verantwortlichen gelegentlich bis in den frühen Abend hinein. Und so erscheint es mir nicht zu vermessen, zu behaupten: Schule an sich stellt einen eigenen Mikrokosmos dar. Überlebensregel Nummer Eins: Cool bleiben und Gelassenheit und Freundlichkeit ausstrahlen. Und eine Brise Improvisationstalent kann ebenfalls nicht schaden. Dies sind meiner Meinung nach die Zutaten, die es hauptsächlich braucht, um den Arbeitsplatz am Nachmittag in einem einigermaßen erträglichen Zustand zu verlassen. Doch das ist zuweilen leichter gesagt als getan. Ich möchte daher folgendes Gleichnis bemühen:

Paragraph eins der StVO fordert gegenseitige Vorsicht und Rücksichtnahme zur Teilnahme am Straßenverkehr ein – und zwar von allen. Dieser eigentlich allgemeingültige Grundsatz sollte auch zum Aufenthalt in einer Schulbibliothek befähigen und nimmt alle gleichermaßen in die Pflicht, gemeinsam an einem harmonischem Mit- statt Gegeneinander zu feilen.

Steffen Sieboth